26.10.08

die grossen träume...

...sind eigentlich ganz kleine. wenn man es genau besieht. aber sie erscheinen gross. unerreichbar (nun ja, fast...). die grossen träume, die eigentlich ganz kleine träume sind, sind heitere träume. viel natur, ein leben im grün, ein winzling von haus, dafür einen grossen garten, daneben ein kleiner bach, der munter vor sich hinmurmelt. ein boot. ja, das musss sein. ein boot ist immer wichtig.
ein kleines, aber grandioses leben wie in dem buch "der wind in den weiden". vielleicht nicht wie der kröterich, so viel geld muss nicht mal sein. lieber geruhsam, besonnen, wie das gartentrio maulwurf, ratte und dachs (die den kröterich ununterbrochen vor sich selbst retten müssen...). ein leben mit viel atmosphäre, gefühl..und versponnen. exzentrisch. exzentrisch ist wichtig! nicht bieder, weiss gott nicht. nicht alles, was klein ist (oder erscheint), muss bieder sein. klein, aber exzentrisch. ein haus, das eigentlich um eine teekanne herumgebaut wurde, ist für mich exzentrisch.

die bauchige teekanne als ruhepol des hauses, als dessen mittelpunkt, der den bewohner jeden tag zum genussvollen verharren einlädt...die besten gedanken kommen beim teetrinken. das ist eine tatsache. exzentische gemütlichkeit, gute geschichten im kreis der freunde, die sich regelmässig einfinden, kleine abenteuer, die manchmal sogar zu grossen abenteuern werden (die man ohne furcht übersteht, um dann zum haus, das um die teekanne herumgebaut wurde, zurückzukehren). auf der bank vor dem haus sitzen und die abendsonne geniessen, vielleicht einige alte landkarten vor sich ausgebreitet, um pläne zu schmieden..für reisen in die nähere umgebung, die dann manchmal zu grösseren reisen werden (die strasse gleitet fort und fort, aber irgendwann ist auch wieder gut und es reicht für dieses mal, man ist gewiss nicht bilbo beutlin, der ein getriebener ist, ein rastloser...der arme beutlin. so lange unglücklich, aber ende gut, alles gut, er hat es an seinem lebensabend ja doch noch geschafft, das glück zu finden).

ein abenteurer ohne übermut, einer der es geniesst, zu planen und sich die zukunft in bunten bildern auszumalen, das ist wohl das beste. einer, der nicht hastig ins blaue aufbricht, sondern sich bei einer tasse tee und in guter gesellschaft bestens darauf vorbereitet...und gute gesellschaft..die muss auch sein.
wer zu viel allein ist, verbittert leicht und vergisst ganz darauf, dass der horizont nicht an der stadtmauer endet..