27.12.10

...und ich bin sowas von unerholt :)

ich sitz grad an meinem schreibtisch in meinem zimmer in stainach (bei meinen eltern), hab keinen nachbarn über mir, der laut werden könnte...wenn hier etwas oder jemand laut ist, bin ich es selber...und ich hab grad frühstück hinter mir und eine entsetzliche nacht. keine ahnung, warum mich ein paar tage des nichtstuns immer so fertig machen. doch, klar. ganz einfach so runterschalten kann kaum einer, und wenn, dann ist das ein zenmeister und noch dazu 500 jahre alt. ich kann es nicht. hab im keller gekramt und die sonderbarste buchserie der welt gefunden, namens doc savage, der bronzemann. nun hab ich schon eins davon intus und muss sagen, dass unsere altvorderen nicht so über john sinclair und co hätten wettern sollen, denn dieser doc savage ist auch nicht ohne und vom erzähltechnischen her dem guten jason dark anverwandt. ich hatte also einige amüsante stunden und musste mir einige sätze laut vorlesen, sonst hätte ich sie nicht geglaubt. warum doc savage bronzefarben ist, von den zehenspitzen bis zu seinem "helmartigen" haar, weiss ich leider nicht. vielleicht ist er eine art halbgott oder was ähnlich seltsames. jedenfalls haben wir hier endlich denjenigen, der die welt auch wirklich retten kann, als kreuzung von mc guyver und irgend einem produkt aus einem russischen genlabor sollte er das schon zuwegebringen, ich bau auf ihn. doc savage, für seine freunde doc, rulez! also, ich hab noch einige bücher über doc gebunkert..hab mich aber dann doch durchgerungen, zu marion zimmer bradley überzugehen und nun stecke ich mitten in glenraven und grusele mich so vor mich hin. wer das buch kennt, der weiss warum, wer es nicht kennt, der soll es demnächst kennenlernen, denn es ist gut geschrieben und wirklich sehr spannend, manchmal allerdings eine spur grausam.

natürlich hab ich mir auch den film mitgenommen, den ich gutgläubig und voller vorfreude vor weihnachten erstanden habe, und zwar den neuesten nightmare on elm street, der so neu ja nicht ist. ich hab die doch einigermassen wichtige tatsache völlig übersehen, dass es sich um ein remake von teil eins handelt und für remakes schwärme ich ja nicht so. irgendwie auch klar, dass sie ein remake drehen mussten, denn freddy ist nun mal tot und daran lässt sich nicht rütteln. ausserdem kann man ne alte story ja immer wieder neu erzählen...
tja. als erstes ist mal der neue freddy ins auge gefallen, natürlich, denn auf den war ich ja recht gespannt. wenn man den alten freddy nicht kennen würde, wäre der neue genauso harmlos, wie er denjenigen vorkommt, die freddy kennen und lieben. das ist das richtige wort dafür. harmlos. ich denke an szenen aus den originalfilmen. zum beispiel im ersten teil, in der gartenszene, wo zuerst der deckel der abfalltonne die gasse entlangrollt, dann kommt ein sonderbar verwachsener schatten und dann freddy, mit lang ausgestreckten armen, seltsam geschrumpft, ein widerlicher, verwachsener gnom mit elendslangen armen, der an der hauswand mit seinem messerhandschuh funken sprühen lässt. oder in einem anderen teil, freddy als halloween-hexe. all das sind diese wunderbaren dinge, die man zu vermissen beginnt, wenn man sich den neuesten film anschaut. man bekommt richtig lust auf die alten filme, die ganz einfach viel besser sind. weil man dort viel platz für bizarres und schwarzhumoriges gelassen hat, und genau das fehlt dem neuen film. dem neuen krueger fehlt alles, was den alten zum kult gemacht hat.
ich hab den film gekauft, weil ich alle elmstreet filme besitzen wollte, aber wenn die dazu übergehen, alle alten filme wieder aufzuwärmen, werd ich mich zurückhalten können. es sieht ja so aus, als würde man genau das wollen. und wieder mächtig kohle machen. ich hab genug gesehen und halte mich an die alten filme mit unserem kaputten, bizarren und trashigen freddy the one and only krueger!

sonst geht's mir gut, ich werd versuchen, noch kreativ zu sein und was zu schreiben, aber sollte ich irgendwann nur noch essen und schlafen, dann würde es mich nicht wundern. ich hoffe, ihr habt angenehme tage und müsst nicht arbeiten wie die verrückten. macht man eh das ganze jahr über.

23.12.10

rabentier



ein pullover, der sich für einen geist hält, ist immer einigermassen verdächtig. bei nacht flattert er wie ein aufgeplustertes rabentier, wer weiss, wo er schon überall war. er hat auch schon viel von der welt gesehen und erlebt, er ist einer meiner allerältesten pullover und mein allerliebster, einer von der sorte begehbares wohnzimmer, mehr ein kumpel als ein kleidungsstück und überall mit dabei, sei es bei gothic events damals, ab und zu in den discos, später sogar im büro. ein rabentier, das etwas auf sich hält, muss die welt gesehen haben. momentan hüllt er sich in eine mysteriöse aura und gibt den geist auf meinem balkon.

21.12.10

facebook status: disconnected



ich weiss nicht, aber es musste gerade sein. und wenn schon ein abstraktes bild, dann gleich mit der dazu passenden überschrift. und ja, es ist vollmond.

der alljährliche weihnachtsstern



dieser stern taucht regelmässig auf, wenn weihnachten naht. er ist der zeuge meiner frühmorgendlichen flüche, wenn ich mich über den vereisten weg quäle und noch den rest schlaf im augenwinkel sitzen habe. aber er weiss, dass ich das alles nicht so meine. er gehört zum inventar des hauses und dürfte steinalt sein. und irgendwie ist es ja doch schön, am morgen von etwas leuchtendem begrüsst zu werden, auch wenn man gerade das gegenteil von gut gelaunt ist.

19.12.10

eisblumen aus papier



ein kindergarten. natürlich. denn wer sonst würde diese wunderbaren schneeflocken und eisblumen aus papier schneiden, wenn nicht kinder? ich kann mich manchmal noch ein bisschen an meine kindergartenzeit erinnern. wie viel wir gebastelt haben. manches ist gründlich schief gegangen. ich denke an diese grossen sterne aus span, die immer auseinandergebrochen sind und die ich leider gehasst habe. leider, denn sie wären ja wunderschön im prinzip. aber sauschwer zu basteln, wie jeder weiss, der schon mal das vergnügen hatte. wir haben viel mit buntpapier und seidenpapier gebastelt. am schönsten sind diese magischen laternen mit den bunten fenstern. ich kann mich noch an laternenfeste erinnern und daran, dass ich damals noch an märchen geglaubt habe. daran, dass einfach die ganze welt verzaubert war. die fenster hier erinnern mich daran.

eisgekühlter kaugummi



ein bisschen sieht er ja wie ein sarg aus, der einzige kaugummiautomat, den man in meiner nachbarschaft finden kann. sie sind dermassen selten geworden, dass man von einer aussterbenden rasse sprechen könnte. ich unterstütze ihn, so gut ich kann. lasse mir steinharten kaugummi runter und ab und zu sogar eine der grösseren kugeln, und ich bin sein offizieller fan nummer eins und hofphotograph. ich liebe den kerl, genauso wie den uralten frisiersalon, der ein paar meter weit entfernt ist (bild siehe unten) und alle anderen gegenstände und gebäude, die mich ans österreich meiner grosseltern erinnern. waren die zeiten damals besser? fast hätte ich ja gesagt. fast.:)

16.12.10

hab ich dich gebeten?

in einer silberschale liegen geeiste erdbeeren. ich nehme eine, führe sie zum mund, zerbeisse die dünne eisschicht. die süsse frucht liegt in meinem mund, langsam schmilzt der rest eis. hinter den vorhängen schneit es seit tagen. seit wochen. du hast den langen weg gewagt, um mir erdbeeren zu bringen und als dank habe ich dich wieder hinausgeschickt
in die kälte

deine fussspuren werden von frischem schnee bedeckt
ich habe dich schon vergessen
nur der geschmack deiner erdbeeren bleibt auf meiner zunge
ich habe ganz vergessen, mich zu bedanken

vielleicht hättest du sie selber essen sollen :)

15.12.10

die wirklich letzten äpfel des jahres

neulich morgens in irgendeinem social network...





es ist schön, wenn man morgens beim ersten kaffee des tages mit einer gasmaske beschenkt wird und weiss, da draussen gibt es menschen, die an einen denken.

11.12.10

sie erinnerte sich daran, als sie den computer nur zum musikhören verwendet hatte. lange her.
ihre anlage war damals gerade verstorben. sie hatte stapelweise cds zum computer hinübergeschleppt und war zwischen den cds kaum noch zu erkennen gewesen. nur ihr haarschopf lugte hervor.
wie ein fort, das sie sich gebaut hatte, und in dem sie sich nacht für nacht verschanzt hatte.
ganz ohne internet. ja, wirklich. sie hatte damals eine bestimmte fähigkeit besessen, die ihr inzwischen fast abhanden gekommen war. die fähigkeit, lang konzentriert zuzuhören. vielleicht sollte sie sich wieder ein fort bauen. wo sie mit ihren gedanken allein war. sie würde das eingangstor zu ihrem fort fest verschliessen, niemanden in ihre gedanken sehen lassen. einmal nicht mit anderen teilen, so wie sie es eigentlich immer machte, wenn sie im internet war. teilen und kommunizieren, stundenlang. sie würde ihren gedankenstrom einmal nicht ins netz richten, sondern nach innen und nur mit sich selbst, natürlich unhörbar, reden. undenkbar für manche, heutzutage. aber so sehr wichtig.

9.12.10

sie hatte in den letzten monaten oft das fenster geöffnet, um die spuren im schnee zu betrachten, die bis zu ihrem haus führten. es waren menschliche fussspuren, alle anders und alle speziell. sie hatte sich angewöhnt, die spuren im schnee zu erwarten, und sich ohne sie einsam zu fühlen. dass die spuren immer nur bis zu ihrem fenster gingen, nahm sie gar nicht wahr. zu schön war dieses gefühl, nicht einsam zu sein. dass da jemand wäre, der in der nacht in ihr fenster sah. sie bemerkte gar nicht, dass noch niemals jemand an ihre tür geklopft hatte. doch instinktiv fühlte sie, dass alles falsch lief. sie wusste es, doch sie wollte es nicht wissen. irgendwann würde sie aufhören, am frühen morgen zum fenster zu eilen, es zu öffnen und die fussspuren zu zählen. irgendwann. vielleicht schon morgen.

8.12.10

...und darum hab ich kein guestbook mehr...



das guestbook hiess guestbook light, ich hatte es auf meiner homepage installiert. vor ein paar tagen war dann schluss. die person, die es betrieb, hatte alle guestbooks ohne vorwarnung gelöscht. ich dachte mir noch, schade um die einträge, die werden ja jetzt alle gelöscht sein. aber nix da. denn wo sich damals das guestbook befand, tauchte nun ein seltsames schreiben auf.
der link dazu (der sicher bald verschwinden wird):
http://ngai.cc/2010/11/18/selbsternannte-datenschutzer/

erstens fällt mir auf, dass der grund für die löschung sehr vage bis dubios erscheint. so als hätte jemand die sache einfach satt und würde krampfhaft einen grund suchen, damit er sie endlich los ist.

und dann am schluss die krönung des ganzen:
man könnte die gesammelten einträge ja wieder bekommen. und zwar für geld...
hier nochmal in gross, für diejenigen (wie mich), die es nicht glauben können:



die einträge meiner freunde sind zwar viel wert, aber mit geld sicher nicht zu kaufen, du arsch.
"danke" und tschüss.

7.12.10

unser stern



meine berliner freundin war für ein paar tage hier und da das wetter wirklich schlecht war (es regnete ununterbrochen), wollten wir nicht unbedingt rausgehen. es war bitter kalt. ideales wetter für kreative und kulinarische unternehmungen aller art... ich möchte hier die hokkaidocremesuppe erwähnen, die besonders gut gelungen ist...man muss schon fast genial dazu sagen...und eben diesen stern hier. es ist so ziemlich der einzige unserer sterne, der einem stern ähnlich sieht. die anderen sahen alle ein bisschen wie blüten aus. besonders erwähnenswert wäre noch die schildkröte, die man "aus einem stück papier mit einer eleganten und fliessenden bewegung herausziehen" sollte, was einmal auch gelungen ist. es war zwar alles andere als elegant, dafür aber brutal und hat schon beim hingucken weh getan. nächstes mal ist das "aufblasbare häschen" dran. ja, und es handelt sich bei allen modellen wirklich um origami, nicht um luftballons. ich wusste selbst nicht, dass origami so an die nerven geht... zur beruhigung gab's wieder den schon zur gewohnheit gewordenen warmen pflaumenwein ...

6.12.10

kids war zwischen tumblr und 4chan

gestern hatte ich schon so ein blödes gefühl, als mein tumblr blog immer nur für ein paar minuten online war. es gab zwar eine offizielle erklärung, nämlich dass man die datenbank warten würde, aber es dauerte viel zu lange. und heute ist mein blog sowieso offline. gestern abend gab's schon keinen zugang mehr. ich glaub, dass es sich schon wieder um eine ddos-attacke von 4chan handelt.

wer ist überhaupt 4chan? :))

es gibt eine website namens 4chan. ich kannte sie eigentlich nur von den bildern (hauptsächlich meme, lolcats z.b.), die manche auf tumblr posten, übrigens mit angabe der credits. um stehlen ging es hier sicher nicht. kann aber sein, dass einige leute die credits weggelassen haben, und genau das hat die user von 4chan etwas erbost. und wie man so ist im netz, also forsch, frei und spontan, ging man gleich mal zur attacke über.

ich hab einige berichte aus dem vorigen monat gefunden. die bratzen von 4chan scheinen selbst einiges auf dem kerbholz zu haben, und die website ist alles andere als erbaulich. dass tumblr viel, viel besser schöner und sympathischer ist, ist selbstverständlich. nicht nur meine meinung. zitat:

"Launched in 2007 by Brooklyn hipster-geek David Karp, Tumblr is the cutesy counterpart to 4chan's gore-and-porn carnival. The Tumblr clique has its own in-jokes—animals dressed as hipsters, mainly—and its own powerful mob dynamic."
4chan Wages War on Tumblr: Whoever Wins, We All Lose (Updated)


hier findet ihr mehr infos über die november-attacken:

Tumblr and 4chan war results in both going offline

4Chan Vs Tumblr War Shows Power Of Online Mobs

4chan Wages War on Tumblr: Whoever Wins, We All Lose (Updated)


ich hoffe nur, dass sich die situation bald wieder beruhigt. die leute, die tumblr angreifen, sollten sich mal entspannen. denn was sie so betreiben, ist auch nicht ohne. ich seh den sinn des ganzen nicht, aber wahrscheinlich gibt es auch keinen.

oder aber tumblr wartet die datenbank seit 2 tagen!!!!!

3.12.10

Palmström

Palmström steht an einem Teiche
und entfaltet groß ein rotes Taschentuch:
Auf dem Tuch ist eine Eiche
dargestellt, sowie ein Mensch mit einem Buch.


Palmström wagt nicht sich hineinzuschneuzen, --
er gehört zu jenen Käuzen,
die oft unvermittelt-nackt
Ehrfurcht vor dem Schönen packt.


Zärtlich faltet er zusammen,
was er eben erst entbreitet.
Und kein Fühlender wird ihn verdammen,
weil er ungeschneuzt entschreitet.



Christian Morgenstern

29.11.10

der erste schnee








wie im wetterbericht vorausgesagt, war es gestern tatsächlich soweit. man bemerkt es sogar, wenn man nicht zum fenster hinaussieht. es wird auf einmal ganz still. es ist immer ein ganz besonderer moment, dieser erste schnee. man freut sich das ganze jahr drauf und wenn es dann soweit ist, möchte man die zeit anhalten. es war gestern für die blaue stunde eigentlich zu früh, aber trotzdem verfärbte sich alles frostig blau. ist keine photoshop-farbe! zuerst dachte ich, es würde reichen, den schnee am nächsten tag zu photographieren. gott sei dank hab ich es gleich gemacht und nicht auf heute gewartet. das blau ist verschwunden, alles ist grau geworden. und der zuckrige schnee von gestern beginnt, sich langsam zu verflüssigen und zu verfärben. bis zum nächsten schneefall, wenn die welt wieder wie verzaubert ist...

28.11.10

der magische laden

heute ist der magische tag schlechthin. nichts weist auf den ersten blick drauf hin. es ist grau draussen. der himmel bewölkt, die dächer angefrostet, und es ist eiskalt. trotzdem fühl ich es ganz genau, dass heute etwas anklopft, das man sonst nur in einem guten miyazaki film oder auf den richtig guten adventmärkten finden kann. eine spur gold, und farben, die im kerzenlicht leuchten, eine spur weihrauch liegt in der luft, und nein, es ist nicht der smog oder hausbrand.
ihr kennt doch sicher den film stimme des herzens oder whisper of the heart von studio ghibli. das mädchen, das einen alten laden auf dem hügel entdeckt und davon so inspiriert wird, dass es beginnt, zu schreiben. in diesem film gibt es bilder, die mir gerade durch den kopf gehen. die heute den ganzen tag immer wieder auftauchen werden. keine ahnung, warum das so ist. ist es die magie kurz vor dem ersten schnee? oder gibt es dinge, die man einfach nur spüren kann, die aber niemals sichtbar werden?

es passieren magische dinge in diesem kleinen, alten laden. dinge, die ich immer mit weihnachten verbunden habe, obwohl in diesem film ja nicht weihnachten ist. aber diese grundstimmung, die fühle ich auch im winter, und eben zu weihnachten. wohl auch diese kindliche freude, die mir nichts und niemand austreiben kann. das erste, was mir in den sinn kommt, wenn mich meine eltern fragen, was ich mir zu weihnachten wünsche, ist immer etwas nostalgisches. ein alter bär, mit abgewetzten pfoten. eine spieluhr, auf der sich figuren im tanz drehen. ein dickes buch randvoll mit märchen. dann beginne ich, alles zu überdenken. bär? spieluhr?
und wünsche mir etwas, das ich immer gebrauchen kann, etwas elektronisches meistens. so war es jedenfalls immer in den letzten jahren. aber warum soll man sich zu weihnachten ausgerechnet was wünschen, das man gebrauchen kann? es ist das magischste fest des jahres. man sollte sich also etwas magisches wünschen. etwas, das man sonst nie bekommt, etwas, das mit dem alltag überhaupt nix zu tun hat.
etwas aus dem magischen laden in whisper of the heart.

der erwachsene wird es wohl achtlos zur seite legen, wird sagen "wieder mal ein nutzloser staubfänger, wieder mal etwas, das nutzlos rumsteht", das innere kind wird es ansehen und diese freude empfinden, die wie licht ist. ich denke, ich weiss genau, wo ich stehe. das innere kind hat wieder mal gewonnen. deshalb werd ich mir diesmal nichts praktisches wünschen. sondern etwas weihnachtliches. etwas, das mein herz berührt. der perfekte weg, um unglücklich zu werden ist der reine weg des verstandes. also wenn man überhaupt nie darauf hört, was das innere kind zu sagen hat. wenn man es beiseiteschiebt wie etwas, das stört. dabei ist es genau diejenige "macht", die einen erdet und mit der vergangenheit verbindet, wie ein innerer schutzengel. ich denke, einer der wichtigsten schutzengel ist man selbst.

ach, ja..wenn man das innere kind nicht sterben lässt, soll es nie schreibblockaden geben. irgendwie logisch. wenn man keine mauer zwischen sich selbst damals und jetzt baut, kann die energie frei fliessen. und eigenartigerweise ist hier wieder eine verbindung zu dem mädchen in whisper of the heart.

27.11.10

der tag der bizarren schatten



als ich heute meine ausbeute sichtete, bemerkte ich, dass sich fast auf jedem photo seltsame schatten befinden. manche von ihnen habe ich erst bemerkt, als ich die bilder am computer betrachtete. diese hier zum beispiel. die bäume werfen so lange schatten, dass ein teil davon auf das weiter weg stehende haus projeziert werden. es sieht so aus, als würden bäume auf der hauswand wachsen, oder als hätten die kinder der schule die mauer bemalt.
der heutige tag soll deshalb dem schatten gewidmet werden. ich habe ein altes buch vom flohmarkt, mit geschichten über schatten. ein guter tag, es wieder zu lesen!

nette busbekanntschaft



dieser nette junge herr ist mir schon beim einsteigen aufgefallen. normalerweise mag ich es nicht so gern, wenn man mich so intensiv mustert, aber diesmal war es in ordnung. er wollte auch einmal nach hinten spazieren, wo ich sass, aber leider wurde er von seinem begleiter streng ermahnt. ich hätte nichts dagegen gehabt, mich von ihm beschnüffeln zu lassen, und ein paar streicheleinheiten hab ich auch immer für vorwitzige junge herren wie ihn übrig.:)

25.11.10

THE SNAIL (REMI GAILLARD)



hier ist es...mein liebstes lieblingsvideo aller zeiten...einfach nur heldenhaft und gross...und nachahmenswert...

23.11.10

Bliss N Eso - Addicted (Official Video Clip)

vogelschwarm



jeden morgen um dieselbe zeit startet ein gigantischer vogelschwarm zu einem rundflug über die dächer. eine zeitlang hört man nur das schnattern, pfeifen und kreischen der vögel. es ist so, als würde man von einer wolke grauer vogelleiber eingehüllt, als wäre man teil dieser morgendlichen versammlung. man möchte mitfliegen können, die dächer von oben sehen, in die dunkelblaue luft des frühen morgens tauchen. für einen bruchteil einer sekunde fühlt man eine seltsame art der traurigkeit, aber es ist so kurz, dass man sie kaum wahrnimmt. erst später, wenn man darüber nachdenkt, weiss man, dass man traurig war.

bleiche pilze



auf einmal waren sie da, in den blumentöpfen auf dem balkon. sie wuchsen über nacht aus der erde und waren überall. die kakteen, mit denen sie die töpfe teilten, nahmen es gelassen hin. sie wussten ja, dass den bleichen, mondsüchtigen kameraden kein langes leben beschieden sein würde. und genauso war es. sie verschwanden, wie sie gekommen waren, über nacht.

22.11.10

kreativweekend mit marit

gerade endet das schönste weekend seit langem, bzw. das schönste verlängerte weekend. die liebe herzkönigin war hier, von freitag bis gerade eben, und man kann durchaus sagen, dass die zeit, die wir hatten, eine verdammt gute war.

im netz waren wir kaum, grad mal kurz in den foren, aber sonst nix mit netz, lieber origami falten und filme gucken, kochen und endlos reden. für besichtigungen war das wetter viel zu beschissen. marit meinte, sie wäre eh nicht wegen irgendwelcher besichtigungstouren hergekommen, sondern, um mich wiederzusehen und damit wir endlich wieder lange gespräche führen können. was beim origami besonders gut geht, es sei denn, man baut gerade was ganz arg schwieriges. zum beispiel diese verdammte schildkröte. das teil hätte uns fast gekillt. eine haben wir geschafft, aber das war's dann. man muss diese wahnwitzige form am schluss nämlich aus dem papier rausziehen, das papier zerreisst, und das war's dann. mann, es gibt sogar figuren wie das häschen oder den goldfisch, die man aufblasen muss. nächstes mal dann.:)
wir haben sterne gefaltet, die wirklich schön wurden. ziemlich gross und bunt und bringen wirklich gute laune, vor allem, wenn es so grau und verregnet ist wie hier (fotos kommen dann bald). das wetter war unglaublich scheisse. vor 2 wochen war noch blauer himmel und schöner spätherbst und nun kündigt sich der winter an, es regnet und was eisiges liegt in der luft. soll diese woche eh zu schneien beginnen. und es ist grau. grauer nebel, grauer himmel, grauer asphalt. machte uns aber nix aus.

das geilste, was wir gekocht haben, war diese hokkaido-kürbissuppe. marit hat das rezept im kopf gehabt, was ich absolut bewundere. viel curry rein, auch karotten sogar banane, apfel, und am schluss dann noch kokosmilch, damit das ganze arg cremig wird. ich hab gefressen, bis ich nur noch rumliegen konnte. aus den kürbissupperesten haben wir am nächsten tag dann eine sauce für spaghetti gebaut, mit tomate und angebratenen tofuwürstchen. das war unglaublich gut. ausserdem hatte es ne wirklich schöne farbe. alles, was wir dieses weekend gemacht haben, war sowieso total bunt. das essen und die origami-figuren vor allem. irgendwann geht eins ins andere über. ob man kocht oder papier faltet, irgendwie macht beides echt viel sinn (und ist bunt).

das nächste treffen findet dann bei marit in berlin statt, oder wir treffen uns in prag, was ja von berlin nicht weit weg ist (von graz umso weiter, aber macht nix, in prag war ich auch schon lang nicht mehr und es steht auf meiner liste ganz weit oben). kann manfred ja auch mal mitkommen. wir könnten in prag ein bisschen ausserhalb wohnen, wenn wir eher ein moderneres (aber sauberes) hotel wollen, oder in der innenstadt, wenn wir uns das morbide ambiente eines vergammelten prager zimmers wünschen, je nachdem. innenstadt ist sicher interessanter, nur muss man putzen, bevor man das zimmer nutzen kann. die preise gehen eh, zumindest war es vor ca. 5 jahren so. kann sich aber geändert haben. aber die hotels sind sicher alle im internet zu finden. klingt interessant, ein kreativweekend in prag. wir haben vor, viel mit draht zu machen. skulpturen und gefässe. aber berlin ist natürlich auch toll. mal sehen, wo wir uns das nächste mal treffen.
aber so viel zeit lassen wir nicht mehr vergehen. solche treffen sollten am besten 2 mal im jahr stattfinden. mindestens.

18.11.10

existenz

ok, seit unser lieber einstmals verschollener und nun wieder irgendwie ins netz geflutschter freund fh mein blog kommentiert, lieg ich mehr unter'm tisch vor lachen als dass ich hier reinposte, das gehört nun geändert. heisst jetzt nicht, dass er nix mehr schreiben darf, immer her mit den kommis und den sonder/wunderbaren pseudonymen, deren er sich im moment bedient, und wenn dann wieder mein blog mit ihm kommuniziert, dann weiss ich, es ist alles gut im staate internet.

jedenfalls, das netz...beginnt, mich ganz erbärmlich anzukotzen. die soz. plattformen gehen mir dermassen auf die ketten, dass ich mich nur noch selbst löschen möchte, jeder traum, dem wir früher nachgelaufen sind wie mondsüchtige, nur dass unser mond ein monitor war, jeder traum scheint vernichtet zu sein, aber sowas von gründlich. es war von anfang an klar, dass sowas passieren musste. wir waren immer der underground und zu anders, die leute, die zwar gute ideen haben, aber nicht die kohle, um sie umzusetzen. und was wäre passiert, wenn wir die kohle gehabt hätten? denkt mal drüber nach. ich meide solche gedanken. ich weiss, was passiert, wenn man auf einmal zuviel kohle in den händen hat.

kleiner rückblick. nicht mal so lang her. ein paar jährchen. damals war ich noch fleissig auf computerkursen, neben der arbeit. den tag über arbeiten, dann ne stunde pause, dann kurse bis in die nacht, dann um 6 uhr raus. egal, ich mochte die viele arbeit. wir hatten so'ne runde gebildet, wir verstanden uns einfach gut und was das schlimme dran war, wir waren idealisten. bis mal einer die folgenschweren worte sagte: wir könnten uns zusammentun und ne firma gründen.
wir waren begeistert dabei, alle von uns, denn der erste auftrag war schon fast an land gezogen. ne ausschreibung, an der wir uns beteiligen wollten. es ging um ein computernetzwerk. ein 2-stöckiges haus vernetzen, für ne computerschule, die grade fertig gebaut wurde, und das einzige, was wirklich daran störend war, war das kleine wörtchen "ausschreibung". damit gingen wir jedoch einigermassen locker um. wir waren eh die besten. mh..vielleicht waren wir das sogar, aber was heisst das schon.
es war alles wie in einem dieser filme, ihr wisst schon, einer der filme, wo man wie angeklebt vor dem fernseher hockt und nicht fassen kann wie geil das alles sein kann. ein film, bei dem man dieses leuchten in den augen hat, sogar als zuseher. weil man auf einmal diese magie spürt. es geht um geschwindigkeit, kohle und spass. vorerst war alles genau so. nach den kursen waren wir immer noch unterwegs, rauf auf die autobahn und zu nem menschen gefahren, der diesen irren grossen computerladen hatte. mann, ich weiss es noch, als wäre es gestern gewesen, als wir das erste mal um diese unzeit ankamen. das haus war schon dunkel, wir läuteten an der tür und der ladenbesitzer guckte sauer vom schlafzimmerfenster runter. hatte schon gepennt. sah uns, begann über das ganze gesicht zu grinsen und meinte: ich koch gleich mal kaffee.
drinnen, im laden..hinterzimmer. die geilste hardware, die ihr euch denken könnt. ich sass auf einem alten sofa, sah mich nur noch um und da war es, das leuchten. das grosse..riesengrosse abenteuer. scheisse. so wollte ich leben, das war es, genau das. leute, ich war zum ersten mal in meinem ganzen leben zufrieden. aber immer war da irgendwie auch sowas wie fieber. glühende wangen, zu schneller herzschlag. gier.
jedenfalls. wir sassen zusammen und stellten die hardware für ein token-ring netzwerk zusammen. die leute wollten das beste. sql server, pipapo, die geilsten teile, und diese verdammten microsoft-lizenzen, die so viel kosten. beamer vom feinsten, netzwerkdrucker. wir hatten also die volle liste. es war einfach nur klasse.
das ganze kostete zusammengerechnet so ca. 65 millionen schilling.

ok, ich sass da, starrte meine docs an und war gelinde gesagt nicht mehr wirklich zurechnungsfähig. ich konnte mir den betrag nicht mal vorstellen. die anderen waren superlocker. ich sass da und dachte, alter. es ist der beste scheissfilm, der jemals gedreht worden ist. damals waren die löhne für netzwerker wahnwitzig hoch, irreal. 1800 schilling pro stunde. krank, wenn man es mit den heutigen löhnen vergleicht, aber es war wirklich so. arbeitszeit wäre von 8 uhr morgens bis 8 uhr abends mit mittagspause (so'n stündchen). und was das beste dran war, dass danach nochmal ein job winkte, genau so wie dieser hier, dieselbe entlohnung. pro job rechnete man 3 monate. alles in allem ein halbes jahr, nach dem halben jahr biste millionär. auch wenn dir das finanzamt die hälfte wegfrisst.

die rückfahrt auf der autobahn war wieder mal so eine sache, die ich nie vergessen werde. mühsam niedergehaltene euphorie, immer wieder sätze wie im film, und die weisen worte: "den champagner machen wir erst auf, wenn wir den job haben". in gedanken hatte jeder schon die pulle schampus offen. wir waren schlicht und ergreifend besoffen. von der situation, dem feeling. es macht süchtig. die gier macht süchtig nach mehr. komischerweise ist es nicht wirklich die gier nach geld. es war was ganz anderes. die gier nach einem ganz wilden leben war es, denke ich. nach einem leben, das sich einfach jeder wünscht, es sei denn, er ist der bodenständigste mensch auf der erde, und ich kenne keinen, der so ist.

die angebote der firmen, also auch unseres, landeten dann beim notar, und es wurde uns gesagt, dass wir in spätestens 3 tagen das ergebnis haben. es dauerte 3 wochen. und irgendwie war mir beim warten schon einiges klar. genau so war es dann auch. zweitbestes angebot. gewonnen hat ne riesenfirma. klar, die leute kaufen zu bedingungen ein, die wir niemals kriegen. denen schmeisst man das zeug nach, und ausserdem sollen ausschreibungen nicht wirklich mit rechten dingen zugehen. sagte m., und der weiss es von seinem job in der werbebranche. die kennen ausschreibungen sehr gut. zweiter war verdammt gut, aber auch verdammt das letzte, was wir brauchen konnten.
das business ist binär. es gibt nur nullen und einsen. LOL

ich bin wie ein rumpelstielzchen rumgesprungen, meine leute waren eher still, und ich hab damals gebrüllt wie verrückt.
wir waren um 5 millionen zu teuer.
meine reaktion: 5 millionen sind peanuts.. so brüllte ich rum. tja.
5 millionen sind peanuts. die magie des geldes. korrumpiert ziemlich schnell.

wisst ihr, ich vermiss jede sekunde von damals. die ganz grosse magie war nicht von geld abhängig. das leuchten, dieser irrsinn, ein leben zu führen, das endlich so ist wie man es möchte. das ganze macht dich so süchtig wie nen junkie. ich fühl es beim schreiben. ich fühl es in jeder faser meiner existenz. dieses ich lebe. die liebe zu diesen ungeheuren maschinen, ihr brüllen, wenn sie nicht genug daten verarbeiten können, weil der mensch zu langsam ist, ihr fressen und schlingen, ihr heulen, wenn sie gefrustet sind, und die stille, in die du fällst, wenn die dich angefixt haben, eine stille wie man sie sich im all vorstellt. und frieden. so nah dran. seither renne ich und renne und kann nicht mehr aufhören zu rennen. und ich verbrenn an meiner gier, am hunger. das kriegst du nie mehr weg.

yeah, es war nicht das geld. aber viel geld kann ganz schön verrückt machen. also denke ich, es ist besser, manches nur zu träumen. und ich kann ganz schön lügen.

so, und jetzt geh ich schlafen. ich glaub, ich werd ganz ganz wild träumen..)

16.11.10



manchmal stelle ich mir vor, dass hinter diesen fenstern geschichten wohnen. und ich glaube, ich möchte sie alle hören. nur ob sie mir jemand erzählen würde, ist eine andere frage. man sieht dort so gut wie nie jemanden. ich mag dieses haus sehr. früher befand sich der knallgelbe briefkasten gleich daneben, es muss ein abenteuer gewesen sein, dort einen brief einzuwerfen. es bestand lebensgefahr.

es gibt keinen gehsteig. die strasse führt direkt vorbei. beim verlassen des hauses am besten erst nach rechts und links sehen, sonst besteht lebensgefahr - man betritt die strasse direkt, einen schritt vom vorzimmer entfernt. schirmständer, schuhe, tür und strasse, der gang zum postkasten wird zum adrenalinschub. der schritt aus der tür, rechts und links absichern, auto abwarten, nach rechts wenden, an der hausmauer entlang zum gelben metallkasten, der in die fahrbahn ragt.

so war es damals, und es ist immer noch gefährlich genug. ich habe zwei möglichkeiten, nach hause zu gehen, wenn ich diesen weg nehme. entweder am bellenden nachbarshund vorbei, der mir oft zu laut und aggressiv ist, oder auf der anderen strassenseite, an der hausmauer entlang und beten, dass mich die autofahrer rechtzeitig sehen. abends und nachts am besten in gelber reflektionsjacke...

das nächste abenteuer beginnt in dem moment, wo du drüber nachdenkst



der himmel ist klar, das blau lädt zu einem spaziergang im himmel ein. ideal für eine heissluftballon-fahrt! die luft prickelt, es könnte einiges zu entdecken geben. neue abenteuer, vielleicht sogar von der speziellen sorte, du weisst schon, unvergessliche dinge, dort oben im himmel, unten auf der erde und überall dazwischen. vielleicht wird es am nachmittag regnen, doch bis dahin sind wir längst wieder zurück. zum fünfuhrtee auf der loggia, aber das ist eine andere geschichte...

gitternetzwerk



ganz hinten, im eck, nebelt es. dort, wo die farben verwaschen sind. du musst genau hinschauen. dort hinten ist ein magischer ort. wenn du wissen willst, worum es geht, frag am besten die bäume. heute spricht alles von der sehnsucht, aufzubrechen. aber mache ich das nicht schon, jeden tag?

13.11.10

remembering last winter...






manchen fällt gerade jetzt das warten auf den ersten schnee schwer. es ist schon richtig kalt und der himmel ist oft grau, fast wie im winter. ich ertappe mich manchmal dabei, dass ich in den himmel starre, und die ersten schneeflocken erwarte, die heruntersegeln. aber es dauert noch. man kann den ersten schnee riechen, es liegt etwas ganz besonderes in der luft. wir werden es sicher bald erleben. bis dahin möchte ich die wartezeit mit diesen bildern überbrücken. sie stammen von letztem jahr. ich hab sie für mein blog rausgesucht, weil sie mich zum träumen bringen.

Real Life - Send Me An Angel (1983)



gerade gefunden...achziger...also, ich find den song immer noch superschön. nur hatte ich den namen der band vergessen. dachte noch, real life, nie gehört. es ist ein klassiker des synth pop und weckt so manche gute erinnerung bei mir.

11.11.10

wuppdich, da isser wieder

ok, falscher alarm. anscheinend ist seine page nur von fb gefressen worden. ist nicht nur mir aufgefallen, john, ein kumpel, hat's auch gesehen.

ist nicht wirklich mein tag heute. ich werd mich für den rest des tages im bett verstecken. morgen ist alles gut. hoffentlich ist bald morgen.

auf facebook geht ein böser clown um, ich kann seinen fauligen atem riechen!!!!!!!!!
*unters bett hechtet*

jetzt anscheinend für immer

*eine von meinen geliebten/gehassten lungenvernichtern anzündet* ich brauch jetzt eine. und irgendwie bräuchte ich was stärkeres oder besser gesagt was anderes als eine zigarette. ein glas bourbon vielleicht, nur trink ich so gut wie nie und hab deshalb auch nie was im haus.
ok, gleich in medias res. rod hat sich schon wieder gelöscht. und ich sitz hier und lache irgendwie so fertig in mich rein. ich weiss nicht, warum er es gemacht hat. er ist doch vor kurzem erst auf facebook angekommen. dann hatten wir gespräche, auch die anderen der damaligen myspace dark city rats waren da und haben mit ihm geredet, es war relaxed. alles ok. möcht man meinen.

rod sagte zu mir, er wäre in der hölle gewesen und nun kämpft er sich wieder zum licht. sozusagen. mh...aber ob es auf diese weise geht? dass man sich kurz wo niederlässt, die kumpels begrüsst, ihnen das gefühl gibt, jetzt wäre alles ok, und sich dann sang- und klanglos wieder löscht (ja, schon wieder)..dass man wieder beginnt, irgendwohin seine texte reinzuposten, kreativ zu sein...und dann alles hinter ich lässt...das ganze scheint mir eigentlich ein wenig irre zu sein.

ich bin eigentlich viel zu müde für emotionen, aber ich hör grad ein lied in endlosschleife, und das hat mich überhaupt dazu gebracht, hier alles niederzuschreiben. eins der lieblingslieder, die ich in dark city immer höre, wenn ich das spooky kid in mir aufwecken muss, bzw. wenn ich spüre, dass es krank ist, vor sich hinblutet, und wieder mal nichts mehr checkt.


darum werd ich mich nicht hängen lassen..irgendwie denk ich mir halt, ich hab nichts damit zu tun, und es geht mich im prinzip ja auch nichts an..nur sag das jemandem wie meiner seele, die ne spooky kid seele schlechthin ist. ich hab gerade mit cat auf myspace kontakt und kaufe ihr jetzt endlich diese zwei coolen alten living dead dolls ab, tina black und hollow. die beiden passen wirklich perfekt zu meiner sammlung und ich glaub, somit ist dieser tag auch gerettet.
aber...mann...irgendwie hat's mich schon ein kleines bisschen zerstört, das alles. ich glaub, diese selbst-löschug war diesmal für immer. wahrscheinlich treffe ich ihn nie wieder. aber, wie gesagt, ich bin zu müde, um jetzt irgendetwas fühlen zu können.

8.11.10

we have a fast car and baby, we can go anywhere




https://www.polyvore.com/we_have_fast_car_baby/set?id=24746468



gestern, vorm schlafengehen, war ich noch kurz auf polyvore, um die sets der anderen zu begutachten, und da ich noch nicht wirklich müde war, hab ich ein ganz schnelles set gebastelt. und wie bei fast jedem meiner nächtlichen sets ist auch dieses recht unheilvoll. mir gefallen die farben, und die stimmung..könnte aus einem horrorfilm sein.

we have a fast car and baby, we can go anywhere
und wenn wir pech haben, bleibt uns gar nichts anderes übrig.


weekend überlebt und gleich mal in die vollen

kleines update, aber nötig, weil ihr sonst denkt, ich hab gelogen bzw. lüge aus passion. super, ich muss schon wieder lachen. stellt euch den kerl vor..einen blogger, der als lieblingshobby die leute belügt, die seinen blog lesen. wie er daheim sitzt, vor der tastatur, und volle kanne geifert.
nee, also ich nicht. geifern schon, aber ohne lügen.
ich hab euch ja erzählt, dass ich mein photoblog gelöscht hab. weil ich erstens nicht genau wusste, was ich damit machen soll (äh...photos reintun??? oO) und zweitens weil ich mir eh schon wie der freak schlechthin vorkomme. der normale mensch besitzt ein blog, mehr muss wirklich nicht sein, wir sind ja nicht megaloman
*geifer*
nun gutchen, ich hab also mein photoblog wieder wachgeküsst. börks. es lebt wieder und sammelt ab jetzt die bildchen, die ich so schiesse, wenn mir grad fad ist. oder, wenn ich...was sehr sehr selten ist, von einer inspiration heimgesucht werde. es ist supersupersüss...bildhübsches kleines blog...hat neue tapeten bekommen...sieht fast profimässig aus. ganz grosse liebe meinerseits!!
also, ich bin einigermassen happy, obwohl ich heute wieder mal ohne schirm in den regen gekommen bin. was mir inzwischen auch nix mehr ausmacht, sowas ist moi gewöhnt und moi meckert auch nicht rum. hab photographiert..na klar...und ihr wisst jetzt, wo ihr diese bilder findet. solltet ihr sie suchen. hehe...themenwechsel.

hab ein einigermassen brutales weekend hinter mich gebracht. alles begann an diesem samstagmorgen, als ich gut gelaunt (naja, sagen wir ich war einigermassen wohlwollend gestimmt) meine behausung verliess, um mir ein paar stunden büro zu gönnen. und da sah ich dass etwas an unserer tür klebte. es war etwas scheussliches, nämlich ein zettel unseres nachbarn über uns, der uns hyperfreundlich mitteilte, dass an diesem abend noch mächtig gefeiert werden würde. seine b-day-party, und er meinte, es könnte laut werden. wir könnten dann ja vorbeikommen... stimmung sank unter den nullpunkt. mann, war ich sauer. das ist der kerl, der normalerweise sowieso keinen scheiss gibt, ob seine dauerlärmerei jemanden stört oder nicht, und auf einmal dieses süssliche schreiben. jeeez.
das witzige war, dass am abend dort oben alles ganz ruhig war. m. meinte, dass wahrscheinlich niemand zur party gekommen wäre. ich wartete auf die lärmhölle, aber nix kam. das warten allein hat mich dermassen zermürbt, dass ich kaputter war, als wenn der partylärm tatsächlich stattgefunden hätte. am sonntag war wieder alles beim alten. der mann lärmte rum wie immer.
das ganze sieht wie ne verarsche aus, aber dazu ist er nicht fähig. er kündigt krach an und sitzt dann wahrscheinlich friedlich irgendwo rum und liest sein einziges buch. und wir hocken unten in unserer wohnung und haben die fetten ohropax drinnen, aus lauter angst vor dem angekündigten lärm.
wahnsinn. diese welt ist eine einzige klapse.

im büro sind übrigens fast alle krank bis auf emil und moi. sonst husten alle und kriechen am zahnfleisch daher. ich frag mich, wann ich das erste kratzen im hals fühlen werde...

wahre schönheit darf ruhig altern...



dieses doch recht auffallende haus steht in unserer nachbarschaft. es ist ein wunderschönes jugendstilhaus, unschwer zu erkennen, und es ist bewohnt. leider. oder sollte man darüber froh sein? jedenfalls kümmert sich jemand um die erhaltung. ich stelle mir oft vor, wie es sein muss, dort zu wohnen, in einem uralten haus (mit einem kleinen pavillon im garten, und riesigen bäumen rundherum). vor allem hätte man viel platz. und genug inspiration für ein ganzes leben..die geschichten, die ich dort schreiben würde, würden sich allerdings auch nicht wirklich von denen unterscheiden, die ich jetzt schon schreibe. meine geschichten leben in einem haus, das noch grösser ist als dieses hier...

gespensterbäume



allerheiligenwetter und noch dazu ziemlich kalt... eigentlich macht dieses wetter recht müde, manche sogar depressiv, aber ich hab' keine probleme damit, solang mir die photomotive nicht ausgehen. der garten hier ist mein lieblingsmotiv in dieser gegend. das grundstück ist riesengross und das häuschen wohl schon sehr alt. diesmal sind mir diese wunderbaren bäume besonders aufgefallen. ich liebe bäume sowieso über alles und photographiere wahrscheinlich schon zu viele davon. bald ist meine ganze festplatte voll mit photos von bäumen! diese kleineren obstbäume kann ich vom alter her überhaupt nicht einschätzen. mir gefällt, wie ihre äste ohne laub aussehen. in der nacht muss es einfach genial aussehen. diese bäume im licht einer strassenlaterne und man hat den eindruck, als würden lauter gespenster auf der wiese stehen.

7.11.10

jeder baum hat seinen stern



ich vertreibe mir die zeit beim warten auf den bus...

morgendämmerung. die ersten sonnenstrahlen geniessen.



noch ein paar ruhige minuten geniessen, bevor ich ins büro muss. ich liebe diese zeit des tages. obwohl ich dann noch so bettschwer bin, dass ich fast wieder einschlafen könnte. dieser spaziergänger hat seinen hund dann frei laufen lassen, und ich feigling hab mich gleich mal versteckt. war ein grosser hund.:) ich hab den mann erst im winzigen monitor meiner digikamera entdeckt, und er hat mich gar nicht gesehen. ich war ziemlich erschrocken. um diese zeit ist die strasse nämlich immer menschenleer.

...



Du hast stets getan, was man von dir verlangt - niemand hat sich je bedankt
(Und du wusstest nie, warum)
Du warst zuverlässig, hast dich angepasst - doch alle haben dich gehasst
(Und du wusstest nie, warum)
Haben hinter deinem Rücken über dich gelacht - Karriere hast du doch gemacht
(Und du wusstest nie, warum)
Du hast dein Ziel erreicht und jetzt stellst du fest,
dass du trotzdem nicht glücklich bist

Weil es nicht so leicht ist, nur der zu sein, der du als Kind schon werden solltest
Denn was du erreicht hast, ist, so zu sein, wie du als Kind nie werden wolltest ...

Du warst auch mal verliebt, doch das ist lange her - heute liebst du keinen mehr
(Du wüsstest nicht, warum)
Hast dein Gefühl einfach getötet, irgendwann - damit dich nichts verletzen kann

Weil es nicht so leicht ist, nur der zu sein, der du als Kind schon werden solltest
Denn was du erreicht hast, ist, so zu sein, wie du als Kind nie werden wolltest

Nämlich allein, ständig allein
Schrecklich allein, ewig allein

Verdammt dazu, allein zu sein - ein ganzes Leben lang allein
Sieh dich doch um, sieh endlich ein: Du bist allein, du bleibst allein

Allein, allein, allein, allein

Denn was du erreicht hast, ist, so zu sein, wie du als Kind nie werden wolltest



More lyrics: http://www.lyricsmode.com/lyrics/d/die_arzte/

5.11.10

herbstspaziergang















einer der wenigen, wirklich schönen tage. man merkt erst dann, wie sehr man das sonnenlicht braucht, wenn die tage immer grauer und nebliger werden. solche sonnigen herbsttage sind für mich immer wie urlaubstage. sie haben etwas unbeschwertes, poetisches. ich kann mir vorstellen, dass dichter den herbst lieben.

26.10.10

kritischer vergleich

ich hab gerade die anfänge meines blogs angeguckt und mit heute verglichen. nur mal so 'ne kleine bestandsaufnahme. um zu sehen, ob ich mich verändert hab bzw. wie sehr. mh...das erste, was mir optisch auffällt, ist, dass die bilder, die ich poste, nun sehr...gross sind. auf blogspot gibbet 3 grössen zum bilder-upload: klein, mittel, gross. am anfang hatte ich klein, dann irgendwann vor einem jahr, war es schon mittel, und heute ist es gross. als wär alles, was ich so mache, so prächtig, dass man es unbedingt in gross angucken muss.
früher hatte ich auch weniger photos drinnen. irgendwann hab ich damit begonnen, ziemlich viele pics zu posten. ok, ich photographiere mehr. und manches erscheint mir erwähnenswert zu sein, also, ich möcht bestimmte dinge nicht nur auf der festplatte haben. ich hatte übrigens ein photoblog, das ich inzwischen wieder gelöscht hab..es war irgendwie zu irgendwie. nun habe ich einiges an photomaterial übrig, das sonst im photoblog gelandet wäre, und deshalb landet es eben hier.

was sonst noch auffällt, ist, dass ich keine websites oder künstler mehr vorstelle, nee, ist ein blödes wort..vorstellen tu ich keinen, aber früher hab ich gern meine genialsten surflocations hier reingestellt. findet man jetzt in meinem tumblr. der tumblr ist sone sache für sich. am anfang war er noch eine art zweitblog in englisch, für meine facebook-kumpels, die kein deutsch können, und jetzt ist er auch anders geworden. fast wie so'ne art twitter gemixt mit links und photos, die mir gefallen. ich möcht aber wieder mehr von dem zeug, das ich finde, hier reinstellen. ich hab ne kleine www-galerie hier, für die künstler, die ich gut finde. tumblr ist ok, besser als twitter, aber ein blog ist er im prinzip nicht.

mit dem style bin ich zufrieden. schwarz wie früher, nur mit ner brauchbareren vorlage. also, praktischer für meine zwecke. aber schön schwarz. also kann ich nicht unzufrieden sein, der vergleich hat ergeben, dass es immer noch the thing next door ist, so wie es sein muss.

24.10.10

mea culpa, mea maxima culpa






i died so i can haunt you
https://www.polyvore.com/died_so_can_haunt_you/set?id=24326857


hab heute wieder mal festgestellt, wie viel spass es machen kann, sets zu basteln, in denen mode vorkommt. ich sag jetzt bewusst nicht fashion sets, weil es eben keine sind. die teile, die man generell als fashion sets bezeichnet, sehen doch alle miteinander etwas anders aus als meine. aber trotzdem, ich bin guter dinge. das obere set hab ich wirklich gern. es ist verdammt spukig, und es erzählt wohl eine grausame geschichte. es besteht eigentlich voller andeutungen und irgendwann werd ich dieses set wohl verfilmen müssen.




mea culpa


mea culpa heisst meine neue kollektion auf poly. ne kollektion ist eine art ordner, in den man alles reinstapelt, was zu einem bestimmten thema passt. so ähnlich wie die tagz hier in meinem geliebten kleinen blog. jedenfalls..mea culpa..ich muss schon wieder grinsen..denn so heisst meine modekollektion, und falls ich jemals ein designer werde, was gott verhüten möge, dann heisst meine modekollektion auch so. mea culpa bedeutet auch, dass ich es eingestehe, bei vollem verstand (äh...) gegen alle grundprinzipen der mode zu verstossen und dabei auch noch spass zu haben! ich kombinier halt gern mal nietenhalsbänder mit haute couture, was soll's, niemand ist vollkommen.

das untere set ist quasi zum anwärmen entstanden. ich mag's trotzdem. auf poly muss ich am anfang immer mal ein bisschen rumspielen..bin nämlich ein wenig eingerostet. ich war ja lang nicht mehr dort, was sich ab jetzt ändern wird.

17.10.10

warum kann man nie einfach nur seine ruhe haben??

es ist nicht zu fassen. gerade entspannt man sich mal für ein paar stunden, ist das wochenende schon wieder vorbei, und so richtig ausgeruht ist man eigentlich nicht. ich könnte eine woche lang nur schlafen, vielleicht mit kleinen lesepausen. dabei hatte ich gestern frei. bin aber früh aufgestanden wegen dem termin beim friseur, und genau das bischen schlaf hätte ich noch gebraucht. egal. so schlimm ist's auch wieder nicht. ich hab nur null bock auf die kommende woche. so sieht's aus.

ausserdem ist mir ein kleines unglück passiert, als ich mir eine handvoll m&m's eingeworfen hab..kaute da so rum und es knirschte mal gewaltig..was immer ein schlechtes zeichen ist. ein kleines stück zahn ist abgebrochen und ich kann's beim besten willen nicht mehr mit superkleber festkleben, weil ich das teil verschluckt hab. war ein scherz. ich bin jedenfalls hochgradig genervt, aber wenigstens tut's nicht weh. ich muss also wieder mal zur bärtigen zahnfee, die mir überhaupt nicht abgegangen ist. und das hasse ich wirklich. zahnarztbesuche sind so das allerallerletzte, ich kann mir nix schlimmeres vorstellen.
ich werd da reingehen und schon bei der frau am empfang nach ner vollnarkose schreien. ich bin der held. vielleicht bin ich verflucht. ja, das wird es sein.
wenigstens ist heute nacht ein horrorfilm. hoffentlich lenkt er mich von meinem unglück ab...es ist immer gut, wenn man sich den totalen horror gibt, damit der eigene in den hintergrund tritt...

16.10.10

erfüllter samstag morgen

samstag morgen und gleich mal früh aufgestanden, obwohl ich heute nicht ins büro muss. es ist einigermassen grausam, am samstag vor 8 uhr aufzustehen. aber ich hatte ja ne mission zu erfüllen, nämlich diejenige, die ich schon seit wochen verdrängt hatte. die grosse haarschneide-aktion, denn ich hasse meine haare, wenn sie mir ungehemmt ins gesicht fallen. gestern abend dachte ich mir noch nach einem blick in den spiegel, dass ich locker bei the ring mitspielen könnte. einfach nur das haar nach vorne kämmen und ein weisses hemd anziehen. dann noch aus einem fernseher klettern und fertig ist der horror.

jedenfalls...gerade eben noch beim friseur gewesen. sass so da und da ich den mp3-player mitgenommen hatte, hörte ich gleich mal suicide is painless in endlosschleife. wenigstens ist es schnell gegangen. einfach nur waschen und schulterlang schneiden, dann glattföhnen, und 50 euro waren wieder mal weg. 50 euro... ist verdammt hart. aber es sieht ok aus. und weil mir gerade nach photographieren zumute war - ich photographiere in letzter zeit einfach alles - muss ich hier noch das bildchen reinstellen. das hier ist danach. ok, man sieht es kaum. könnte auch davor sein. ich steh arg da. und irgendwie sind meine proportionen seltsam. hm. sind sie sowieso, aber hier noch ärger. denn in diesem bild ist der oberkörper zu lang und zu breit und die beine sind zu kurz!! sieht man auch am spiegel, der ist oben auch breiter. und mein kopf ist zu gross.



nein, wie kann ich seltsam aussehen! ich hab die volle riesenbirne, und der rest ist auch verschoben. kommt davon, wenn man zu früh am morgen photographiert.


nachher noch zum bioladenmann auf ein gespräch und ein stück kuchen, obwohl ich mir solche dinge eher verkneifen sollte. aber was soll man machen, wenn einem jemand ein stück kuchen verehrt? nein sagen?? also, ich könnte das nicht.

ab morgen soll es eiskalt werden, sagte meine friseurin, die anscheinend auch als wetterfrosch arbeitet. es soll winter werden. hoffentlich hat sie nicht recht. es ist gerade erst herbst geworden! aber sie sah so aus, als könnte man ihr vertrauen. wahnsinn. bald wird's keinen frühling oder herbst mehr geben. nur noch sommer und winter. horrorshow!
jetzt werd ich mal mein haar geniessen gehen. jaaah...kämm...50 euronen weg. meine fresse, die verlangen fast so viel wie die kontrolleure im bus, wenn sie dich beim schwarzfahren erwischen. aber dafür gab's den wetterbericht dazu.

15.10.10


die rotunde glänzte regennass, vom mondlicht beschienen, er stand im schatten der alten schiefen häuser, darüber der mond, bleich, knochenbleich, und er lauschte, zu den alten häusern empor, zum fenster, dem einen
unter dem er schon oft gestanden, traumverloren, schlafwandelnd, voller hoffnung

er lauschte zu dem einen fenster empor, das geöffnet war, dahinter die blanke schwarze leere eines mitternächtlichen zimmers
der vorhang wehte heraus, aus dem fenster, im nachtwind, ein flügel, ein engelsflügel aus zartem spitzengewölk, flatterte im nachtwind als nebelphantom

dahinter das zimmer in mitternächtlicher schwärze
und er
voller hoffnung
im schatten verborgen


7.10.10

altes handwerk wiederbelebt...heute: papierschöpfen!



gerade eben war ich wieder mal in meinen alten photoalben unterwegs, um nach seltsamen oder bemerkenswerten bildern zu suchen und ich fand doch tatsächlich etwas, das einigermassen seltsam und ganz besonders bemerkenswert ist. es handelt sich um eine papiermacher-session, man sagt wohl papierschöpfen dazu, und da wir so etwas garantiert nie wieder machen werden, muss ich diese bilder hier reinstellen, um mich zu erinnern und wieder mal vor mich hinzugrinsen. warum wir so etwas nie wieder machen werden? wer schon mal papier geschöpft hat, kann sich vielleicht daran erinnern, dass man die abflüsse wirklich leicht mit diesem gebräu aus wasser und papierfasern verstopfen kann, und genau das ist uns passiert. manfred, um genau zu sein, denn es handelte sich um m.'s wohnung. dem machte es nicht wirklich viel aus, denn er wollte sowieso ausziehen. die verstopfung hat er mal so gelassen, wie sie war. nicht gerade das wirklich zivilisierte verhalten, ich weiss, aber wir waren jung.
wir waren wirklich extrem jung. seht euch die bilder an. ihr bemerkt sicher diesen vw käfer, und den vw bus auf dem parkplatz. alles autos, die man heute nicht mehr so oft in der stadt sehen wird. damals waren die aber recht häufig zu sehen. vw käfer und enten. ich liebte sie alle.

jedenfalls..dieser tag war wirklich bemerkenswert. es war ein wunderschöner sommertag und abend. wir hatten spass ohne ende. bis ich mir mit einer wirklich scharfen schere (einer von diesen abartig grossen) die fingerkuppe des zeigefingers meiner linken hand abgesäbelt hab. im ernst. es war der reine horror. ganz abgesäbelt war die fingerkuppe ja noch nicht, denn sie hing noch an einem hautfetzen dran. aber sie war fast weg. manfred hat mich dann hübsch verbunden und anstatt zum arzt zu gehen, sind wir dann noch zu mir gefahren, wo wir auf meine vermieterin trafen, die mich scheinheilig fragte, ob ich endlich ausziehen will. es war also nicht wirklich mein tag. oh man, jetzt erinnere ich mich wirklich an alles. verdammt. ich meine, da scannt man ein paar nette bilder, freut sich beim scannen noch tierisch, und dann sowas. nostalghia, i hate you. aber macht nix, es war trotzdem ein netter tag. ja. korrekte aktion.

hier seht ihr noch die badewanne mit den papierteilen drin. die brühe, die in den abfluss geflossen ist, hat ihn dann endgültig verstopft, und da konnte nicht mal rorax was dran ändern. diese papierfasern wirken wie beton.







hier nochmal die fertigen papers. wie gesagt: einmalige aktion, wird garantiert nie wieder wiederholt. aber ich mag die teile echt gern. papier schöpfen macht tierisch spass, und glaubt mir, die verstopfung werdet ihr so bald nicht wieder los.

die fingerkuppe ist übrigens wieder angewachsen. man hat lange zeit ne narbe gesehen, einen dünnen weissen strich, und ab und zu hatte ich kein gefühl in der fingerkuppe. ich hätte mit einer nadel reinstechen können und hätte nix gespürt. mh..hab ich gemacht, fällt mir gerade ein. aber jetzt bin ich so gut wie neu, hähä...

5.10.10

in dark city gehen wieder die lichter an

die neuigkeit des tages: boon dock rod ist wieder zurück! ich hab keine ahnung, wo sich dieser mann in der langen zeit herumgetrieben hat und ob er überhaupt im netz war, gefunden hab ich ihn jedenfalls nicht (und ich find so ziemlich jeden, wenn ich mir mühe gebe). es war wieder mal einigermassen sonderbar. gestern nacht war ich noch auf myspace und musste an ihn denken.
dort hatte er seine homebase, er hatte ein literaturblog, das sehr beliebt war. einige von euch haben sicher gecheckt, wie sehr ich diesen kerl mag. nicht nur seine gedichte, sondern alles an ihm, vor allem seine ausstrahlung. er hat sich jedenfalls mal auf myspace gelöscht. davor waren einige dinge in seinem leben passiert, die man wohl so gut wie überhaupt nicht verkraften kann. wir, also seine freunde, hatten einfach nur angst, dass er sich umbringt. er war einfach fort. ein grosser kerl wie er. ich muss gerade an den steinbeisser von phantasia denken. seht euch diese grossen hände an, sind es nicht grosse starke hände? das nichts hat sie mir einfach aus den händen gerissen und ich konnte nichts tun. dabei hab ich immer geheult. und damals, als rod so gelitten hat, war es genauso gewesen, exakt genauso. ihm sind menschen einfach nur entrissen worden. menschen, die für ihn der lebensinhalt waren. und ich bin hier in österreich gesessen und hab mitgelitten. dann wollte ich einen flug nach amerika buchen, aber rod war auf einmal weg. ich hatte angst um ihn. dachte an nichts anderes mehr. ich hab gehofft und gebetet, aber es war einfach nichts mehr da, woran ich mich festklammern konnte. rod war fort und es war ein riesengrosses schwarzes loch entstanden, das mir angst machte. den anderen ging's, glaub ich, genau gleich. wir waren so ratlos wie überhaupt noch nie.

auf myspace waren wir einige, sowas wie outsider, leute, die für eine gute geschichte alles tun. rod, john, multiplex, moi...big rod, der mann, der wie ein turm ist, ein grosser biker mit dem fragilen herz eines poeten, multiplex, das kind von hippies, das nie ein echtes zuhause hatte und immer rumgezogen ist und heute post rock mukke macht, john, der postapokalyptische airship pilot, und ich, das düstere ex spooky kid, das nie erwachsen werden wollte und es wohl auch geschafft hat. wir sind leute, die innen drin noch kinder sind, und ich dachte immer, unsere geschichte würde einfach nie aufhören, weil es sowieso für uns kein ende gibt. weil das ende auf uns vergessen hat. ich sass auf myspace rum, rannte wieder mal in dark city rum, so heisst das gebilde, das ich für mich baue, damit ich mich zuhause fühlen kann...dark city ist der ort, wo auch rod so gern war. ein gebilde aus geschichten und gefühlen. er kam oft vorbei, um in der dunklen stadt zu träumen oder einfach nur allein zu sein, durch die nächtlichen strassen zu streifen, immer auf der suche nach einem wunder, genau so wie ich. als rod weg war, war auf einmal ein eiskalter wind in den strassen. der wind ging bis ans herz. und ich hatte angst, dass mein herz erfrieren würde. es gibt einige andere, die ich sehr sehr mag, leute wie der mitlesefisch, oder die herzkönigin, oder der engelhafte mikael, aber in diesem augenblick konnte ich nicht mal an sie denken. wenn einer von ihnen einfach so fort wäre, würde es mir genau so gehen. ein riesengrosses schwarzes loch und das innerliche erfrieren. es gibt eben einige leute, die ein teil von mir sind, und wenn dieser teil amputiert wird, ist man ein krüppel.

heute nacht gehen in dark city wieder die lichter an. nicht allzuviele, denn dark city ist eine stadt, in der nicht allzuviele menschen leben. aber ich kann die lichter sehen. in manchen fensternischen steht eine weisse kirchenkerze. und in der einen bar, in dieser bar mit der neondunklen beleuchtung, gibt's heute freigetränke. und vielleicht glaubt wieder der eine oder der andere an wunder. und daran, dass das nichts, das wir alle so sehr hassen, jemanden ausgespien hat, den es nicht schlucken konnte. einen grossen kerl, der aussieht wie ein bär, einen der fragilsten menschen der welt. klar, das nichts kann mit freiheitskämpfern wie rod nichts anfangen. ich hätte wissen müssen, dass er irgendwann zurück kommt, aber die hoffnung war so schwach und irgendwann ging das letzte licht aus, wie die letzte kerze, die man noch aufbewahrt hat und die man immer sorgsam gehütet hat, um sie eines nachts auf die fensterbank zu stellen. wo sie vom grauenhaft kalten nachtwind ausgeblasen wird. man sitzt dann da, in absolut dichter, kompakter dunkelheit und kann es nicht fassen, dass dunkelheit sowas schreckliches sein kann.

gestern nacht war ich auf myspace und suchte wie ein welpe nach spuren. ich konnte es selbst nicht mehr verstehen, und der ausdruck welpe stimmt wirklich. so'ne art treue, und die geht wohl auch über den tod hinaus. ich dachte daran, dass rod wohl tot wäre, und hoffnung hatte ich keine mehr, ihn jemals in diesem leben wieder zu treffen, aber ich war wieder dort, wo er früher gern war und suchte nach spuren. fand keine. ging schlafen, mit diesem schmerz innen drin, für den es keine erklärung und schon gar keine heilung geben kann, und heute, als ich vom büro heimkam, fand ich auf facebook eine message von rod. er war mal früher auf fb, aber er hat den account nie genutzt, er war nur angemeldet. eigentlich dachte ich, er hätte den account gelöscht. er hat nur nen kurzen gruss dagelassen. eine zeile auf meiner wall.
erinnert mich ein bisschen an figurehead. taucht wieder auf, kommt vom schienenlaufen und muss erstmal schlafen. er wirkte total müde. aber er ist da und er lebt! nachher hab ich gemerkt, wie müde ich selbst bin und ich hab bis jetzt geschlafen. es ist jetzt nacht und ich bin hellwach, fühle mich aber, als würde ich träumen. ich hab doch tatsächlich nicht umsonst gehofft. obwohl die hoffnung schon sehr klein war am schluss, und dann auch ausgelöscht wurde, war es nicht umsonst. ich kenne sowas nicht. also, dass man wirklich jemanden zurückbekommt, den man verloren und vermisst hat. normalerweise ist es ja so, dass man diese leute irgendwann nicht mehr so stark vermisst und nach einigen jahren denkt man nur noch ganz selten an sie. aber was ist an uns schon normal?

jedenfalls..das sind die heutigen neuigkeiten. und heute ist ja schon morgen bzw. es ist doch tatsächlich schon nach mitternacht. ich werd mal nach dark city laufen und mich in nen dunklen hauseingang setzen, dort eine rauchen und mich wieder mal unbeschreiblich gut fühlen, wie in einem roman oder nem film noir, und wenn ihr möchtet, dann kommt vorbei. ihr wisst ja, wo ich zu finden bin. zieht euch aber warm an. der wind in d.c. ist kalt, noch immer. nur dringt er nicht bis ans herz. sollte es uns zu kalt werden, gibt es noch immer diese bar, ihr wisst schon...

ein wilder garten



wenn man an diesem grundstück vorbeigeht, sieht man grün. grün in allen schattierungen, pflanzen in allen arten und formen. alte bäume, die früchte tragen, manche liegen auf der wiese. hoffentlich kommt bald jemand aus dem haus und nimmt sie mit. die äste sind schwer von früchten. mir sind auch die vielen beerengewächse aufgefallen. man kann sich von diesem anblick nur schwer lösen und einfach weitergehen, es gibt zu viel zu entdecken. wie dieser kleine, alte apfelbaum mit seinen roten früchten.
ganz hinten habe ich weisse sessel entdeckt. es muss schön sein, in diesem garten zu sitzen und sich einfach nur umzublicken. ein bisschen landleben mitten in der stadt.

am wegesrand



wild wucherndes gewächs späht über einen zaun. ich denke an einen wilden garten, der gedanke lässt mich lächeln. obwohl man immer versucht, die natur so gut es geht zu domestizieren und ihr die wildheit zu nehmen, lässt sie sich nicht auf dauer einsperren. dieses gewächs ist jedenfalls wunderschön und ich bin sicher, dass es den kommenden winter überdauern wird. nächstes jahr wird es noch grösser sein...

3.10.10

nicht-geburtstag



alles gute zum nicht-geburtstag! eine kleine palme schmückt sich mit feenlichtern und der tag ist gleich halb so grau.

24.9.10

jemand sucht sie, doch sie waren gut versteckt

504 Connect to mermaids.vampyreplanet.net:80 failed: SOCKS error: host unreachable.

jemand sucht die meerjungfrauen am vampyreplanet. weisst du, es gibt sie noch. vielleicht haben sie sich nur besser versteckt, aber man findet sie auf der ganzen welt. sogar am vampyreplanet.

für dich, anonymer leser meines kleinen blogs, der die meerjungfrauen im netz sucht:
eine kleine geschichte aus atlantis.


der seiltänzer

das mädchen im blauweissen shirt sitzt stundenlang in derselben position und blickt aufs meer hinaus
am gang lehnt ein junger mann an der halboffenen tür seines abteils und sieht den möwen zu
seine zigarette verglüht hinter ihm unbeachtet zu asche
der lokführer hält eine antike seefahrtskarte in der hand
er blickt sinnend auf den blankpolierten kompass
schaltet die geräte ab und lehnt sich zurück
grünes meerwasser spritzt auf die scheibe

ein buntgewandeter seiltänzer tanzt 10 meter über der meeresoberfläche
die enden des seils verschwinden im dunst am horizont
was für ein schöner anblick das ist, murmelt schläfrig eine alte frau am fenster
ich wollte ihn doch immer noch einmal sehen
er verneigt sich leicht, während sie ihm leise applaudiert



hier findest du mehr über die meerjungfrauen. und über atlantis. guck einfach beim trans atlantis express rein. und fahr ein stück mit, oder fahr bis zum ende mit..wie du möchtest.

http://darkcity.vampyreplanet.net/index.html

das verlassene chinarestaurant



ein verlassenes chinesisches restaurant in der nachbarschaft. das gebäude ist wirklich seltsam, bzw. das gefühl, wenn man daran vorübergeht. manchmal fühlt man sich beobachtet, aber es ist kein schlechtes gefühl. vielleicht spukt es dort. wenn ja, dann ist es kein spuk, vor dem man angst haben muss. ich liebe dieses haus mit den beiden steinernen löwen, die davor sitzen. es kommt sogar in einigen meiner kurzgeschichten vor.

heute um 6 uhr morgens



es fällt mir schwer, um diese zeit aufzustehen und in die kälte rauszugehen, obwohl die stimmung so schön ist. es ist schon richtig herbst geworden, und die frühen morgen gleichen der nacht. dass man gerade auf dem weg zur arbeit ist, ist surreal. am liebsten würde man entweder gleich wieder ins bett gehen oder einen dieser langen spaziergänge machen, die man nur dann unternimmt, wenn man unendlich viel zeit hat.