15.6.11
city of devils
vielleicht war unser einziges bestreben geworden, dem schmerz auszuweichen. möglichst wenig schmerz zu absorbieren, ja, ihn ganz zu umgehen. dass da irgendwann mal etwas war wie gemeinsames erleben, lachen, reden, teilen...undenkbar. dass da mal etwas war, das nicht vorbelastet war. wir taten unser bestes, ein leben zu führen, das möglichst angenehm war. aber seit jeder von uns versuchte, so wenig schmerz wie möglich zu erleben, fügen wir den anderen um uns umso mehr schmerz zu. genau den schmerz, den wir nicht in unserem leben wollten, und noch ein bisschen mehr. dem anderen gönnt man ja doch mehr als sich selbst. oder? so kam es dann, dass es schlimmer wurde, als wir es uns jemals dachten. und ist es nicht so, das sogar der teufel selbst von uns lernt, jeden verdammten tag?



früher musste ich nur flüstern und jemand hörte mich. du lachst auf eine art, die mich schockiert. kannst du nicht mehr schreien und musst statt dessen lachen?
doch, ich kann schreien. muss ich ja. sonst hört mich niemand mehr. früher, wie gesagt..
früher war mal.
warum vergeht alles, was wichtig war und nur die scheisse bleibt?
vielleicht sind wir menschen doch ein verfluchtes volk. wir sollten alt zur welt kommen und dann immer jünger werden. am ende spielen wir nur noch. könnte man dann besser ertragen, das leben und alles, was man verliert. wenn man sich am ende nur noch für spielzeugautos und legosteinchen interessiert. aber so, wie es ist, ist es grausam.

glaubst du, dass uns irgendwer liebt?

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