26.8.11

morgen noch...

morgen ist der letzte arbeitstag der längsten und heissesten woche des jahres. vielleicht ist sie nicht wirklich die längste woche, aber sie fühlt sich auf jeden fall so an. lang und heiss und grauenvoll. aber auch nette momente. wie zum beispiel die tatsache, dass ich mir jetzt immer die abende frei nehme (sonst arbeite ich dann oft), und was nettes mache. gestern habe ich mir lemony snicket angehört. der seufzersee, während es langsam kühler wurde und der himmel sich verdunkelte. was ich auch immer sehr geniesse, ist es, die füsse in einen eimer kühles wasser zu stellen. manche tun eiswürfel rein, was ich nicht wirklich haben muss. aber ein bisschen lavendelduft oder sonst etwas erfrischendes, lemongrass zum beispiel, kann man schon ins wasser geben. ich hab die woche bisher recht gut überstanden. die temperaturen waren oft beängstigend, vor allem an der bushaltestelle. die strasse wird noch dazu aufgerissen, alles ist eine einzige baustelle und ich darf noch länger als sonst auf meinen bus warten. in der prallen sonne. mineralwasser ist zwar immer dabei, aber es schmeckt grausig, wenn es warm wird. heute dachte ich daran, einen teebeutel mitzunehmen und ihn in mein heisses mineralwasser zu tun. dann könnte ich an der bushaltestelle tee trinken.

in wien hatte es vorgestern 41 grad. ich denke, wir sind hier nicht weit darunter. 38 grad hatte es schon mal, das weiss ich. vielleicht wird es ja noch heisser. heute soll der absolute hitze-höhepunkt sein, aber irgendwie bin ich abgehärtet und erwarte das heisse wetter mit kühler gelassenheit. so soll es auch sein. wir mutieren manchmal zu pseudo-engländern, die zwar ununterbrochen über das wetter reden, es aber ansonsten beachtlich gut wegstecken. sie sind immer auf alles vorbereitet. nichts erschüttert sie und sie können in jeder lebenslage tee trinken, auch wenn es an der bushaltestelle neben einer baustelle ist, aus der die hitze flirrt und sonderbare männer mit knallroten köpfen sich mit einer verbissenheit in die erde wühlen, die schon bewundernswert ist.

jedenfalls...das ist das letzte aufbäumen des sommers, wieder einen überstanden, wieder mal der held des alltags; der nachtschatten, der sich nicht mal bei praller mittagssonne auflöst. darauf heb ich heute einen.

23.8.11

kein wetter für meerjungfrauen
















es ist seit ein paar tagen fast unerträglich heiss in der stadt. am land wäre es besser, obwohl es dort auch über 30 grad hat..aber hier hatte es gestern 36 grad. bei solchen temperaturen weiss man nicht, was man tun soll, um den drohenden kreislaufzusammenbruch zu verhindern. wasser trinken hilft nur begrenzt. mir hilft immer, wenn ich einen eimer wasser vor mir stehen habe und die füsse reinstellen kann. nur mach das mal im büro. am allerallerschlimmsten ist es, wenn ich zur bushaltestelle gehe, besser gesagt, mich dorthin quäle, und wenn mir der bus wie so oft gerade davongefahren ist. das elende warten in der prallen sonne macht mich so fertig, dass ich den restlichen tag fast wie durch einen nebel wahrnehme. ich hatte gestern fieber, vorgestern auch. heute nicht, aber wer weiss, wie lange es noch dauern wird und ich häng wieder so rum. ehrlich, ich hab absolut genug davon. und ich wär jetzt so verdammt gern in cornwall. darf nicht dran denken, sonst fang ich an zu heulen. als wir voriges jahr dort waren, hatte es hier um die 35 grad und in cornwall herrliche 20 grad. und 20 grad war der absolute höchstwert. und es gab wasser ohne ende, nicht wie hier im eimer, in den man seine füsse reinstellt, sondern das korrekte meer, und es war immer wind vom meer her. ok, das war nicht wirklich angenehm, aber immerhin besser als dieser scheiss hier. wenn das länger so weitergeht, geh ich noch drauf.

wenigstens ist mom morgen hier und kommt mich mit dem auto vom büro abholen. und das ist herrlich gekühlt. irgendwann werden wir hier nicht mehr ohne klimaanlagen auskommen. das klima wird wahrscheinlich genauso wie in australien. ich kann ja sowas von drauf verzichten.
nächstes jahr muss ich wieder für länger ans meer--


vor kurzem war endlich wieder mal ein interessanter film über eine meerjungfrau im fernsehen. er heisst rusalka (alisa, das meermädchen). ich war zwar wirklich müde, als ich ihn guckte, bin aber mit der zeit immer munterer geworden. es liegt vor allem an der hauptdarstellerin, die eine so süsse göre ist, dass man sie automatisch tierisch lieb gewinnt. dann noch die sonderbare story. der schwarze humor. aber dann: das bescheuerte ende..soll wohl auch schwarzhumorig sein, aber ich hasste es (und das war wirklich das einzige, was ich an diesem film gehasst habe. trotzdem, ein ende ist total wichtig und dieses hier...mh...war nicht mein ding). wer den film noch nicht gesehen hat und vorhat, ihn sich anzuschauen, der soll das video nicht angucken, das ich hier reinstelle. ist ein arger spoiler. diesen film sollte man sich angucken, unbedingt! trotz ende! alisa mit grünen haaren sieht so extrem nach punk aus und eher zweitrangig nach meerjungfrau (der ausdruck meermädchen ist irgendwie niedlicher, finde ich).

man denkt daran, wie man selber früher drauf war. also, zumindest mir ist es so gegangen. ich wollte immer diese grünen haare, exakt dieselben wie sie. und vielleicht dreads, aber musste nicht sein. hauptsache grün. dieses grün, das alisa trägt. einige punks hatten dieses grün, und dann gab es noch ein vollkommen vergammeltes violett, besser grauviolett, das ich auch sehr geliebt habe. und ich mag ihren namen. alisa..der name ist genial. alisa ist ein cooler name für ein cooles gör, das einfach nur ein wunderwesen ist. ich kenne ein paar leute, die genauso sind wie sie. :) solche wesen liebt man und darum hasse ich das ende des films. es sollte noch mal gedreht werden, damit es dann endlich zu ihr passt.


21.8.11

das seltsame grabmal

nur der verwitterte stein und eine niedrige einfassung aus bräunlich rotem metall lassen erkennen, dass es sich hier um ein grab handelt, das schon lange nicht mehr besucht wird. wahrscheinlich gibt es auch niemanden mehr, der es besuchen könnte. es stammt aus einer zeit, in der man über die gestaltung von grabmälern noch bescheid wusste. der dunkle, unbehauene stein stellt in seiner einfachheit den perfekten sockel für die beiden statuen dar, die ihn krönen und die in detailreicher feinarbeit aus demselben dunklen stein gemeisselt und geschliffen wurden, nur dass der stein hier schimmert wie blank poliertes metall.

einem spaziergänger, der seinen blick oberflächlich über die gräber schweifen lässt, wäre eventuell die aussergewöhnliche haltung der figuren ins auge gestochen, er hätte sie jedoch für engel gehalten und wäre, ohne ihnen einen weiteren blick zuzuwerfen, an ihnen vorübergegangen. niemals hätte er entdeckt, dass es sich bei den beiden figuren um etwas aussergewöhnliches handelte, etwas dunkles, dunkler als engel je sein könnten.

und noch etwas an ihrem anblick stimmt befremdlich, wenn man sie näher in augenschein nimmt: der besonders gute zustand, in dem sie sich befinden. während der grabstein, auf dem sie stehen, einen hohen verwitterungsgrad aufweist, findet man bei ihnen auch bei näherer untersuchung keine spur von korrosion, obwohl regen, wind und wetter sie durchaus in mitleidenschaft hätten ziehen müssen.

einander zugeneigt, den blick jedoch nach unten auf den stein gerichtet, scheinen sie im tanz zu erstarren, wie vitrifiziert, wie von einem bann oder zauberspruch festgehalten, mit der bestimmung, ewig zu musizieren, zu tanzen, einander zu umspringen.

eines hält eine panflöte in der hand und bläst mit vollen backen hinein, das andere spielt ein zupfinstrument, das einer leier ähnelt. sie scheinen einander im kreis zu umtanzen. obwohl ihr oberkörper der von jungen männern ist, gleichen sie von der taille abwärts jedoch ziegenböcken...

die unendlichkeit der schnecken

eine schnecke zieht eine breite silberne spur über den stein. die spur glänzt im mondlicht wie ein weisser opal. die schnecke wirkt geheimnisvoll, wie sie da entlang gleitet.

vielleicht entfalten sie in aller heimlichkeit ihr inneres geheimnisvolles wesen.
plötzlich erscheint mir einiges klarer. warum sich nur bei stille und an versteckten orten wahres leben entwickeln kann, prächtig und mysteriös. ein wenig furchteinflössend, denn irgend etwas im zentrum dieser geschöpfe ist unendlich und jedes weiss mit bestimmtheit, was es zu tun hat.

man beobachtet diese geschöpfe und sinniert darüber, ob ihr handeln zielgerichtet ist, ob eine schnecke z.b. weiss, wohin sie geht oder ob zufall ihr handeln bestimmt. doch in diesem augenblick verstehe ich, dass der zufall nicht existieren kann. ein uhrwerk, das von anbeginn der zeit fehlerfrei funktioniert, zahnräder, die ineinander greifen und einander bewegen, das real existierende perpetuum mobile, ja, es ist möglich!
doch so einfach diese erkenntnis auch ist, so ist sie doch vielen menschen verborgen geblieben.

17.8.11

ganz fiese reisepreise

die grosse frage des tages: 357 euro oder 29 euro? wieviel bezahle ich freiwillig für die anreise nach prag? und wo sind die vor-und nachteile?
also den grössten vorteil sieht man eh sowieso gleich. man spart sich über 300 euro. was schon mal relativ surreal ist (aber es ist dennoch die realität...so läuft es hier auf dieser chaotischen welt).

die 357 euro müsste ich natürlich für einen aua-flug ausgeben. erstens kann ich unsere inzwischen schon verblichene und von lufthansa aufgesaugte fluglinie überhaupt nicht leiden. bei uns in österreich gibt es eine weisheit, die von einer generation auf die nächste übertragen wird, und die lautet: egal, womit du fliegst, sei sicher, dass es sich nie um die aua handelt. obwohl das ding jetzt ein teil der lufthansa geworden ist, hasse ich es immer noch. ich bin österreicher und wir sind seltsam. und die preise? die sprechen ja wohl eine sprache für sich. ich würde dann economy fliegen und müsste in wien umsteigen und wahrscheinlich noch dazu lang warten.

die 29 euro wären für eine bahnfahrt von graz nach prag. normalerweise mag ich bahnfahren nicht so besonders, aber irgendwie ist mir das jetzt auch schon egal und ich möchte mich einfach überraschen lassen. bin nämlich noch nie von graz nach prag einfach durchgefahren. früher mussten wir in wien umsteigen, aber jetzt scheint es auch so zu gehen. über wien und brünn nach prag. direkt. wenn man nur nach brünn fährt, bezahlt man 19 euro. was der absolute killerpreis ist. ich werde zwar von halbsechs am morgen bis ca. ein uhr mittags unterwegs sein, aber das schreckt mich gar nicht. ich werd mir ein interessantes dickes buch zulegen und dann werd ich es wahrscheinlich auslesen.

m. bleibt daheim, der muss arbeiten, und ich treffe peggy in prag. denke mal, wenn ich mir über 300 euro nur für die anreise spare (übrigens wäre das nur der hinflug gewesen), dann kann ich in prag umso mehr ausgeben. hab von einem laden namens michal negrin gehört. ach. du. scheisse. was für wunderbare sachen. aber wer weiss, ob da meine gesparten 300 euro nicht nur ein tropfen auf dem heissen stein sind. na, mal sehen :) dann kleb ich halt nur an ihrem schaufenster.

http://www.michalnegrin.com/

15.8.11

La la la la la l'amour l'amour

shine wirft eine neue cd ein, sie ist schwer zu beschreiben. so schwer, dass seine gehirnwindungen rauchen und seltsame dinge hinter seinen augen auftauchen. gestalten aus den achzigern, die ganz seltsam nach plastik aussehen. männer mit dunklen sonnenbrillen, die bunte cocktails trinken und unauffällig-auffällig nach ihren pistolenhalftern unter den dinnerjackets tasten.
sie stehen alle an der poolbar rund um eine frau, die rotes leder trägt. eine rote lederjacke, darunter trägt sie nichts oder nur einen winzigen bikini, und knallrote highheels. ihr gelber seidenschal flattert im sommerwind. sie greift sich ihr akkordeon und wendet sich der in-crowd zu, die um den pool lagert, und beginnt zu singen. sie singt in englisch mit leichtem französischem akzent. ihre stimme ist manchmal glasklar, manchmal leicht rauchig.

La la la la la l'amour l'amour
La la la la la l'amour
yes it was hot and the sun was high
i was sinkin' into a sigh
by the sea i saw you
with your blue eyes
jus' like the sky was true
But you left me when the sun went down
An' did forever jus' forget to come round
And all the pain i feel
Makes it all so real
You went away
La la la la la l'amour l'amour
La la la la la l'amour
La la la la la l'amour l'amour


sie stolziert wie ein pfau einen steg entlang, der über das wasser führt. am rand des pools zucken blitzlicher, paparazzi in knallbunten hawaiihemden prügeln sich um die besten plätze, doch sie bleibt davon völlig unberührt. auch der mann, der am anderen ende des stegs mit einem strauss roter rosen auf sie wartet, wird von ihr ignoriert. plötzlich taucht ein helikopter auf, eine strickleiter wird herabgelassen und sie stellt das akkordeon ab, greift sich
mit einer hand die strickleiter, winkt mit der anderen den leuten am poolrand zu.

einen augenaufschlag gönnt sie ihnen noch, einige cocktailgläser zersplittern, die scherben glittern in der sonne wie juwelen. ein bodyguard kniet am boden und hat die hand auf sein herz gepresst, ein anderer hat die sonnenbrille abgenommen. tränen strömen über sein sonnengebräuntes gesicht. die anderen stützen ihn, er wirkt gebrochen. dennoch wirft er ihr noch einen letzten kuss zu, den der wind davonträgt. ihr sommerlachen verweht wie der wind, der nur noch die kristallblaue wasseroberfläche berührt und dann mit ihr in den himmel verschwindet. nur der hauch eines sündteuren parfums bleibt zurück, und hängt wie ein rosiger dunstschleier über dem champagnerkristallwasser des pools, was doch einigermassen erstaunt.

shine fährt rechts ran, denn er kann vor lachtränen nichts mehr sehen. das abbild der gebrochenen in-crowd, die sich nun dem alkohol und widernatürlichen orgien hingibt, schwebt wie ein leichter seidenschal durch sein gemüt, er kann nicht mehr aufhören, gleichzeitig zu lachen und zu weinen. dieses parfum, das noch einige stunden über dem champagnerkristallblau hängt wie eine dunstglocke und ihr leichtes sommerlachen. er krümmt sich zusammen. just this light touch of summer madness, keine droge kann hier mithalten. das ist der weltuntergang, aber dass der so viel spass macht....


ein mitbringsel aus der archangel bar..gepostet an einem sommer, ähnlich wie diesem...



http://youtu.be/5olxr2p-vWo

10.8.11

die läuterung des rasenden roland

die frühen morgen sind jetzt schon wieder so richtig kalt. man könnte gerade an diesen tagen den ominösen und von vielen nicht richtig geschätzten übergangsmantel oder gar den staubmantel überwerfen, wenn man zu denen gehört, die mäntel zu jeder jahreszeit tragen. diese menschen gibt es. es gibt leute, die im sommer, sogar im hochsommer, mäntel aus dem kleiderkasten zaubern, bei denen unsereiner die ohren anlegt. es sind nicht gerade die kleidungsstücke, die unsereiner tragen würde, aber egal. interessant sind diese mäntel und ihre trägerInnen allemal. es handelt sich um diese gattung mensch, die für alle anlässe das passende seidentuch parat hat. denke ich. da ich nicht zu dieser gattung mensch gehöre, kann ich es nicht wissen. ich besitze nur 4 seidentücher. dafür von hermès. kann man sich auch klasse in die haare knoten oder als gürtel verwenden. und sie überleben das alles, und sie passen auch jungen punkerInnen/gothInnen und allem anderen, was sonst so rumkreucht, und leute, hermèstücher sind scheisse teuer, aber wer sich ein computerspiel leisten kann, der wird sie sich wohl kaufen können.

alles ansichtssache, sagte mal ein freund von mir, der steampunk mit dem permanenten drang, sich die welt per heissluftballon oder anderen aber bitte immer stilsicheren fluggeräten von oben anzusehen, es ist ansichtssache, aber bitte versuch alles von oben her zu betrachten. gut. man könnte jetzt davon ausgehen, dass er gerne den leuten auf den scheitel guckt und sich dabei über sie erhaben fühlt. eine art arroganz desjenigen, der weit oben im himmel über den dingen schwebt. prachtvolle vorstellung. gottgleich fast. lasst uns seinem beispiel folgen. das reisen per heissluftballon dürfte ein sehr langsames reisen sein, und solche langsamen stunden sind kostbar. langsames essen anstatt irgendwelche sonderbaren scheusslichkeiten aus sämtlichen mc drecks der welt in sich reinzustopfen, sich langsam ankleiden anstatt in die klamotten zu fallen, die man am abend zuvor vors bett gelegt hat (ok, ich greife nun mir selbst an die nase und gelobe besserung), langsam und aufmerksam reisen anstatt sich wie ein rasender roland auf die autobahn zu schwingen und alle mitbenutzer der strasse abzustrafen, die das pech haben, weniger pferdestärken unter dem von mc dreck geformten hinterteil zu haben. wir sollten uns bemühen. ach was, bemühen reicht ja nicht, ich weiss das, ich kenne mich zu gut. man sagt so locker dahin...ich bemühe mich, dieses und jenes zu tun und was macht man ausser schöne worte zu klöpfeln und atemluft zu verschwenden? gar nix. man lebt so weiter wie zuvor. das darf aber nicht sein.

schwören wir uns, dass wir das leben anders wahrnehmen werden als zuvor. dass wir bewusst und langsamer leben und alles mit der liebe betrachten, die die lebewesen und dinge um uns verdienen. vielleicht werden auch wir dann ab und zu auf diese weise betrachtet, voller liebe und verständnis, vielleicht sogar bewunderung *lechz*, aber auf jeden fall aufmerksam. man nimmt uns wahr!!! was bedingt, dass wir auch denjenigen wahrnehmen müssen, der uns wahrnimmt.

4.8.11

der heutige tag hat mir wieder mal bewiesen, wie schnell es passieren kann, dass ich von einem extrem ins andere kippen kann. zwischen gut drauf und völlig zerstört sein liegt nur ein augenblick und alles war wie aus glas und alles schmerzte
ich schlafe zu viel, die kopfschmerzen gehen auch nie weg und dieses t-shirt-tier, das ich nähen wollte, aus einem ausrangierten kratzigen shirt, hab ich auch noch nicht begonnen. das shirt hat sich wieder in eine der vielen kisten mit kreativ-material verzogen und mich mit einem schlechten gewissen zurückgelassen
wenigstens kann ich mir etwas für den sonntag vornehmen. am besten wäre es, wenn es regnen würde. kratzige t-shirt-tiere entstehen am besten bei regen. jetzt weiss ich auch, warum es diesmal nicht geklappt hat. es war zu sonnig.

1.8.11

heutige ausbeute



gerade frisch geerntet: meine lieblingsäpfel, zwetschgen und ringlotten und unterwegs noch eine handvoll brombeeren genascht. alles auf meinem weg von büro nach hause gefunden. momentan bestehe ich fast aus obst. und so ein ostsalat ist das perfekte dessert, vor allem, wenn man sich überraschen lässt, wie er diesmal aussehen wird. es macht eindeutig mehr spass, obst selbst zu ernten, als es im bioladen zu kaufen. es ist vor allem in der stadt wunderbar, so, als wäre die ganze stadt plötzlich lebenswerter. darum mag ich auch guerilla gärtnern so gerne, aber nicht diese seed-bombs, die man einfach über die zäune wirft und sich nachher nicht mehr um die pflanzen kümmert (find ich total blödsinnig), sondern das anlegen von echten gärten, die auch von nutzen für die menschen sind. ich denke, gemüse und obst sind wichtiger als irgendwelche blümelein, die zwar schön sind, aber wahrscheinlich eh eingehen, weil niemand kommt, um sie zu pflegen. ein community garden ist wohl das beste, was man zusammen in der nachbarschaft machen kann. und jeder darf sich nehmen, was er braucht, auch fremde (klar).



a propos guerilla: in wien haben sie mitten im zentrum hanf angesetzt, wahrscheinlich in ner guerilla-aktion. die polizei war schon dort zum ernten. man tippt aber auf vogelhanf. trotzdem einigermassen witzige aktion. nur schade um den hanf.