21.8.11
die unendlichkeit der schnecken
eine schnecke zieht eine breite silberne spur über den stein. die spur glänzt im mondlicht wie ein weisser opal. die schnecke wirkt geheimnisvoll, wie sie da entlang gleitet.

vielleicht entfalten sie in aller heimlichkeit ihr inneres geheimnisvolles wesen.
plötzlich erscheint mir einiges klarer. warum sich nur bei stille und an versteckten orten wahres leben entwickeln kann, prächtig und mysteriös. ein wenig furchteinflössend, denn irgend etwas im zentrum dieser geschöpfe ist unendlich und jedes weiss mit bestimmtheit, was es zu tun hat.

man beobachtet diese geschöpfe und sinniert darüber, ob ihr handeln zielgerichtet ist, ob eine schnecke z.b. weiss, wohin sie geht oder ob zufall ihr handeln bestimmt. doch in diesem augenblick verstehe ich, dass der zufall nicht existieren kann. ein uhrwerk, das von anbeginn der zeit fehlerfrei funktioniert, zahnräder, die ineinander greifen und einander bewegen, das real existierende perpetuum mobile, ja, es ist möglich!
doch so einfach diese erkenntnis auch ist, so ist sie doch vielen menschen verborgen geblieben.

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