28.11.11
der erste frost des jahres




















gestern früh am morgen. unterwegs ins büro. manchmal arbeite ich auch am wochenende, aber selten. wenn ich den märtyrer in mir spüre. diesmal war ich froh, dass ich mich geopfert habe. die gegend um unser büro ist ein sogenanntes kälteloch. während bei mir zuhause stinknormales, einigermassen nebliges herbstwetter herrschte, aber keine spur von frost zu sehen war, befand sich drausen vor der stadt eine art verfrühtes winterwonderland. die stimmung war surreal, wie in einem geisterfilm, aber keinem europäischen oder amerikanischen, sondern eindeutig ein asiatischer. ein subtiler geisterfilm, der ohne diese kranken schock-elemente auskommt, sondern eher auf feine details wert legt. manchmal glaube ich an geister. wenn ich allein unterwegs bin und ich weit und breit keine lebenden menschen treffe, und wenn sogar von tieren keine spur ist, dann fühle ich manchmal etwas archaisches. eventuell eine art sechster sinn. normalerweise braucht man diese art von wahrnehmung nie. wofür soll sie auch gut sein? ist ja eher unpraktisch.






in dieser umgebung fallen mir manchmal meine geschichten ein. ich denke sie mir aus, wenn ich langsam durch die gassen gehe und ein bisschen mehr zeit habe als sonst. am wochenende zum beispiel, und vorzugsweise im herbst und winter. frühling geht auch noch. nur im sommer bin ich zu nichts zu gebrauchen. am besten man sperrt mich im sommer in einen kasten oder eine truhe/ die kühltruhe vorzugsweise und lässt mich erst wieder heraus, wenn der herbst vor der tür steht.

was allerdings auch keine antwort auf die frage gibt, ob es geister wirklich gibt.^^ vielleicht sollte man nicht so viel fragen, sondern bestimmte dinge einfach so akzeptieren, wie man sie gerade wahrnimmt.

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