10.3.12
der grosse zeitsprung und ein kleines bisschen jetlag
heute war es soweit. ich hatte meine computer-einschulung im büro. und da ich gestern den blade runner gleich zwei mal hintereinander geguckt habe, war ich doch ein bisschen daneben. ausschlafen wäre schön gewesen, aber seit einigen wochen gehört der samstag im büro ganz mir. hurra. mich wundert ja, dass mich meine nächtlichen aktivitäten nicht noch mehr kraft kosten, aber anscheinend bin ich ein recht gesundes kerlchen und kann mir solche kleinen exzesse leisten.

jedenfalls: die computer-einschulung..es geht darum, dass wir lektoren nicht mehr dürfen, wie wir wollen. lektüre aus papier wird es bald nicht mehr geben, und gelesen wird auf dem monitor. so wie wir gearbeitet haben, war es anscheinend im mittelalter üblich, denn alle, die uns bisher besucht haben, waren ziemlich entsetzt von uns und unseren methoden. bisher haben wir unsere stichwörter einfach aufgeschrieben und auf die wände gepinnt. und wir haben noch immer echte magazine und zeitungen und ein riesengrosses, staubiges archiv. das alles gibt es in ein paar wochen nicht mehr. ziemlich traurig. muss ich zugeben und leider fühle ich den verlust jeden tag ein bisschen mehr. obwohl ich sicher nichts gegen computer und die damit einhergehende erleichterung der arbeit habe, merke ich doch, dass bei uns eine ganz bestimmte atmosphäre verschwinden wird, und das unwiderbringlich.

die schulung heute behandelte grundlegende dinge...wie man mit dem neuen programm umgeht. was dieses programm überhaupt bezweckt und kann. hm. es wird wirklich kein lesen mehr geben. eher eine art auswählen der vor-selektierten artikel (eine selektion der selektion sozusagen), die man dann formatieren und in pdf umwandeln muss. und die danach gleich automatisch sortiert und den kunden geschickt werden. ok, fiel mir leicht. computer sind eh mein ding und dann war das ganze ja auch nicht allzu schwer. das war es nicht.

wir sind also im jahr 2012 gelandet. euphorisch kann ich weiss gott nicht sein. aber es könnte schlimmer sein. wenigstens kapiere ich das programm und kann mich umstellen. hoffentlich schaffen das alle kollegen. hoffentlich.

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