29.1.15



She doesn’t seek peace; she seeks poetry and that storms a war in her mind.

(VàZaki Nada)





MATER SUSPIRIA VISION - VOICES (2015, Official Video, Antropophagus LP)






Directed by Cosmotropia De Xam. Starring Aura. First single from ANTROPOPHAGUS (LP/CS/CD/DIGITAL) Phantasma Disques PD-LP-023 / JAPAN CD / Cassette /


Digital Pre-Order start 19th january 2015
pre-order via phantasmadisques.bigcartel.com (shipping march 2015)

follow Mater Suspiria Vision on Facebook facebook.com/Matersuspiriavision

23.1.15

grüner kristall


"was bedeutet das meer für dich?", hatte sie gefragt und er hatte sie perplex eine zeitlang nur angesehen, so spontan war die frage gekommen, mitten beim dessert. sie waren essen gewesen, es war ein gelungener abend gewesen, mit kerzenlicht und allem, was dazugehörte. als das dessert vor ihnen stand, hatte er zugelangt wie ein firmling, obwohl er überhaupt keinen hunger mehr verspürte, sie aber hatte eine zeitlang aus dem fenster gesehen und vor sich hingesonnen. gar nicht ihre art. bei süssigkeiten konnte gerade sie sich nicht lang zurückhalten, aber sie war dagesessen, hatte ihr spiegelbild in der scheibe betrachtet, und sie hatte überlegt. lange überlegt.


sie hatte ihn danach merkwürdig angesehen. ein anflug von melancholie lag auf ihrer stirn, und sie hatte traurige augen, die im licht der kerzen sehr dunkel waren. man konnte das bernstein in ihren augen gar nicht mehr sehen, so dunkel waren sie plötzlich geworden. er verstand die frage wohl, aber nicht den grund für ihre plötzlich auftretende traurigkeit. der abend war vergnügt gewesen, sie hatten viel gelacht und bestens gegessen, als warum sollte sich ganz plötzlich ihre stimmung ändern? mit einem schlag. als würde eine kalte, traurige welle über sie hereinbrechen, sie überschütten mit grünem kristall.
wie kam er auf diesen ausdruck? grüner kristall.
kalter grüner kristall mit winzigen luftbläscheneinschlüssen, wie glas, dickes, schweres grünes glas, etwas, das den blick bannt. etwas faszinierend schönes. altes. uraltes.
"wer kennt den anderen schon wirklich", hatte er gedacht und eine leichte gänsehaut hatte sich auf seinen unterarmen gebildet. man lebt mit einem menschen jahrelang zusammen, aber dass man ihn dann kennen würde, kann man nicht wirklich behaupten.
er versuchte, auf ihre frage, die neue stimmung einzugehen, er dachte an den ozean und dass er ihm viel bedeuten würde, ja, aber nicht so viel wie ihr, das konnte er schon jetzt sehen. dass sie mit seiner antwort nicht wirklich zufrieden sein würde.


als er von seiner kindheit erzählte, dass er mit seinen grosseltern immer am meer urlaub gemacht hatte, als die familie noch grösser war - er hatte tatsächlich gesagt, als wir noch alle beisammen waren, neigte sie den kopf, so leicht, beinahe unsichtbar, als würde eine königin einem von ihren untertanen zuhören und ihn auch verstehen, obwohl er ihr hemmungslos unterlegen war, aber sie nahm seine worte entgegen. lächelte. das traurigste lächeln der welt, dachte er, als wäre jemand gestorben und man würde sich an ihn erinnern, bei gesprächen und einem glas wein, als gelte es, einem geliebten verstorbenen seine aufwartung zu machen, ihn noch einmal zu fühlen, seinen geist, seine aura, bevor man ihn wieder gehen liess, bis zum nächsten mal.
die gänsehaut hatte sich inzwischen schon auf seinem rücken breitgemacht.


die leute im lokal hatten begonnen, sie anzustarren. auf eine merkwürdige art und weise. seine frau war sehr attraktiv und leute starrten immer, aber dieses mal...es war berührend und beängstigend zugleich. sie starrten, als würden sie etwas sehen, was sie nicht ertragen konnten. fassungslos. die frau am nachbartisch hielt ihr weinglas in der hand, in der bewegung zum mund festgefroren. das glas kippte leicht und einige tropfen rotwein landeten auf der weissen tischdecke, was sie jedoch nicht bemerkte. normalerweise amüsierte er sich prächtig, wenn anderen frauen seine frau anstarrten und irgendwie genau studierten, wie es eben nur frauen untereinander machten, aber diesmal war ihm nicht zum lachen zumute. eher im gegenteil. mit einem mal verstand er, dass er sie nie wirklich für sich gehabt hatte. dass sie frei war, niemandes frau, ohne bindung, ohne bezug zu seiner welt, er verstand, dass sie fremd war, wie ein alien, nicht unter ihresgleichen. etwas unsagbar kaltes ging von ihr aus, nicht die kälte eines leichnams, sondern kälter. von natur aus eiskalt. kalt wie ein fisch.
sie redete mit ihm und er verstand kein wort. sie war zu wundervoll, als sie so dasass, ihr das blonde weiche haar wie ein vorhang übers gesicht fiel, als sie sich vorbeugte, wie sie lächelte und wie ihre augen dabei traurig blieben. er glaubte nicht daran. wollte nicht daran glauben. er war kein kleines kind mehr. er konnte den gedanken nicht mal richtig zu ende denken, weil er sich vor sich selbst geschämt hätte, dass die frau, die er liebte, in dieser nacht zu einem wesen mutiert war, das es nur in mythen und legenden gab. wenn er ehrlich war, hatte es diese phasen schon einige male gegeben, nur nie so offen, nie so traurig und eindeutig. es war eine dieser nächte, in der sie stiller wurde, mehr für sich blieb, in der sie endlos draussen im garten war oder im mondlicht vor dem haus sass, träumend. verloren. ja, sie war völlig verloren. und sie war so schön, dass sie sie in stücke gerissen hätten, nur um sie zu besitzen. einen teil von ihr, und ihn am herzen zu tragen, als glücksbringer, als liebespfand, als kleine, traurige reliquie. einer meerjungfrau. einer magischen kreatur.

er wusste, dass ihre augen wie grüner kristall leuchteten. er hatte es schon gesehen, aber er wollte es nicht sehen, nicht verstehen. nie und nimmer. dass sie teil einer alten welt war und er nicht. dass sie heimweh verspürte, die er, obwohl er sie so schrecklich liebte, nie fortnehmen konnte, egal, was er tat. es würde immer zu wenig sein. er betrachtete seine traurige frau lange, griff über den tisch und nahm ihre kalte hand in seine. sie sah auf und da war es wieder, das funkeln, das grün, wie die wilde grüne see.


"was mir das meer bedeutet", sagte er schliesslich, und sie sah ihn stumm an. "es ist mein leben."
sie drückte seine hand, setzte zum reden an und brachte kein wort heraus. so sassen sie da, im zentrum der aufmerksamkeit und waren trotzdem wie auf einer insel, zu zweit.

er wusste nur, dass er sie liebte. es war alles, was er ihr geben konnte.
vielleicht war es ja doch genug.

13.1.15

das pyrogene sodomonieorchester

ich hab heute frei *rotier* und da ich mir viel arbeit vom büro mitgenommen habe, werde ich mich in den stapel papier hineinschrauben, dass es eine rechte freude ist. doch halt. ich höre die innere stimme, die mir zuruft - mach nix, mach nix!!
hm. soll ich wirklich gar nix machen und wie geht das? geht gar nicht - ich blogge und trinke kaffee, also vollführe ich schon 2 immens wichtige tätigkeiten auf einmal. nein, aber fürs büro sollte ich gar nix machen. für einen tag wenigstens. das könnt ich hinkriegen, denke ich.´


ich könnte an diesem monster weiterstricken, dem waldgrünen riesengrossen. das würd mich freuen, es mal fertig zu sehen. oder ein buch lesen (obwohl ich dafür ohnehin keinen freien tag brauche, es sei denn ich beginne wieder mal mit 2666 und das hab ich heute nicht vor, sicher nicht)

ich habe vor einigen tagen damit begonnen, meine 2 tumblrs zusammenzulegen. natürlich gibt es gerade eine unmenge morbider bilder..zwar keinen splatter (den wird es auch in zukunft eher weniger geben, da ich ihn vom magen her schon mal nicht aushalten kann), aber eben sehr düster und manchmal schön unheimlich. was hart ist, war die tatsache, dass ich einen follower auf tumblr verloren habe, der seit dem frühesten anfang mein follower gewesen ist. also seit 2010, glaube ich. mein fehler war eben, dass ich damals dinge getrennt habe, die man nicht trennen soll. das gruselige/morbide fein säuberlich in ein getrenntes blog, damit man die followers nicht vor den kopf stösst, sie könnten ja gehen. ja. und nun frage ich mich, was daran so schlimm sein soll, wenn solche leute gehen. wenn man es recht überlegt, ist es doch gut, wenn die weg sind. gehen weg, wenn man endlich wieder ganz bei sich ist, sich darstellt, wie man halt ist - und dann halten die einen nicht mehr aus. ehrlich, ich muss jetzt schon fast lachen. stelle mir gerade sein entnervtes gesicht vor, wenn er wieder mal irgend ein anatomisches modell zu gesicht kriegt oder einen friedhof mehr. ich glaub, es werden noch einige von denen verschwinden, aber so ist eben tumblr, wie gewonnen, so zerronnen. die followers sind das unwichtigste dabei. man sollte nur nie den fehler machen, zu glauben, dass man freunde finden wird, denn das wird man garantiert niemals tun. man wird sich selbst besser kennenlernen, das schon. man wird viel lernen, wenn man möchte oder einfach nur spass haben. aber freunde findet man hundertprozentig niemals auf diese weise. was im prinzip ok ist.


ich habe noch immer meine angewohnheit, eigenartige wörter oder wortkombinationen zu bilden. die neueste kreation lautet "das pyrogene sodomonieorchester". was genau das sein soll, bleibt der phantasie überlassen, aber es klingt einigermassen fies und gruselig. schon fast verbrecherisch. dieses düstere pyrogene sodomonieorchester wäre ideal für mich und meine kollegen in der freizeit. wir könnten nach der arbeit unsere grauenhafte musik machen und manchmal auf tournee gehen, in schwarz verhängten hallen spielen, in aufbahrungshallen oder als musikalische begleitung beim sezieren und einbalsamieren. musste gerade wieder an meinen tumblr denken *frohlock* oh ja, es wird auch solche dinge geben... denn nichts, was düster ist, soll uns fremd sein.


das fazit aus dieser seltsamen zeit gerade ist: hundertprozentige authentizität, sollte sowas überhaupt möglich sein, ist mit einigen opfern verbunden. diese opfer sind, wenn man ein bisschen logisch denkt, eher geschenke. man wird menschen los, die einen weder verstehen noch mögen. also ballast im leben. und wenn dieser ballast mal weg ist, ist es ein gutes gefühl. man hat mehr zeit, sich selbst zu verwirklichen, manchmal sogar mit hilfe der musik. und wenn man ganz grosses glück hat, dann gründet man sogar ein pompöses orchester, das so wirkt, als wäre es aus einer geschichte von h.p. lovecraft entwichen und würde seither hier auf erden ein eigenartiges eigenleben führen.

10.1.15

der rote stern

die strasse ist dunkel. sehr dunkel. ein eisiger wind pfeift und fährt unter meinen ledermantel, der wind weht mir fast die zigarette aus der hand. ideale voraussetzungen für einen spaziergang durch die strassen von d.c. ich stapfe die strasse entlang und vermeide es, auf die eisigen stellen zu steigen. mein atem verweht, eine spur wärme, nur eine spur, dann nichts mehr.
ein japanisches restaurant, mit sternen im fenster. ich denke noch, wie seltsam. fast zu romantisch für ein japanisches restaurant. ich bleibe vor der auslage stehen, betrachte die sterne und bemerke, dass sie aus feinem papier gefaltet wurden. eine junge frau sitzt mit dem rücken zu mir auf dem boden im lokal. sie ist allein im raum, der einzige gast, aber wahrscheinlich handelt es sich um die besitzerin des ladens. um diese zeit und bei diesem wetter ist es kein wunder, dass niemand mehr unterwegs ist. das bild der frau im hellen licht wirkt seltsam beruhigend auf mich, heimelig, und wunderschön. wie sie so dasitzt, ihr gerader rücken, das lange, schwarze haar, das ihr über den rücken fällt. rund um sie verteilt liegen bögen aus papier. ich sehe erst jetzt, dass sie papier faltet. wahrscheinlich die sterne für die schaufenster-dekoration.
ich habe lust, ans fenster zu klopfen und sie auf mich aufmerksam zu machen.
in diesem augenblick dreht sie sich um und sieht mich durch die fensterscheibe an. ich winke, doch sie erwidert meinen gruss nicht. sie starrt ausdruckslos durch mich hindurch. in der hand hält sie einen grossen, roten stern.
sie ist blind.


ich fühle mich geborgen in ihrem blick. und sie scheint mich auf irgendeine art zu sehen. sie scheint mich zu spüren.
langsam streckt sie die hand aus und hält mir den stern entgegen.
ein teil von mir möchte in diesem moment nur rennen. weg von hier, zurück in die kalte, windige strasse und weiterlaufen, bis ich nicht mehr kann.
und doch möchte ich zu ihr.
ich will den stern.
mein entschluss ist schnell. spontan, wie alles in dieser nacht. ich werde das lokal betreten und dort der einzige gast sein. und ich möchte ihre geschichten hören, spüren, wie sie sich in meinen arm schmiegt wie eine katze.
ich kratze an der tür und sie erhebt sich mit einer geschmeidigen bewegung, um mir zu öffnen.
zwischen uns brennt der rote stern
sein feuer ist alles, was ich wollte, in dieser nacht.



☽☆ ☾



wie viel zeit vergangen ist, kann er nicht sagen. es ist angenehm warm, so angenehm, dass er immer wieder einnickt, dann kommen wieder wachzustände, unterbrochen von klarsichtigen momenten, abwechselnd, hin und herdriftend zwischen bewusstem erleben und unbewusstem handeln, am schluss nur noch das klare sehen nach innen, ohne die hoffnungslosigkeit des traumes. das einzig reale scheint der rote stern zu sein, den er vor sich auf dem tisch sieht, aber sogar der rote stern verändert seine konturen, wird ab und zu zu einer flamme, dann wieder zu einer blüte. und doch weiss er, dass die form und selbst die farbe des sternes vielschichtig ist, dass der stern selbst im grunde nur aus licht besteht
kann es sein, dass man verändert wird, wenn man ihn anfasst?
gibt es langzeitfolgen? fragt er spontan und findet sich selbst wieder mal unsagbar dämlich. wie könnte die frau auch wissen, was er mit langzeitfolgen meint. sie lächelt. es ist ja nur ein stern, sagt sie achselzuckend. gerade darum, antwortet er. was weiss man schon von ihm?
er hat dich aus der kälte gelockt, sagt sie. mit seiner macht hat er dich angezogen. und du weisst, was seine macht ist?
er erinnert sich. an alle tränen, die er immer vergossen hat, um den verstreuten sternenstaub, der sich in unzähligen menschen wiederfindet. wie oft er für sie gebetet hat, ihnen seine letzte kraft gegeben hat.


es war doch alles umsonst. sagt er bitter.
ist es umsonst, wenn ein stern leuchtet? fragt sie.
er sieht sie stumm an.

6.1.15


and everybody hurts
the price for being alive


gerade ist es ruhig in dark city. ich träume mich einem neuen morgen entgegen,
im schatten eines hauseingangs verborgen. in weiter ferne sehe ich lichter blinken
rot grün neonfarben
sie sind so weit weg, wie eine halluzination am horizont
eine megacity, eine auslöschung
das einzige was bleibt, sind die schritte des engels in den strassen
sein atem haucht frostspuren auf die auslagen der geschäfte,
sein faszinierter blick bleibt an einem gegenstand im fenster eines ladens hängen
es ist ein roter stern

...


so viel schmerzen murmelt er
und wendet sich ab
sein lächeln ist der schnitt in mein herz
manchmal ist die sehnsucht das einzig lebendige in uns


4.1.15

legend of the three mothers




The Three Mothers (Le Tre madri in Italian) is a trilogy of supernatural horror films by Italian film director Dario Argento. It consists of Suspiria, Inferno and The Mother of Tears. Each film deals with one of the titular "Mothers", a triumvirate of ancient and evil witches whose powerful magic allows them to manipulate world events on a global scale.
http://en.wikipedia.org/wiki/The_Three_Mothers


2.1.15

in between?

ich weiss nicht, wo ich hingehöre. das ist wohl zu meinem grössten problem geworden in den letzten jahren. und vielleicht bin ich damit nicht allein.
es gibt den ausdruck in-betweener. jemand, der zwischen den sesseln steht, jemand der zwischendrin ist und nicht wirklich angekommen. ich kann den ausdruck in-betweener nicht ausstehen, aber trotzdem muss ich mich dazu bekennen, fürchte ich. ich bin ein typischer in-betweener. aber es war nicht immer so.

ganz kurzes summarium:
als kind sehr fantasiebegabt, leseratte, einigermassen intovertiert und schon ein bisschen anders als die anderen. hatte es schwer, freunde zu finden, fand aber trotzdem welche. ein bisschen sonderbar. auch die freunde. spooky kids könnte man dazu sagen.

als junge jugendliche megaromantisch, sehr schüchtern, immerzu verliebt, leseratte, poetisch, schusselig, kratzig, bissig und noch immer ein bisschen spooky. zusammen mit dem gefühl für romantik ergab das aber ein romantic-thriller-feeling wie aus einem meiner bücher. nicht unangenehm.

als ältere jugendliche bis junge erwachsene: düster. düsterer. am düstersten. gothicszene. leseratte. spooky, aber nicht mehr angenehm oder gemütlich. regelrecht unheimlich. machte den leuten angst, auch bewusst. menschenhass. anders sein, aber richtig. und mehr als introvertiert. trotzdem immer leute um mich herum. die "clique". die mir nicht gut tat - wir waren schlecht füreinander, weil wir uns immer stärker runtergezogen haben... keine satanisten, aber eindeutig im extremen negativ-bereich. no future. so traurig. im rückblick gesehen meine schlimmste zeit, nie wieder wird es so schlimm werden. es hätte schlecht ausgehen können. ich war aggressiv, negativ und hasste menschen. woher das kam - keine ahnung. ganz plötzlich kam ein anderer mensch aus mir heraus, der von grund auf negativ war.


WICHTIG: ich sage nicht, dass die gothic-szene so mies ist. es gibt so süsse leute, die schwarz sind. man muss es halt richtig machen. und ich hab eindeutig einiges falsch gemacht.

als erwachsene, also jetzt: ein teil schwarz, ein teil licht. schwarz ist stark, licht ist stark. manchmal kämpfe ich noch gegen meine alte negativität an, aber es geht vorbei. das gefühl für romantik drängt sich wieder stärker in mein leben, es ist nicht klischeehaft und künstlich, sondern mit der natur verbunden. jede jahreszeit birgt ihre eigene romantik, jede jahreszeit ist ein kleines wunder. ich lebe in der stadt und träume davon, irgendwohin zu ziehen, wo ich natur und jahreszeiten besser fühlen kann. mehr naturverbundenheit, weniger internet. mehr handarbeiten, dinge selbst herstellen, weniger kommerz. ich möchte so gern am meer leben, irgendwo an der küste, in einem winzigen haus, das blueberry hollow heisst. hier ist alles, was ich mag und jeder teil von mir zuhause, nur nicht der extrem negative von früher. das nocturne hat hier platz, ich träume gern im mondlicht, ich liebe die nacht. aber ich bin sicher nicht mehr gothic oder schwarze szene. obwohl ich meine kleine schädel-sammlung niemals hergeben würde und living dead dolls mag. und wenn ich kerzen kaufe, sind es immer noch grabkerzen. tja.:)

ich liebe das meer über alles. nacht und meer. menschen beäuge ich gern aus der ferne. warum ich das tue? andere menschen sind mir zwar ab und zu ganz sympathisch, aber sie sind mir oft einfach zu laut. alles, was laut ist, verletzt mich. ach ja, manchmal habe ich gehört, dass ich hochsensibel bin. hm. warum nicht. kann gut sein, aber es ist nichts, was man gern ist. es ist manchmal schön, wenn man die natur spürt, aber wenn man in der stadt lebt, ist es der reine horror.


bin ich wirklich ein in-betweener? und was soll dieser ausdruck überhaupt bedeuten? definiere ich mich nur über eine szene-zugehörigkeit oder als individuum? wenn man sich als individuum definiert, dann kann es eigentlich keine in-betweener geben, sondern nur individuen, von denen jedes für sich ganz eigen ist. es gibt anscheinend gar keine in-betweeners. was mich doch ziemlich froh macht.