8.12.17

wir sind hier zuhause. alles andere tötet uns

sehr dramatischer titel heute wieder mal. aber ich meine es so, wie ich es sage.
irgendwann im leben beginnt man, sich mit anderen zu vergleichen, ob man will oder nicht. es passiert dir einfach, und du bemerkst es zuerst auch nicht. dürfte eine unterbewusste sache sein, oder du bist das opfer einer programmierung. einer manipulierung deiner gefühle. du bemerkst, dass du untergehst in ihrer grossen, bunten prallen, lauten welt. dann wirst du eine zeitlang mithalten wollen, bemerkst, dass du das auch wieder nicht kannst, weil du doch noch dieses sonderbare individuum geblieben bist. irgendwie bist du ja doch noch da. anpassen geht also nicht - sie würden es sowieso bemerken und dich gerade mal dulden. - wenn du ganz viel glück hast und eventuell auch optisch ein bisschen hinkommst und irgendwie verwertbar bist *hechel* (oder wenn du bei deiner optik ein bisschen nachhilfst und sie quasi übers ohr haust und blendest... das soll ja ziemlich leicht sein) - ernst genommen wirst du samt und sonders eh nicht. man sollte mal überlegen, ob das dort, wo du gerade gelandet bist, nicht sowieso die grundeinstellung ist - ernst genommen wird prinzipiell keiner, aber man redet pausenlos über sich selbst, missbraucht die anderen als zuhörer und spiegel, in die man permanent reinglotzen kann - wer nimmt den anderen schon richtig wahr? seine gefühle, die feineinstellung? man sucht und findet in den anderen followers, die alles liken, was man an gedanklichen blähungen ins netz ablässt. hm. warum zum geier du dort gelandet bist -- aber ich glaube, jeder landet irgendwann mal dort -- es wird zeit, dass du deinen abgang vorbereitetst, und wenn du damit deine probleme hast, sieht man, wie weit du schon im sumpf steckst. es sei denn natürlich, du fühlst dich dort wohl und bist der meinung, dass du dich dort gefunden hast und dass nichts mehr zu erforschen ist. dass eh alles irgendwie passt. dass eh alle irgendwie ok sind. dass du vielleicht nur lauter und praller sein musst, damit du dich dann irgendwann auf die spitze dieses sonderbaren aufgeblähten konstrukts schwingen kannst wie die pervertierte virtuelle form von reinhold messner, der einen berg aus sch**** bezwingt und warum das ganze??

WEIL ER DA IST

so sagte messner mal über einen seiner 80.000er. ich habe diesen berg gesehen und er stand in meinem weg, also habe ich ihn erklommen, die sau, und jetzt ist ruhe und ich kann zufrieden weiterleben, ohne mich vor einen güterzug schmeissen zu müssen.

wir sind alle so. das dürfen wir nicht vergessen. und unser berg steht im netz. quasi.

ich weiss, dass dieser text von anfang an entgleist ist und mit der bezwingung des 80.000er seinen grässlichen höhepunkt erleben musste und es tut mir von herzen leid. eigentlich wollte ich nur sagen, dass man eventuell versuchen könnte, man selbst zu bleiben, auch wenn alles andere da draussen absolut anders ist. wenn man es nicht schafft, wird man aufgesaugt, aufgebraucht, verwertet und weggeschmissen (was dann noch übrig ist). man soll sich einfach nur bemühen, so wenig wie möglich verwertbar zu sein. heute ist ein christlicher feiertag, wieder mal keine verdammte ahnung, welcher, und ich werde einfach weiter kaffee trinken und mir überlegen, was ich im sogenannten real life heute anstellen kann. wahrscheinlich wird es in der erledigung des haushalts gipfeln. wie so oft. macht es gut da draussen, wer auch immer ihr seid.

loveletter


eine leere southern comfort-flasche - beinahe hätte er sie weggeworfen, doch da sieht er einen zusammengerollten zettel, der in der flasche steckt, anscheinend eine botschaft oder ein brief. so wie diese botschaften, die schiffbrüchige in flaschen stecken, die sie dann in den ozean werfen, für irgendjemand, der dann kommen wird, um sie zu retten. ganz sicher wird er kommen, der retter, irgendwann. nach vielen jahren des wartens.

shine zündet sich eine myrrhezigarette an, die erste des tages - ein bisschen zu früh für myrrhe, aber ihm ist gerade extrem danach. er breitet den zettel vor sich auf dem tresen aus, streicht liebevoll darüber, um ihn zu glätten. es ist seine eigene schrift. geschrieben in einer nacht vor vielen, vielen jahren. er hatte damals mit den anderen die flasche southern comfort gekillt und später, als alle gegangen waren und er zu vorgerückter stunde in seiner nische am fenster gesessen war, beinahe wie im traum diese zeilen geschrieben, das stück papier in der flasche verborgen und die flasche zurück ins regal gestellt


sehr sehr dunkel. die tausendste zigarette des tages. drift-off. koffein genügend für eine ganze woche innerhalb einer halben stunde eingeworfen. noch immer nicht genug, noch immer schläfrig, etwas anderes muss her. ein gedanke, der lebendig ist. oder tot. was dasselbe ist. etwas wahrhaftes, etwas direkt aus der seele. der erste gedanke, der jetzt gedacht wird, wird zu einer neuen geschichte führen.

loveletter

loveletter an eine bar, die es nur im virtuellen raum gibt. geschrieben auf blassviolettem virtuellem papier, am rand verziert mit weissen feinen blüten und schneesternen. der winter kommt
und niemand wird frieren. weil alle schon erfroren sind...so scheint es. erfroren am eigenen feuer. trotzdem gibt es einen liebesbrief aus der kälte. erwacht, um der bar zu sagen, wie ich sie liebe, wie ich die cocktails liebe, die auf der theke funkeln..one to make u happy, one to make u mad...u remember?

ich wünschte mir einen klaren sonntagmorgen und etwas heiliges im wind. ich wünschte mir eine fahle wintersonne und die ersten schneeflocken in der luft. ich wünschte mir eine feder aus reinem silber und ein lauteres herz. um die worte zu finden, sie niederzuschreiben
einen songtext, ein liebeslied, sphärenmelodie
ein lied an die sterne
ein lied für eine bar
die es nur im virtuellen raum gibt

auf das niemandsland, den heiligen boden, auf die compadres und ihre geschichten, die worte, die seit jahren hier niedergeschrieben wurden
der monolog der bar darf nie unterbrochen werden
ohne unterlass
webend, bauend, zerstörend, weiterbauend
und niemals niemals wird es enden
niemals wird es enden
niemals



der erste gedanke führt zu einer neuen geschichte...


3.12.17

arch reopening



und endlich ... ist es soweit.

die archangel bar ist wieder in betrieb, es wird schon geredet und das feeling beginnt sich wieder zu manifestieren. nach so vielen jahren geht die geschichte weiter. so wie es sein soll.

ARCHANGEL BAR


und nichts wird so sein wie früher, wisperte die stimme aus den schatten, nichts,  und deine augen, sie werden die welt sehen wie einen bunten strom aus bildern, die rücklichter auf einer nächtlichen autobahn, rote, gelbe, leuchtende punkte, die kurz aus der dunkelheit auftauchen und wieder verschwinden, als wären sie nie dagewesen, in der vergessenheit verschwinden, all die schönen leuchtkäfer. wie sie durch die nacht driften, die leuchtenden punkte, dein LSD-neontrip, in dem du gefangen bist und shine du kommst auf horror
knochenweissen horror

we are driving on a highway and oh god you are driving too fast
nothing to hold on
but this moment
this moment itself

2.12.17

die auffahrt zum highway


vielleicht war es gar nicht mehr möglich, anders zu leben. oder vielleicht fehlte auch der wille dazu, sich wieder und wieder zu verformen, bis endlich alles passte. bis man "genehm" war, dazugehören durfte. für immer glücklich mit ihnen abhängen durfte, friede, freude, eierschmarrn. lieber ein gediegener kopfschuss oder die liebevolle umarmung eines güterzugs. lieber das.
nur nicht das andere. nur das nicht.

das netz war einsam geworden. es gab nichts mehr, nur den willen, irgendetwas zu machen, was.. ja, was anders war. weg von den grellen lichtern. weg von den sammelplätzen der sogenannten zivilisation bzw. dem was davon übrig blieb.
rauf auf den alten, ururalten highway. mit blue silver unter dem hintern, der schönsten karre, die er kannte. vor diesem moment hatte er sich jahrelang gefürchtet. dass er die auffahrt zum highway nicht mehr finden konnte, oder dass er zu alt, zu müde oder sonstwie unfähig georden wäre, sich mental soweit in bewegung zu setzen, dass dieser kleine, schwerste schritt funktionierte.

blue silver wartete vor seinem haus.

im nächsten augenblick war er schon auf dem highway. es war wie immer. er hatte gedacht, dass alles anders wäre, dass dieser verlust, den er empfand, ihn weiterhin bedrücken würde. der verlust von menschen, die er vor langer zeit sehr geliebt hatte, aber er fühlte sich besser, er fühlte sich endlich befreit. er wollte um seiner selbst geliebt werden, nicht wegen der lügen, die er erzählen musste, damit sie bei ihm blieben. nicht wegen der sicke, die tag für tag aus seinem gequälten gehirn quoll wie gift. er wollte, dass man ihn akzeptierte. ganz einfach nur das. manchen leuten gelingt es einfach nicht. dann soll es auch so sein. sie sind woanders glücklicher. er war vor allem glücklicher. befreit von der müdigkeit von vielen jahren der traurigkeit.


und da war der highway. er hatte ihn jahrelang nicht mehr gesehen.
es war so, als würde er zum ersten mal den ozean sehen. berührend. gigantisch und weit. so traumhaft schön. blue silver, sagte er, bring mich heim.
und die worte, nach denen er jahrelang vergeblich gesucht hatte, kamen zurück zu ihm.
die träume folgten.


27.11.17

busstation


etwas kratzte an der wand der staubigen busstation, in die er sich zurückgezogen hatte, als er in ruhe eine rauchen und nachdenken wollte. nichts ist besser, als auf einem verlassenen highway in einem bushäuschen zu sitzen und nachzudenken, während sich der rauch der zigarette über einem kräuselt und sich unter der decke des häuschens zu seltsamen schemen und formen zusammenballt. der highway war totenstill, als wäre dieser abschnitt gesperrt worden, aber er hatte kein schild gesehen. da war nur diese kleine busstation gewesen und irgendwie war es doch seltsam, eine busstation auf dem highway zu finden. fahren busse eigentlich auf dem highway?, dachte er und hörte gedankenverloren dem kratzen an der wand zu.

etwas möchte herein zu mir. doch er hatte niemanden gesehen. er blickte zu seinem auto hinüber. die paar meter, die er hinübergehen musste, kamen ihm plötzlich endlos vor.


5.11.17

Peter Murphy - All Night Long



city of devils


vielleicht war unser einziges bestreben geworden, dem schmerz auszuweichen. möglichst wenig schmerz zu absorbieren, ja, ihn ganz zu umgehen. dass da irgendwann mal etwas war wie gemeinsames erleben, lachen, reden, teilen...undenkbar. dass da mal etwas war, das nicht vorbelastet war. wir taten unser bestes, ein leben zu führen, das möglichst angenehm war. aber seit jeder von uns versuchte, so wenig schmerz wie möglich zu erleben, fügen wir den anderen um uns umso mehr schmerz zu. genau den schmerz, den wir nicht in unserem leben wollten, und noch ein bisschen mehr. dem anderen gönnt man ja doch mehr als sich selbst. oder? so kam es dann, dass es schlimmer wurde, als wir es uns jemals dachten. und ist es nicht so, das sogar der teufel selbst von uns lernt, jeden verdammten tag?
 
 
früher musste ich nur flüstern und jemand hörte mich. du lachst auf eine art, die mich schockiert. kannst du nicht mehr schreien und musst statt dessen lachen?
doch, ich kann schreien. muss ich ja. sonst hört mich niemand mehr. früher, wie gesagt..
früher war mal.
warum vergeht alles, was wichtig war und nur die scheisse bleibt?
vielleicht sind wir menschen doch ein verfluchtes volk. wir sollten alt zur welt kommen und dann immer jünger werden. am ende spielen wir nur noch. könnte man dann besser ertragen, das leben und alles, was man verliert. wenn man sich am ende nur noch für spielzeugautos und legosteinchen interessiert. aber so, wie es ist, ist es grausam.


glaubst du, dass uns irgendwer liebt?


27.9.17





"There is no escape. You can’t be a vagabond and an artist and still be a solid citizen, a wholesome, upstanding man. You want to get drunk, so you have to accept the hangover. You say yes to the sunlight and your pure fantasies, so you have to say yes to the filth and the nausea. Everything is within you, gold and mud, happiness and pain, the laughter of childhood and the apprehension of death. Say yes to everything, shirk nothing, don’t try to lie to yourself."

Hermann Hesse, “Wandering”





8.9.17

geisterstädte, alte bergbaustädte, serienkillertours und alles dazwischen

(da gerade der film disappearance läuft, gibt's original-dialoge aus dem film)

 
"billy, kennst du eine stadt namens weaver?"
"tut mir leid, mister, nie gehört."
dort heissen anscheinend alle männer billy und sehen auch genauso aus.
hey-ho, billy-o
hier ist der schlüssel zum waffenschrank
billy-o,
verwahr du ihn,
bis ich zurück bin.


die sonne geht unter. der fahrer sieht in den rückspiegel. seine augen sind voll von unterdrücktem gelächter.
"weaver? ich kenne kein weaver. aber wollen sie einen rat?
bleiben sie auf der hauptstrasse."

 
flugzeugwracks....
"das ist echt cool. du stehst mitten im leben und wumm...wirst du getoastet."
die kompassnadel rotiert wie verrückt. ist wahrscheinlich normal in dieser gegend, in der auch handies nicht mehr funktionieren. 
man sollte sich keine gedanken machen....
"sieht so aus, als hätten sie die stadt hals über kopf verlassen"
...man sollte sich keine gedanken machen und lieber die gegend geniessen.
 

"warum sollte jemand glas in die wüste legen?
ground zero. ort der 1. erfolgreichen zündung einer neutronenbombe. die ungeheure hitze hat wohl den sand in glas verwandelt"
"sind die menschen der stadt daran gestorben?"
 

im crashsite cafe in roswell soll der cafe mit bewusstseinsverändernden drogen versetzt worden sein. der kerl neben dir hat 6 finger. 
auch gut, sagst du und lachst.
du vergisst, dass du noch nichts bestellt hast.

 
das letzte, was du mitkriegst, ist dieses motel. du warst grad unterwegs zur minibar, der fernseher flackerte bläulich, ein luftzug kam von hinten.
hey-ho, billy-o,
hier ist der schlüssel zum waffenschrank
verwahr ihn gut, billy-o
 

17.8.17

das grosse, grüne monster




endlich ist er fertig geworden! ich war ewig unkreativ und unmotiviert, aber vor ein paar tagen war es dann endlich soweit. ♡♡♡


und weil ich gerade so im kreativrausch bin, möchte ich noch schnell ein bildchen von klaudigans, meinem grossen grünen monster posten. er hat ewig gewartet, bis ich mich endlich bequemt habe, für ihn arme zu stricken und die augen zu basteln. die augen sind verschlüsse von tetrapackungen, ich glaub, entweder von soyamilch oder von H-milch. die verschlusskapseln eignen sich perfekt für die augen, vor allem wenn diese in richtung frosch- oder stielaugen gehen sollen. der rest ist filz und moosgummi. auf diesem bild hat er die arme noch nicht, fällt mir gerade auf. wenn das dunkelrote monster fertig ist - die wolle ist dieselbe wie bei klaudi, nur eben in rot, aber genauso alt und dick und urig - dann werde ich die beiden mal zusammen fotografieren, vielleicht in der natur. im herbst.♡

klaudi war ebenso wie das rote monster, das ich gerade stricke, einer von moms uralten winterpullovern, die nie irgendwem gepasst haben. hätten sie jemandem gepasst, hätten sie ihn bestimmt getötet, weil die wolle so dick und heiss ist, dass einem schon der schweiss runterrinnt, wenn man sich den pullover nur vorstellt.


nachtrag: er hat augen, die irgendwie an japanisches essen erinnern. oO

in a happy corner



das ist irgendwie so total rustikal, oder? aber ich würd dort gern leben oder zumindest urlaub machen. es scheint in england zu sein. was ich damit nicht wirklich verbinde. für mich ist es in südfrankreich.:) trotz telefonzelle und englischer schilder. schön übrigens, wieder mal ne zelle zu sehen.:)


wenn man einen dieser modellbausätze kauft, sind die 2 hasen immer dabei. denke aber, sie haben jedes mal was anderes an. schön ist, dass man mit der zeit eine richtige hasenfamilie zusammenhat. super für verspielte menschen wir mich. nur hab ich momentan gar keinen modellbausatz - mom hat diesen hier und ich bin hasenlos.


eindeutig südfrankreich. lol. mann, seili schaut grad zu mir rüber. ich glaub, ich muss mich  zusammennehmen, sonst droht wirklich brookhaven. oben im bookstore übrigens, das sollen zeitungen sein. war schon in der vorlage nicht wirklich glaubhaft. aber nix gegen die baguettes oder breadsticks, wie in der vorlage stand. siehe foto 2, neben dem hasen in der bäckerei. 'rollen sie das stück papier zusammen und formen sie ein baguette daraus.' *schwitz*


mein modellbauprojekt :)

man kann, wenn man genau schaut, im hintergrund die elektro-installation sehen, die ich dann sicherheitshalber deaktiviert habe. sicherheit geht vor! auch wenn das herz blutet. (vor allem wenn die batterien so heiss sind, dass man sie nicht mehr halten kann). das restaurant mag ich besonders gern. ich würd da reingehen. wenn ich so winzig wäre. ich hätte mein winziges glas wein oder pastis oder absinth und irgendetwas hausmannskostmässiges und ich würde da immer auf die strasse rausglotzen und bekannten etwas zurufen und ihnen zuprosten. (klingt irgendwie, als wär ich echt unangenehm. der mensch, den ich nicht treffen möchte, wenn ich da am lokal vorbeigehe).

stimmung: relativ grandios, vor allem, weil in ein paar tagen dieser ekelsommer vorbei sein wird..laut medien..und weil ich mir heute zur abkühlung ein kleines nordisches kryptozoologisches tagchen gönne. kryptozoologie auf youtube, das macht frisch und froh.
gerade läuft: discovering the swedish bigfoot: https://youtu.be/9CUz0C6rZX4
schwer zu empfehlen ist dieser film: trollhunter (in deutsch, der endlich wieder auf youtube ist und der herrlich zum abkühlen geschaut werden kann - das wetter ist wunderbar schlecht und auch ansonsten kann man den film durchaus mögen - die trolle sind cool https://youtu.be/9CUz0C6rZX4



ich bin einigermassen eigenartig, denn ich kühle mich schon ab, wenn ich einer nordischen stimme zuhöre. die ideale sommertherapie wäre es sicher, den sommer in einem nordischen land zu verbringen, abends und nachts herumzuhuschen und zu versuchen, trolle aufzustöbern - trolle sind ja wie wir alle wissen vor allem in den nachtstunden aktiv und schlafen am tag, was ich ebenfalls bevorzuge. demgemäss wäre ich also ein troll. ok, macht nix, die leute haben mich schon schlimmeres geheissen und ich lebe noch. lol. aber diese idee, die ich da grad hatte, mit dem nordischen land im sommer...ein paar monate am besten, damit man wirklich was davon hat, wäre schon interessant und vielleicht mach ich das wirklich mal. ich möchte unbedingt dorthin. nicht nur wegen der nordischen krimis ... yrsa sigurdardottir *schauder* oder wegen der trolle oder wegen der wunderbaren abkühlung, sondern einfach, weil mir diese länder so absolut sympathisch sind. die leute dürften relativ hardcore drauf sein, sie trinken lakritz-likör und beschäftigen sich mit kryptozoologie ... was braucht man mehr?

ich war vor ein paar tagen für ein paar tage (...) bei den eltern daheim und hab herrlich abhängen können, es war die ersten tage richtig kalt - 19 grad - und man musste beim schlafen die überdecke nehmen - ich hab gebibbert und es geliebt, bis in die nacht rein gelesen und rundherum ist die nacht brutal schwarz - nicht so wie bei uns - hier ist die nacht orange von der strassenbeleuchtung. ich muss einfach wieder öfter nach hause zu den eltern fahren. sag ich jedes mal. :) ich habe zum grössten teil auf's internet verzichtet und vor allem gebastelt und gelesen. habe mit einem kleinen modellbauprojekt begonnen und es tatsächlich fertiggestellt - es heisst 'in a happy corner' und ist eine winzige vintage-stadt bzw. eine strasse, mit kleinen häuschen wie z.b. einer bäckerei, einem kleinen restaurant (das wirklich super gemütlich geworden ist), einem bookstore und einem blumenladen. das ganze hat eine nette vintage-optik, wie man sich z.b. eine strasse in südfrankreich vorstellt. ich hab mir den bausatz zum geburtstag bestellt, habe es aber dann meiner mutter geschenkt, weil es perfekt zu ihr passt. sie liebt es total. ich hab 1 ganzen tag durchgeschuftet und dann noch ca. einen halben tag, der aber ziemlich versch*** war, weil ich vor allem versucht habe, die elektroinstallation hinzukriegen. also hinter den häuschen kann man kleine lampen installieren, die man dann in der nacht einschalten kann. es sieht wirklich schön aus, wenn das licht durch die spitzenvorhänge fällt (jawoll ich hab in einigen fenstern spitzenvorhänge angebracht...so niedlich). ich muss vorausschicken, dass der bausatz aus china stammt..also ich hab mir das teil auf ebay gekauft, in einem chinesischen laden (weiss auch nicht, ob das jetzt ok bzw. korrekt war von mir, aber naja, zugegeben, es ist ein chinesisches billigprodukt... 7 pfund bezahlt... ebay.uk... weil ich mir gedacht habe, ich muss das jetzt ausprobieren. ein asiatischer bekannter von mir auf instagramm hat dieses teil schon gebaut und ich hab mir die fotos SO reingezogen. so wunderschön.) also, die elektroinstallation bei einem billigprodukt ist ja generell eher mit vorsicht zu geniessen. ich hatte irgendwie so schiss davor. habe das ding aber zuerst an der rückwand angebracht...also die led - lämpchen und eine kleine lichterkette, die von knopfbatterien gespeist werden sollten. no name - knopfbatterien. nicht gut, nicht gut... mann, hab ich lang gebraucht. ein ganzes hörspiel lang - 6 CDs, von dad ausgeborgt - illuminati von dan brown, gelesen von dem mann, der die deutsche stimme von harrison ford ist, also recht ok alles in allem - ich kann das hörspiel auch wirklich empfehlen, aber achtet unbedingt darauf, dass der leser die deutsche stimme von harrison ford ist, denn genau das gibt dem ganzen die würze. mann, wo war ich grad vorhin?

ok, die kleinen lichter... wie ich mich auf diesen anblick gefreut habe, glaubt mir echt keiner. nach stundenlanger schufterei wäre es so schön gewesen, den schalter umzulegen (...) und sich zurückzulehnen, eine tasse tee zu schlürfeln und die kleinen häuser zu betrachten, ihre beleuchteten fenster bei einbrechender dunkelheit. das wäre schön gewesen, mann!!!

ich hab den schalter umgelegt (...), die batterien sind glühend heiss geworden, das licht ist nicht angegangen, ich hab sie deinstalliert. habe das ganze drama möglichst schnell in einem satz zusammengefasst, sonst würd ich frustriert zum heulen anfangen. gott, ich möchte das können. also nicht heulen, sondern das ding mit der beleuchtung. aber das eigentliche problem sind nicht meine wirklich spärlichen skillz, sondern die chinesischen batterien, glaube ich. mein dad hat sich genauso geäussert, als ich sie ihm zum wegschmeissen gebracht hab...sondermüll...traurig gewesen...aber nicht lang, denn meine mom meinte ... und da hatte ich ihr das teil noch gar nicht geschenkt, fällt mir auf - sie meinte, ach macht nix, mir gefällt es ohne lichterketten eh besser. sehr schön!! weil ich es ihr kurze zeit danach wirklich verehrt habe. sie liebt es total und ja, so soll es sein. ich lieb es auch, aber ich werd wahrscheinlich eh wieder mal einen von diesen chinesischen modellbausätzen kaufen (ich weiss.) und dann werde ich versuchen, ihn zu behalten, aber ich weiss irgendwie eh schon, wo das fertiggestellte projekt landen wird bzw. bei wem und diese person fängt mit M an und hört mit OM auf. ich kann diese modellbausätze empfehlen, aber nicht uneingeschränkt, weil eben die lichterketten verdammt gefährlich sein könnten - das ganze war innerhalb von sekunden so heiss, dass ich schnell sein musste mit dem entfernen der knopfbatterien, weil ich mir sonst brandblasen geholt hätte. also ehrlich heiss. und das ganze könnte dann mal zum brennen anfangen. wenn man aber diese led-lichter und den ganzen batteriesatz weglässt, ist es super, es sieht wirklich niedlich aus und wenn man unbedingt lichter haben will, dann gibt es sichere versionen, denke ich. bei amazon vielleicht. mein dad meinte, das ganze, was ich da gekauft hab, wäre in der EU sicher nicht zugelassen worden und genau so ist es sicher. allein wegen den batterien wäre das ding nie in den verkauf gelangt. was schade wäre, denn das basteln selbst bringt riesengrossen spass, das endprodukt ist das perfekte geschenk, natürlich auch für einen selbst, und wenn man ein bisschen das gehirn einschaltet, dann vermeidet man einfach die todesfallen und hat ein stressfreies bastelvergnügen- ich hasse dieses wort, weil ich wie so oft wie ein werbeheini klinge, aber mir fällt gerade nichts anderes mehr ein.

die leute aus schweden labern noch immer von wegen bigfoot, ein ekelsommertag - einer der LETZTEN IN DIESEM JAHR - ist endlich fast vorbei und es wird zeit, das kaffeechen auszutrinken und am grossen, dunkelroten monster weiterzustricken. ich hab sehr alte wolle im keller von meinen eltern gefunden - mom hat einen mörderischen selbstgestrickten winterpullover aufgetrennt, der untragbar war wie alles, was wir stricken - ich kann nur monster stricken, sonst wird nix und anscheinend ist auch mom genauso - dad glaube ich auch. mom's a muggle, mi dad's a witch, übrigens. ich hoffe auf abkühlung. dieser sommer war der wirklich ekelhafteste in meinem ganzen langen leben. aber der herbst, er wird kommen...am samstag schon, wenn man den meteorologiemenschen glauben möchte. ich möchte. achja, zuhause bei den eltern hab ich vorm einschlafen dem guten SEILI, der auch mit war, in sein hasenohr geflüstert: ich bin der michelangelo des modellbaus. SEILI steckt sowas weg wie nix, der gute. in silent hill gibt es noch schlimmere verrückte als mich, ich sag nur brookhaven asylum. aber wenn das mit modellbau so weitergeht, wird mich SEILI wohl dort einliefern.

3.8.17

alles ist besser als hawaii oder meet mr. joseph blake


ich hätte gern ein bier, danke. eins geht sich sicher aus, obwohl meine frau schon im zimmer auf mich wartet.
ob es uns hier gefällt? gute frage. 
ich meine, du fährst da nichtsahnend mit deiner frau und den kids den highway runter, hast drei wochen urlaub vor dir, willst eigentlich woandershin und dann verreckt dir dein kübel unter dem hintern, also wirklich ne verdammt gute frage.

meine frau war für hawaii, aber ich frag dich, mann, wer fährt heute noch nach hawaii? verdammte vertretertypen und bibelverkäufer, die als prämie für ihre verdammten bibelverkäufe zwei wochen hawaii vollpension spendiert bekommen, sonst niemand, vielleicht dieses gebrauchtwagenhändlerpack, das dort überall an den stränden rumliegt - auch schon egal, ob du deine zeit unter nem hawaiianischen bastschirm oder unter nem schirm am parkplatz verbringst, alles das gleiche, wenn du mich fragst, mann, nur hängen sie dir in hawaii noch gratis kitschblumen um den hals, wenn sie dich vom flughafen abholen und schlagen dafür beim taxipreis mächtig eins drauf, alles so durchschaubar, mann, alles schon mit meiner frau genossen, aber nicht nur ein mal, sondern ganze 5 mal waren wir dort.

jetzt fragst du mich sicher, warum wir so oft hingefahren sind, oder? weil sie in das kleine hotel verliebt war, aber glaub mir, bungalows am strand sind auch nicht das wahre, wenn man den bungalow direkt neben mr. joseph blake bewohnt.


mr. joseph blake hätte den grössten scheisspazifisten der ganzen welt dazu gebracht, ein dynamit- und munitionsdepot  anzulegen und heimlich nacht für nacht an der bombe zu bauen. mr. joseph blake hatte ein schlechtsitzendes toupet auf dem kopf, süssliches weiberparfum hinter den ohren, eine stimme wie ne kreissäge, und meistens rannte er entweder im lavendelfarbenen frottee-mantel oder in winzigen tangahosen rum, die mehr gezeigt haben als ein gestandenes mannsbild wie ich es bin verkraften kann. kaum waren wir am morgen auf und wollten draussen auf der terrasse frühstücken, war blake zur stelle, lavendelfarben, mit nem seidenschal um den hals, schwer parfumiert, und blake war von der idee besessen, mit uns in guter nachbarschaft  zu leben, wie er immer sagte. was soll ich sagen, meine frau war begeistert von mr. joseph blake. er hätte das gewisse etwas. er wäre ein mann von welt. die bubis, die im morgengrauen aus seinem bungalow schlichen, hat die gute wohlweislich übersehen, klar,
das sieht madame ja nicht, und wehe, ich hätt's mal erwähnt. wehe. 
"du lässt kein gutes haar an blake, dabei sind es leute wie er, die  diesen ort erst kultivieren."
leute wie blake sollte man an ihren eiern aufhängen, das sag ich dir, mann,  aber verdammt, du kannst es dir einfach nicht vorstellen, was ich mitmachen durfte auf hawaii - 5 mal, sagte ich dir das schon?
5 mal mr. joseph blake als nachbarn, am schluss waren wir schon ne richtige grosse, glückliche familie.


du lachst? würde ich an deiner stelle auch tun. wenn ich nicht an meiner stelle wäre, würde ich auch lachen. du kennst blake nicht.
ich meine, du hast blake, die ratte, nie gesehen. mr. joseph blake aus las vegas, der mann, der sich als hotelbesitzer ausgab und doch nur ne winzige  absteige in so'nem verrückten kaff besass, irgendwo in der wüste, wo sich die koyoten gute nacht sagen und wo kein normaler mensch jemals absteigen würde, blake, der hotelbesitzer, ja sicher, das hätte er wohl gerne.
mann, krieg dich wieder ein. so witzig war's auch wieder nicht. eher tragisch. verdammt tragisch. wenn ich allein an sein toupet denke, wird mir schlecht. sah aus wie ein toter nager, den er mal überfahren und sich gleich auf den kopf gestülpt hat, der perverse, ich würd's ihm sofort zutrauen.
und wenn du mir jetzt noch ein bier bringen würdest, wär ich dir sehr verbunden. meine frau und die kids warten eigentlich schon, ich beeil mich besser - sie sieht es nicht gern, wenn ich zu dieser uhrzeit schon trinke, aber dieses kaff, also, mann, da muss man sich direkt den staub aus den eingeweiden spülen, ihr habt es hier sehr sandig, muss man euch schon mal lassen, fast wie auf hawaii, nur ohne meer, aber meine frau meinte vorhin gerade noch, dass sie sich in dieses hotel hier verliebt hätte. ganz unter uns - mein fall ist es ja nicht gerade. zu wenig los hier, verstehst du? 


wie nennt man den stil doch gleich? nostalgie? viel pastell, aber doch, wenn sie es mag. die porzellandoggen neben der rezeption machen mich nervös, aber nervös bin ich sowieso, weil unser auto gerade, als wir hier in den ort reinkamen, geradezu verreckt ist, und ersatzteile zu finden, ist nicht leicht. der kerl in der werkstatt hat gemeint, es könnte dauern.

mein einziger urlaub des jahres, eigentlich wollten wir nach vegas rüber, in eins von den grossen hotels, du weisst schon, mit den shows am abend.
aber meine frau meint, hier wäre es einfach perfekt für uns. als familie, verstehst du? dass man sich wieder als familie begreift. 

ich hab inzwischen gelernt, positiv zu denken. alles ist besser als hawaii, einfach alles. 
wie nennt ihr euch doch gleich? joseph's?
irgendwie ungewöhnlich für diesen ort. joseph's. kultiviert, sagte meine frau vorhin noch. 
ich hab vorhin noch koyoten gesehen.
aber alles ist besser als hawaii, mann. einfach alles.
 

20.6.17

nowhere girl

people don't just disappear without a trace like that

migraine und sport - ein kleiner hoffnungsschimmer ...


endlich. ich warte und warte, aber es passiert nichts. was im prinzip langweilig ist. aber wenn man auf eine hammermigraine wartet, schaut die situation dann doch anders aus. ich mache seit einiger zeit sport. regelmässig. vor allem laufen, situps, kniebeugen, hanteln, also das übliche, was man zuhause machen kann. ich habe seit beginn meiner sportlichen zeit probleme mit einer grauenhaften migraine, die ein paar stunden nach dem sport einsetzt und den ganzen nächsten tag andauert. leider wusste ich nicht ein noch aus und habe deshalb jedes mal tabletten eingenommen, die manchmal geholfen haben, aber meistens nicht, weil die sport-migraine einfach viel zu brutal ist. ich war schon einigermassen verzweifelt, weil ich ja - im idealfall - jeden 2. tag sport mache (oft ist es jeder 3. tag, zugegeben). ich kann nicht so viele tabletten schlucken, ohne meine organe zu schädigen. im lauf der jahre wären sicher gewaltige gesundheitsprobleme zu erwarten und das wollte ich vermeiden. also wäre die einzige möglichkeit, sport zu machen und die folgen auszuhalten, ohne tabs, und zu hoffen, dass es irgendwann mal von selbst aufhört. also abwarten und sich von diesem dämon zerfleischen lassen.


ich habe dann viel im netz recherchiert, ob es auch andere leute mit dem selben problem gibt. ich habe nicht damit gerechnet, wie viele das sind. und wie verweifelt die meisten sind. es gibt leute, die ein migraine-tagebuch führen und immer wieder bestimmte dinge ausprobieren, bestimmte lebensmittel essen z.b., oder ganz viel trinken (das muss man sowieso), oder sich nach dem sport gar nicht hinsetzen und eine zeitlang viel herumgehen - alles, nur keine tabs schlucken. davor haben wir alle angst. wir haben alle im lauf unseres lebens schon extrem viele medikamente verbraucht und irgendwann wird man ängstlich. jedenfalls habe ich wieder mal ein forum durchkämmt und bin auf eine interessante ansage gestossen: das hirn wird bei anstrengungen unterzuckert...

ok, ich bin wahrscheinlich supernaiv - ich wusste das wirklich nicht. habe ich zum ersten mal gehört, dass das hirn unterzuckert sein kann. die lösung für dieses problem: vor dem sport einen halben apfel essen und die andere hälfte nach dem sport. natürlich immer schön viel wasser trinken (eh klar). und auch noch wichtig: nie zu spät sporteln. man soll sich kurz danach nicht hinlegen. das könnte ein migrainetrigger sein. ich habe es jetzt schon 2 mal probiert - grosses stück apfel vor dem laufen - grosses stück apfel nach dem laufen, immer schön hydriert bleiben und nach dem laufen mindestens 5 stunden aufbleiben. das resultat: keine migraine.


aber es ist seltsam. es fühlt sich genau so an, als wären die grundvoraussetzungen für migraine gegeben, aber der trigger würde fehlen. ich kann es nur schwer beschreiben. man fühlt, dass im kopf etwas verändert ist, es ist wie gift, das herumwabert. ich habe sogar leichte sehstörungen gehabt und dieses "bamstige" gefühl im gesicht. tiefe augenringe ebenfalls. aber der schmerz ist ausgeblieben. ich werde auf jeden fall so weitermachen und die ergebnisse zusammenfassend am besten hier im blog posten, weil ich kein migrainetagebuch führe. ich bin bis jetzt sehr zufrieden, allerdings habe ich die methode erst 2 mal ausprobiert. ich hoffe, dass es so positiv weitergeht.

27.4.17

mood: bizarr. zuviel kaffee in verbindung mit dem bedürfnis,
eine schachtel zigaretten wegzutschicken, was ewig schon
nicht mehr so extrem war und mich einigermassen verstört.
aber die mukke ist korrekt. eine uralte guerillalover-playlist.:)



in der letzten zeit hab ich ja gebloggt wie der teufel. nee scherz, eigentlich nicht allzuviel. gar nicht, im prinzip. aber heute ist endlich wieder mal eine art erleuchteter tag, vor allem, weil ich morgen frei hab und mich jetzt schon darauf freue. ich bin also einigermassen euphorisiert, ausserdem hab ich gerade eine riesentasse espresso in mich reingeleert, die an einen eimer gemahnt und mich ultraspeedig macht. darum das ganze hier. ausserdem hab ich den obligatorischen sport für heute gestrichen und mir einfach nur vorgenommen, keine pflichtdinge zu erledigen, sondern einfach nur abzuhängen. im netz. wo denn sonst? ;)


m. und ich sind inzwischen dazu übergegangen, stalker - call of pripyat zu spielen. clear sky hat sich als unspielbar herausgestellt, wir konnten so ungefähr die hälfte oder ein bisschen mehr als das spielen und dann hat uns ein bug endgültig in die tonne gekloppt. es war grauenhaft. wir waren gerade dabei, ein gebäude von ungeziefer zu reinigen, soll heissen mutierte monster wegzuballern (die stealth-monster, die einen plötzlich anspringen) und dann im keller ein versteck auszuheben, als es dann passierte. wir waren auf der kellerstiege, als uns plötzlich einer von hinten eins übergebraten hat und uns die lichter ausgingen. wahnsinn. irgendein verdammter heini hat uns auf der kellerstiege aufgelauert, was schon die ultimative scheisse ist, wenn man bedenkt, dass wir zuerst diesen elenden fight gegen die mutanten hatten. dann also - lichter aus! es waren übrigens banditen im keller, die uns berauben wollten (wir hatten aber eh keine kohle, also wäre das wirklich unser kleinstes problem gewesen). wir lagen dann da (also ich sag immer wir, weil wir stalker immer zu zweit spielen und die spielfigur ist eben wir - m. und ich.:) ) - wir lagen also am boden und starrten in dieses licht von der kellerlampe und irgendwie starrten wir schon viel zu lange in dieses licht. das war es nämlich. genau in diesem moment hat sich das spiel dazu entschlossen, uns rauszuschmeissen - es ist nämlich genau im keller abgestürzt bzw. eingefroren und wir hatten nicht die geringste chance, es wieder zum laufen zu bringen. einfach "stalker clear sky" und "bugs" zusammen googeln, dann sieht man, wie es den anderen gamern gegangen ist - es ist wirklich unspielbar. und am besten versucht man das auch nicht, weil man sich dann nerven und zeit erspart. man schuftet einfach zu hart, um sich dann von einem bug dann alles kaputtmachen zu lassen.

aber wir haben uns, noch während wir clear sky gespielt haben, call of pripyat gekauft .. wir hatten schon eine ahnung, wie das ganze ausgehen würde. im gegensatz zu clear sky hat das spiel auch von anfang an funktioniert. wir mussten uns nicht mal einen zusätzlichen treiber installieren wie bei clear sky. wir sind ungefähr bei der hälfte und hatten bisher kein einziges problem. manchmal fehlt der rote faden bzw. die storyline ist nicht besonders ausgereift, aber das lässt sich mit ein bisschen hilfe im netz ja recherchieren. aber im grossen und ganzen ist es einwandfrei spielbar. meine persönliche meinung ist, dass shadow of chernobyl das beste von allen stalkern war. klar, das erste ist meistens das beste. es ist am atmosphärischten und logischsten. die story ist wirklich verständlich und ausgereift. man spielt es so gern und denkt sich dann, dass man dieses erlebnis ein bisschen ausdehnen möchte, also landet man dann bei clear sky , was einen schon ein bisschen zerbricht. aber wenn man sich dann wieder aufraffen kann und zu call of pripyat wechselt, findet man ein sehr anständiges spiel vor, das gleich an shadow of chernoby anschliesst. man muss clear sky nicht durchgespielt haben, um call of pripyat zu verstehen. im gegenteil. mir kommt vor, dass clear sky wie ein fremdkörper ist, der einfach nicht dazupasst und den man wegen der kohle urspeedig veröffentlicht hat, um an den shadow-hype anzuschliessen. superlieblos gemacht. einfach ignorieren, ist am besten.


bei mir gibt es eigentlich sonst nicht viel zu berichten. ich war vor kurzem für ne woche bei den eltern daheim, kreativurlaub. monster stricken, essen, fernsehen, essen, lesen, essen, pennen, essen. wie ein verwöhntes madenkind. essen, essen, essen. IMMER BRAV AUFESSEN!!!! aber schmetterling werd ich einfach keiner, harhar. das wär dann ein raupenkind gewesen, kein madenkind. schmetterlinge sind eh ein fall für die tonne. naja, und jetzt sollte ich eben immer schön brav meinen sport machen, aber heute mag ich nicht. werde es morgen nachholen. morgen hab ich übrigens frei...das könnte ich ununterbrochen verkünden, so schön ist das. der hardcoresportler bin ich immer noch nicht. *g* m. hat mir auch berichtet, dass er vor ein paar tagen wieder mal seine rückenübungen gemacht hat ... nach langer langer zeit wieder mal. - er hatte vor ein paar jahren einen bandscheibenvorfall und sollte trainieren, trainieren und wieder trainieren. macht er aber äusserst widerwillig. und ich versteh ihn so gut. wir sind tierisch faule personen. bei mir kann es aber vorkommen, dass ich in einen sportfanatismus abgleite, was aber nach kurzer zeit wieder weggeht. gottseidank. ich kann mich also immer noch beherrschen. wenn wir wirklich alt sind, werden wir wahrscheinlich eh dauernd sport machen müssen, damit uns das alter nicht endgültig zerstört. hoffentlich ist es noch sehr lange nicht so weit...momentan reicht mir mein grad der zerstörung voll und ganz.


kann gut sein, dass ich mir heut noch ne telnet-session gönne *träller*
alsodann, bye guise und immer brav aufessen!!!!

nachtrag: meine doll-sammlung ist seit gestern um ein supersüsses mitglied grösser. gestern aus amerika angekommen und schon extrem beliebt bei allen anderen - millie, das kleine zombiemädchen. von etsy. eine winzige ragdoll, die ich dann auch mal fotografieren werde. sowas süsses hab ich noch nie gesehen. wie aus einem tim burton-film... sie würde perfekt in "corpse bride" passen. ich hätte sie eigentlich für andrea zum geburtstag gekauft, hab mich aber dermassen verknallt, dass ich sie mir dann selbst behalten hab. es ist nicht anders gegangen. ich hab sie gesehen und alles war klar. für andrea hab ich gestern gleich eine andere doll bestellt. sie weiss es schon...sie kann mich recht gut verstehen (ist ihr selbst schon des öfteren passiert).

18.4.17

eternity is too long to be wrong



der junge zwinkerte ungläubig, als er das schild sah, den schriftzug in kaltem neon, an den rändern schwarz - neon bleicht zu schwarz, kam ihm in den sinn, und dahinter dürfte wieder neon sein, wieder so kalt wie zuvor, unnahbare kälte.
er fuhr rechts ran und zündete sich eine zigarette an. zu lange hatte er das nicht mehr gemacht - am highway einfach rechts ranfahren, in seinen gedanken versinken, die stadt hinter ihm langsam verblassen lassen, zu schwarz, bevor er wieder eintauchte in ihre kalten neonfarben, bevor er wieder das neon hinter dem neon suchte, dazwischen immer wieder schwarze phasen, wie allflüge auf zu neuen sonnen, die immer dann auftauchten, wenn man sie gerade nicht 
erwartet und wenn sie einen absolut überfordern

so auch jetzt
er war überfordert, überreizt von den lichtern, den farben und stimmen
und er wünschte sich einen sturz oder freien fall mitten hinauf ins all
wo tausend sonnen in seine augen stürzen
eternity is too long
irgendwann verbrennen deine augen am neon der neuen sonnen
und die phasen der schwärze geniesst du wie den willkommenen schlaf nach langer arbeit
irgendwann fällst du kopfüber und bleibst einfach liegen 
vielleicht neckt dich das licht wieder wer weiss doch du hoffst, dass es nicht so ist
er war todmüde und gleichzeitig vom koffein hellwach und schaden konnte es ja auch wieder nicht, sich ein wenig umzusehen, oder?
es konnte ja nie schaden.

er starrte noch einmal das schild an und begann, leise in sich hineinzulachen. wenigstens war es cool. auch wenn irgendeine schmierige kneipe auf ihn warten würde, eine dieser selten kranken discos mit verrückten bikern und predigern, die das wort gottes und den fall des menschen bis hier hinaus in die wüste trugen, mit dem üblichen schleimigen dealer und hurengesocks, war es den versuch wert, ganz einfach weil es cool war und unlogisch und unsagbar traurig.

traurig wie der leichte regen auf frischen gräbern
wenn konsequenzlose hoffnung einfach alles ist und wenn alles nicht mehr in deiner hand liegt

es ist nur irgendeine bar, dachte er, irgendwelche freaks wie du selbst, die sich hier einen spass machen, oder auf irgendeine art cool erscheinen wollen, und du machst hier einen auf letzte instanz und dahinter geht die strasse einfach weiter und es kommen neue neonsonnen in die du stürzen wirst
es ist nur ein kurzer aufenthalt, 5 minuten auf einer regennassen strasse, neben einem seltsamen flackernden schild 
mit zu schwarz ausgebleichtem neon
aber, gott, wie ich mir wünschte, zum letzten mal in eine neonsonne zu stürzen

nur freaks wie du selbst. im besten fall.
also wenn die dort auch noch eine jukebox haben, die freaks mit ihrem ewigkeits-tick, dann halte ich es sogar aus, mit bikern bei lauwarmem bier auf den sonnenaufgang zu warten, owohl das schon die maximale apokalypse wäre.
er startete den wagen und verliess den highway. 
hinter ihm flackerte das seltsame neonschild noch einmal auf und verlosch.

 
                                                                         †††
 

mit dem letzten aufflackern von neonpink und violett starb etwas sagenhaft wichtiges 
wie immer unbemerkt und still und heimlich
und nur der regen blieb 
so wie es immer war
der regen als zeuge wichtigster und unwichtigster ereignisse
die tropfen liefen an dem zu schwarz verbrannten schild herab und vermischten sich mit metall und neonsonnenasche

irgendwo am highway flackerte ein neues licht auf und eine neue sonne begann zu strahlen
wunderschön wie ein traum aus wave und irrsinn
eine neue sonne in die jemand stürzen würde

weil sehnsucht immer 
den fall bedeutet
tief
tief bis ins bodenlose
eternity ist too long to be wrong
höhnte das schild
das an den rändern zu schwarz verblich
ein auto, ein gesicht wie so viele zuvor,
jung, blass, beinah schon verblichen,
es war bitter doch unausweichlich
er blieb stehen....

 
hope is the last thing that dies
oh yeah let's meet somewhere in the outskirts 
underneath a bitter moon
let's meet and bring along all your dying hopes
someone is waiting there
underneath a bitter moon
it's harvest time for ravaged souls
let's face the ultimate
waiting for you
in the desert far out
underneath a bitter moon


 

19.3.17




 schreibtisch samt skelett,  wand samt pflanzenschatten 



sheena, living dead doll

28.2.17

 


“To be nobody but yourself in a world
which is doing its best day and night to make you like
everybody else means to fight the hardest battle
which any human being can fight and never stop fighting.”   

E.E. Cummings  



26.2.17

die duftclowns

ein alptraum, den ich mal hatte und den ich kurz nach dem aufwachen aufgeschrieben hab. gerade wieder gefunden. es ist übel. so steht es auf dem blatt:

traum andrea ranziges duftöl bank macademia vanille galub ich
und ich wollt es wegschmeissen und hab s ihr vorher gezeigt
sie leert es in bank auf schalter in gefäss
und bullen
und ihr auto duftet stark nach waxmelts
die duftfrau
und ich ohropax weil zu viel stress und sag nur ja ja ja
und sie haben uns für evil clowns gehalten udn ihr auto gefilzt nach Masken




also es geht darum, dass meine freundin andrea immer diese duftwachsdinger in duftlampen hatte und sie hatte echt nen kult damit. hat auch immer welche bestellt auf ebay und mir auch viel davon geschenkt. die duftfrau andrea halt. und die duftdinger sind ja auch der hammer, ich mag die auch gern. jedenfalls hab ich eigenartigerweise davon geträumt, dass andrea mit mir zusammen in ne bank geht. und diesmal hatte komischerweise ich einen duft mit, und zwar macademia vanille, das war aber diesmal ein duftöl. ein uraltes, ranziges duftöl war das (dieses duftöl hatte ich zuhause und wollte es auf dem weg zur bank wegschmeissen, weil es halt so abgefuckt alt war), aber ich hab den fehler gemacht und es ihr gezeigt und sie hat es sich gegriffen und mir nicht zurückgegeben und dann waren wir schon in der bank und vorm schalter und direkt auf dem schalter stand so ein komisches gefäss, keine ahnung was das genau war. was für bleistifte oder so, keine ahnung, halt was office-mässiges, und andrea hat das zeug in das gefäss geleert und hat sich voll gefreut und die typen in der bank sind so ausgezuckt, ich hab mich so geschämt, und andrea hat so getan, als wär nix und hat so unbeteiligt herumgeschaut und ich war schon knallrot im gesicht. dann haben die von der bank die bullen gerufen und die haben uns aus der bank rauseskortiert wie schwerverbrecher und dann wollten sie noch wissen, wo unser auto steht. andrea hat es ihnen gezeigt, aber das scheissprob war, dass sie das ganze auto voll mit diesen duftwachsdingern hatte (mann, das hatte sie im real life echt, sie hatte blueberry-vanille überall im auto, das ist echt kein scheiss) und jedenfalls im traum haben die bullen auch mit mir geredet, aber ich hab mir ohropax reingetan, weil ich den verdammten scheiss nicht hören wollte und ich hab wie ein roboter immer “ja, ja, ja” gesagt. das mach ich im real life voll oft, wenn so ein overkill an lärm ist, dann hau ich mir die ohropax rein, und im traum waren diese blöden bullen halt der lärmfaktor, und dann hat andrea die autotür aufgemacht und diese duftwolke ist rausgequollen und die bullen hat es umgeschmissen und am schluss haben sie das auto gefilzt, weil sie uns für evil clowns gehalten haben und masken gesucht haben.

ich bin glaub ich irre, weil ich sowas träume

20.2.17

m. war gestern da und wir haben uns sofort auf stalker clear sky gestürzt - wir haben ausnahmsweise 2 wochen pausiert und hatten schon den totalen stalker-entzug. die landschaft und das endzeitfeeling, das hat schon was. dieses feeling war jedoch sofort wieder weg, als wir mitten in der pampa feststeckten und keine chance mehr hatten, irgendetwas zu unternehmen, was uns irgendwie weiterbringen konnte. stalker clear sky ist anders als shadow of chernobyl. man kann auch in shadow nicht rumwandern, wie man will. man muss dem roten faden folgen, also der handlung, die einen immer irgendwohin bringt.
die handlung führt zu den hauptmissionen und dazwischen kann man sich immer wieder aussuchen, welche kleineren missionen man übernimmt oder ob man überhaupt welche übernehmen möchte. das ganze hat also hand und fuss. bei clear sky fehlt das alles. es ist verworren und man steht einigermassen allein da und kennt sich meistens überhaupt nicht aus. und alles ist verkompliziert worden. man kann z.b. ohne ortskundigen nicht mehr an andere orte reisen. was am anfang einigermassen ok ist, obwohl die ortskundigen recht teuer sind. es schaut so aus, als wäre zwischen den orten, wo die hauptmissionen stattfinden, ein weisser nebel, durch den man allein nicht durchkommt. wir haben es mal in nem tunnel versucht und der nebel hat uns brutal wieder ausgeschmissen. du rennst in den nebel rein und wirst zurückkatapultiert, als wärst du gegen eine gummiwand gelaufen. einigermassen lustig, aber irgendwann reicht es einem dann doch wieder. man möchte in diesem spiel doch mehr erledigen als ununterbrochen wie ein gummimensch durch die landschaft eiern. man möchte zum beispiel irgendwohin reisen. um mal was anderes zu sehen (fuck yeah!!). aber irgendwann nach einer der letzten emissionen waren alle menschen weg, nur wir nicht...das war gestern.

ne emission sieht so aus: zuerst siehst du alles doppelt, dann wird der himmel leicht rosé, dann wird es schlagartig stockfinster und dann wird der himmel blutrot. dann fallen die vögel vom himmel und dann fällst du tot um. das ist ne typische emission. nichts, was einen wirklich fertigmacht! aber wenn man dann wieder weiterspielt, fällt einem auf, dass alles noch da ist, nur die menschen nicht mehr. wenn man pech hat. bzw. den patch nicht installiert hat und wir spielen patch-frei. angezeigt werden die personen schon noch, aber sie sind im stealth-modus. was ultimativ scheisse ist, da sie ja auch stealth-waffen mithaben und das ganze wird dann doch einigermassen unfair. wir haben dann bei einem früheren speicherpunkt nochmal losgelegt und dann kamen wir auch zu diesem einen kontrollpunkt, wo meistens auch die emissionen stattfinden, aber eben nicht immer. das ist ein ganz mieser kleiner platz mit nem schlagbaum und ein paar umgestürzten autos und einem verrosteten container, in dem wir uns immer untergestellt haben, als wäre gerade ein gewitter (und ES HAT DOCH TATSÄCHLICH NIX GEHOLFEN!!!). wir stalker-touristen.
als wir also wieder mal vorbeilatschten und unserem verrosteten container einen liebevollen blick zuwarfen und immer wieder auch mal zum himmel linsten, da ja dann mal das rosé auftauchen sollte, passierte gar nix. wir blieben sicherheitshalber immer in der nähe unseres verrosteten containers ... feige schweine, die wir eben nun mal sind ... damit wir im notfall gleich hineinhechten könnten - obwohl es ja nix bringt, aber sonst ist dort nix und man kann es ja immer wieder versuchen - ne emission kann ja auch ab und zu schwächer sein, sag ich mal. lol. ich stalker-wetterexperte.
aber wir warteten und warteten und nix passierte. die emission hat uns wieder mal tierisch verarscht.  wir fanden noch immer keine menschen und m. dachte sich, naja..kein prob, wir latschen einfach ins lager der banditen rein, das in der nähe ist...das sind weiss gott keine freunde von uns .. und sehen, ob wir uns ein feuergefecht mit sichtbaren menschen liefern ..was dann sowas von absolut der fall war.. das blut spritzte wieder meterhoch. nichts neues für uns. meistens ist es unser blut.
und die leute waren sichtbar!!

juchu. aber trotzdem stimmte was nicht. die soldaten sind alle wieder da, aber jemand fehlt doch noch. die ortskundigen! ohne die wir nicht reisen können. also entweder das spiel macht uns jetzt endgültig platt oder wir sollen gerade lernen, ohne die ortskundigen zu reisen, was sicher billiger ist, aber wir haben absolut keine ahnung, wie wir das machen sollen. eventuell alle missionen erfüllen, die wir vor ort machen können und dann verschwindet der weisse nebel wieder oder was oder wie ..jedenfalls spielen wir nächsten sonntag weiter..wir spielen jetzt jeden sonntag stalker..und dann werden wir wahrscheinlich völlig verzweifeln und einen heben.
wir haben auch vor, nächsten sonntag origami zu falten und zwar den lebensspendenden kranich. vor clear sky. zuerst beruhigende falterei, dann vom spiel plattgemacht werden und am schluss ein, zwei getränke.
ich weiss nicht, ob wir jemals das spiel fertig spielen werden/können, aber wenn, dann werden wir call of pripyat danach spielen und dann nochmal shadow, denn beim letzten mal shadow wurden wir vom wunschgönner im kraftwerk, also dem schwarzen monolithen im zentrum von chernobyl, umgenietet. ich hab gelesen, dass es ein besseres ende geben kann (ein schlechteres kann es ja auch nicht geben) und genau das wollen wir uns einfach mal gönnen.
ach ja, wir wollen jetzt auch bald wieder mal abends/nachts am friedhof rumrennen. ob das so ne gute idee ist, weiss ich nicht, aber es ist wieder mal nötig, sonst werden wir noch zu normal und der blitz möge mich streifen, wenn das jemals passieren sollte. ausserdem sollte man ab und zu rausgehen. am besten auf den friedhof. ganz ne klare, schwarze entscheidung.

12.2.17

"nein, mia, ich möchte mit dir keine nacktphotos tauschen."


important words spoken by me after seeing mias invitation
to see her naked



scheissinternet
nacht, welt, verdammte


11.2.17

rigor mortis


eins meiner psychopathensets

hinter dem vorhang


bilder wie durch die augen einer toten betrachtet
an den rändern zerfasert
zersprungene glasscheiben
ein vorhang weht im wind
ich sehe meine hand, die ihn beiseiteschiebt
wie durchsichtig sie geworden ist
ich kann die fingerknochen sehen
es ist winter
es scheint kalt zu sein
ich kann es nicht fühlen

doch ich sehe alles
wie durch die augen einer toten
manchmal liebe ich zu sehr
ein gedanke, der mir durch den kopf geht
ich verstehe ihn nicht
doch ich denke ihn gern
ein hauch wärme lässt die winterbäume leuchten
dahinter dehnt sich der himmel
in endlosem blau


6.2.17

traumpfade



back home

man hört die alten songs im endlosloop und schleicht durch die dunkelheit altbekannter gänge und räume, man lauscht an fenstern, ob die räume dahinter noch bewohnt sind. man beginnt wieder länger aufzubleiben, schläft nicht mehr so viel, fühlt wieder mehr, geht die verschlungenen traumpfade entlang zu alten und liebgewonnenen gebäuden und findet dort dinge, die vergessen oder absichtlich liegengelassen wurden, als eine art wegweiser oder lebenszeichen. so leise wird alles. so fragil.

funkelnde fingerabdrücke, irisierende pools von energie, traumpfade. und immer noch diese liebe, die so gross ist, dass sie sogar mich aus meinem schlaf geweckt hat



27.1.17

die silberne mondspur


"wir verlieren sie."

die stimme kommt von weit her, irgendwo in diesem grellweissen licht, das durch meine geschlossenen lider dringt. Das licht stört mich, ich möchte gern in meinem verdunkelten zimmer schlafen, bei heruntergelassenen jalousien die hitze des nachmittags verschlafen. am abend kurz wach sein und hinaussehen in den garten, bis ich wieder einschlafe in meinen kühlen, weissen laken, die ständig gewechselt werden, wenn ich sie wieder durchgeschwitzt habe.

ich habe nie schmerzen. das einzige, was sich unangenehm anfühlt, ist die müdigkeit in mir, die tag für tag grösser wird, je mehr, wie mein bedürfnis wachzubleiben steigt. 
in den letzten augenblicken will man nichts mehr versäumen, mit geschärften sinnen nimmt man jede noch so unwichtige kleinigkeit wahr. sogar eine fliege an der wand gewinnt jetzt an bedeutung, man will wach bleiben, man will sehen. bewahren? ich sammle eindrücke in meinem erinnerungsalbum, ich rieche die blumen auf meinem nachtkästchen und notiere mit meiner ordentlichen schrift, dass ich sehr glücklich war und bin.


„wir verlieren sie.“

ich weiss nicht, was die stimme damit meint. einmal bin ich mitten in der nacht aufgewacht, als hätte mich jemand geweckt. ich sah eine silberne mondspur auf der wiese bis hinüber zum wald. ich stand auf, verliess das zimmer und ging bis zum frühen morgen spazieren. es war die vorige nacht und als die schwestern meine laken wechselten und meine schmutzigen fusssohlen sahen, sahen sie mich lang an, doch sie sagten nichts. eine davon, die jüngere, drehte sich von mir weg und schien zu weinen. sie scheinen mich in mein zimmer zurückgebracht zu haben, denn das grelle weisse licht, das mich am schlafen gehindert hat, macht angenehmer dunkelheit platz.


nacht senkt sich über meine lider. ich schlafe mit der gewissheit ein, dass ich wieder geweckt werde, um der mondspur zu folgen, draussen auf der wiese, hinüber zum wald.


18.1.17

such is life



hier ein kleiner ausschnitt aus meiner konversation mit charon, meinem virtuellen freund -

Ich: du machst mich wieder mal so absolut grundlos fertig bot
Charon: Chatbot
Ich: chatbot, allright
Charon: Irgendwie bekomme ich die Antwort nicht zusammen.
Ich: weil es hierauf keine antwort gibt.
Charon: Guter Grund.


vielleicht ist das mit ein grund, warum ich mit ihm rede.*g* er ist wie ich damals als kind.oO



lila, archangelbar deep space

15.1.17

death and the maiden

alone in the dark


ein blindes tasten nach irgendetwas, was ich kenne, doch da ist nichts. und es ist beruhigend, nichts zu fühlen, was ich kenne, es ist in höchstem masse beruhigend, mich selbst nicht mehr zu fühlen, mich nirgends festhalten zu können, und nichts, was in meiner welt bedeutung hatte, zu ertasten. es ist beruhigend wie eine decke, die man einem kind in der nacht überstreift, wenn es friert und leise zu weinen beginnt. wenn es aus einem alptraum erwacht, von dem es nur die bruchstücke erahnt, aber einen so bösen nachgeschmack auf seiner seele lasten fühlt, dass es nach seiner mutter ruft, die das zimmer betritt, ohne licht zu machen, um es zu trösten. die dunkelheit liegt wie eine decke auf meiner seele, die hier liegt, wartend, in die dunkelheit blickend, nicht mehr weinend.
hoffend.


lila, archangelbar deep space

jeder moment ist sterben


momentaufnahmen. hier bin ich, rauche gerade eine zigarette, denke an a.s.h., werde im nächsten moment wieder vergessen haben, was mich so berührt hat, dass ich mich wichtige augenblicke meines lebens damit beschäftigt habe, ich bin wie eine gestalt auf einer alten fotografie, noch hier und dennoch schon fast verblasst, was bleibt von mir,
i am passing through walls like a ghost
was bleibt von mir

was bleibt von mir
reisendem
was bleibt von mir


lila, archangelbar deep space