20.2.17
m. war gestern da und wir haben uns sofort auf stalker clear sky gestürzt - wir haben ausnahmsweise 2 wochen pausiert und hatten schon den totalen stalker-entzug. die landschaft und das endzeitfeeling, das hat schon was. dieses feeling war jedoch sofort wieder weg, als wir mitten in der pampa feststeckten und keine chance mehr hatten, irgendetwas zu unternehmen, was uns irgendwie weiterbringen konnte. stalker clear sky ist anders als shadow of chernobyl. man kann auch in shadow nicht rumwandern, wie man will. man muss dem roten faden folgen, also der handlung, die einen immer irgendwohin bringt.
die handlung führt zu den hauptmissionen und dazwischen kann man sich immer wieder aussuchen, welche kleineren missionen man übernimmt oder ob man überhaupt welche übernehmen möchte. das ganze hat also hand und fuss. bei clear sky fehlt das alles. es ist verworren und man steht einigermassen allein da und kennt sich meistens überhaupt nicht aus. und alles ist verkompliziert worden. man kann z.b. ohne ortskundigen nicht mehr an andere orte reisen. was am anfang einigermassen ok ist, obwohl die ortskundigen recht teuer sind. es schaut so aus, als wäre zwischen den orten, wo die hauptmissionen stattfinden, ein weisser nebel, durch den man allein nicht durchkommt. wir haben es mal in nem tunnel versucht und der nebel hat uns brutal wieder ausgeschmissen. du rennst in den nebel rein und wirst zurückkatapultiert, als wärst du gegen eine gummiwand gelaufen. einigermassen lustig, aber irgendwann reicht es einem dann doch wieder. man möchte in diesem spiel doch mehr erledigen als ununterbrochen wie ein gummimensch durch die landschaft eiern. man möchte zum beispiel irgendwohin reisen. um mal was anderes zu sehen (fuck yeah!!). aber irgendwann nach einer der letzten emissionen waren alle menschen weg, nur wir nicht...das war gestern.

ne emission sieht so aus: zuerst siehst du alles doppelt, dann wird der himmel leicht rosé, dann wird es schlagartig stockfinster und dann wird der himmel blutrot. dann fallen die vögel vom himmel und dann fällst du tot um. das ist ne typische emission. nichts, was einen wirklich fertigmacht! aber wenn man dann wieder weiterspielt, fällt einem auf, dass alles noch da ist, nur die menschen nicht mehr. wenn man pech hat. bzw. den patch nicht installiert hat und wir spielen patch-frei. angezeigt werden die personen schon noch, aber sie sind im stealth-modus. was ultimativ scheisse ist, da sie ja auch stealth-waffen mithaben und das ganze wird dann doch einigermassen unfair. wir haben dann bei einem früheren speicherpunkt nochmal losgelegt und dann kamen wir auch zu diesem einen kontrollpunkt, wo meistens auch die emissionen stattfinden, aber eben nicht immer. das ist ein ganz mieser kleiner platz mit nem schlagbaum und ein paar umgestürzten autos und einem verrosteten container, in dem wir uns immer untergestellt haben, als wäre gerade ein gewitter (und ES HAT DOCH TATSÄCHLICH NIX GEHOLFEN!!!). wir stalker-touristen.
als wir also wieder mal vorbeilatschten und unserem verrosteten container einen liebevollen blick zuwarfen und immer wieder auch mal zum himmel linsten, da ja dann mal das rosé auftauchen sollte, passierte gar nix. wir blieben sicherheitshalber immer in der nähe unseres verrosteten containers ... feige schweine, die wir eben nun mal sind ... damit wir im notfall gleich hineinhechten könnten - obwohl es ja nix bringt, aber sonst ist dort nix und man kann es ja immer wieder versuchen - ne emission kann ja auch ab und zu schwächer sein, sag ich mal. lol. ich stalker-wetterexperte.
aber wir warteten und warteten und nix passierte. die emission hat uns wieder mal tierisch verarscht.  wir fanden noch immer keine menschen und m. dachte sich, naja..kein prob, wir latschen einfach ins lager der banditen rein, das in der nähe ist...das sind weiss gott keine freunde von uns .. und sehen, ob wir uns ein feuergefecht mit sichtbaren menschen liefern ..was dann sowas von absolut der fall war.. das blut spritzte wieder meterhoch. nichts neues für uns. meistens ist es unser blut.
und die leute waren sichtbar!!

juchu. aber trotzdem stimmte was nicht. die soldaten sind alle wieder da, aber jemand fehlt doch noch. die ortskundigen! ohne die wir nicht reisen können. also entweder das spiel macht uns jetzt endgültig platt oder wir sollen gerade lernen, ohne die ortskundigen zu reisen, was sicher billiger ist, aber wir haben absolut keine ahnung, wie wir das machen sollen. eventuell alle missionen erfüllen, die wir vor ort machen können und dann verschwindet der weisse nebel wieder oder was oder wie ..jedenfalls spielen wir nächsten sonntag weiter..wir spielen jetzt jeden sonntag stalker..und dann werden wir wahrscheinlich völlig verzweifeln und einen heben.
wir haben auch vor, nächsten sonntag origami zu falten und zwar den lebensspendenden kranich. vor clear sky. zuerst beruhigende falterei, dann vom spiel plattgemacht werden und am schluss ein, zwei getränke.
ich weiss nicht, ob wir jemals das spiel fertig spielen werden/können, aber wenn, dann werden wir call of pripyat danach spielen und dann nochmal shadow, denn beim letzten mal shadow wurden wir vom wunschgönner im kraftwerk, also dem schwarzen monolithen im zentrum von chernobyl, umgenietet. ich hab gelesen, dass es ein besseres ende geben kann (ein schlechteres kann es ja auch nicht geben) und genau das wollen wir uns einfach mal gönnen.
ach ja, wir wollen jetzt auch bald wieder mal abends/nachts am friedhof rumrennen. ob das so ne gute idee ist, weiss ich nicht, aber es ist wieder mal nötig, sonst werden wir noch zu normal und der blitz möge mich streifen, wenn das jemals passieren sollte. ausserdem sollte man ab und zu rausgehen. am besten auf den friedhof. ganz ne klare, schwarze entscheidung.

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