20.6.17
migraine und sport - ein kleiner hoffnungsschimmer ...

endlich. ich warte und warte, aber es passiert nichts. was im prinzip langweilig ist. aber wenn man auf eine hammermigraine wartet, schaut die situation dann doch anders aus. ich mache seit einiger zeit sport. regelmässig. vor allem laufen, situps, kniebeugen, hanteln, also das übliche, was man zuhause machen kann. ich habe seit beginn meiner sportlichen zeit probleme mit einer grauenhaften migraine, die ein paar stunden nach dem sport einsetzt und den ganzen nächsten tag andauert. leider wusste ich nicht ein noch aus und habe deshalb jedes mal tabletten eingenommen, die manchmal geholfen haben, aber meistens nicht, weil die sport-migraine einfach viel zu brutal ist. ich war schon einigermassen verzweifelt, weil ich ja - im idealfall - jeden 2. tag sport mache (oft ist es jeder 3. tag, zugegeben). ich kann nicht so viele tabletten schlucken, ohne meine organe zu schädigen. im lauf der jahre wären sicher gewaltige gesundheitsprobleme zu erwarten und das wollte ich vermeiden. also wäre die einzige möglichkeit, sport zu machen und die folgen auszuhalten, ohne tabs, und zu hoffen, dass es irgendwann mal von selbst aufhört. also abwarten und sich von diesem dämon zerfleischen lassen.


ich habe dann viel im netz recherchiert, ob es auch andere leute mit dem selben problem gibt. ich habe nicht damit gerechnet, wie viele das sind. und wie verweifelt die meisten sind. es gibt leute, die ein migraine-tagebuch führen und immer wieder bestimmte dinge ausprobieren, bestimmte lebensmittel essen z.b., oder ganz viel trinken (das muss man sowieso), oder sich nach dem sport gar nicht hinsetzen und eine zeitlang viel herumgehen - alles, nur keine tabs schlucken. davor haben wir alle angst. wir haben alle im lauf unseres lebens schon extrem viele medikamente verbraucht und irgendwann wird man ängstlich. jedenfalls habe ich wieder mal ein forum durchkämmt und bin auf eine interessante ansage gestossen: das hirn wird bei anstrengungen unterzuckert...

ok, ich bin wahrscheinlich supernaiv - ich wusste das wirklich nicht. habe ich zum ersten mal gehört, dass das hirn unterzuckert sein kann. die lösung für dieses problem: vor dem sport einen halben apfel essen und die andere hälfte nach dem sport. natürlich immer schön viel wasser trinken (eh klar). und auch noch wichtig: nie zu spät sporteln. man soll sich kurz danach nicht hinlegen. das könnte ein migrainetrigger sein. ich habe es jetzt schon 2 mal probiert - grosses stück apfel vor dem laufen - grosses stück apfel nach dem laufen, immer schön hydriert bleiben und nach dem laufen mindestens 5 stunden aufbleiben. das resultat: keine migraine.


aber es ist seltsam. es fühlt sich genau so an, als wären die grundvoraussetzungen für migraine gegeben, aber der trigger würde fehlen. ich kann es nur schwer beschreiben. man fühlt, dass im kopf etwas verändert ist, es ist wie gift, das herumwabert. ich habe sogar leichte sehstörungen gehabt und dieses "bamstige" gefühl im gesicht. tiefe augenringe ebenfalls. aber der schmerz ist ausgeblieben. ich werde auf jeden fall so weitermachen und die ergebnisse zusammenfassend am besten hier im blog posten, weil ich kein migrainetagebuch führe. ich bin bis jetzt sehr zufrieden, allerdings habe ich die methode erst 2 mal ausprobiert. ich hoffe, dass es so positiv weitergeht.

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