3.6.13

Gottfried - der Selbstversorger




gottfried stollwerk 52, vater von drei söhnen, selbstversorger und spaßbauer in hiddinghausen bei osnabrück. handarbeitender bauer mit zehn schafen, einer kuh, einem kalb und hühnern. außerdem einem gemüsegarten und obstbäume. die zentralheizung im haus und fließendes wasser wird nicht genutzt. befeurt den ofen in der küche mit eigenem holz, hat einen hausbrunnen und ein kompostklo.

"ich lebe nicht so, weil ich die welt retten will, sondern weil es mir selbstwertgefühl vermittelt und spaß macht. manche biobauern oder ökos denken ja, dass das etwas schlechtes ist. seit dem begriff spaßgesellschaft verbinden sie spaß mit der dekadenz der großstadt."

=============================================

interessante doku über gottfried, den selbstversorger. manche sagen, gottfried wäre völlig irre oder bekloppt. manches an ihm ist ätzend, aber dämlich ist der mann sicher nicht. ich find es gut, wenn man mal sieht, wie das prinzip selbstversorgung funktionieren könnte. und ob man das dann noch mag, ist ne andere sache. vorurteilsfrei angucken kann man sich's ja mal, und dann überlegen, ob man das, was gottfried betreibt, überhaupt drauf hätte.

ich wollte früher immer ähnlich leben, nur hatte ich damals noch extreme illusionen/falsche vorstellungen. ich glaub ehrlich nicht, dass ich es drauf hätte. aber ich seh die doku wirklich gern an. mir graust's auch nicht so extrem wie dem kameramann, der ein echtes problem bei gottfried zu haben scheint. denke mal, der hat sich des öfteren ins gebüsch begeben, um sich die ganze sache nochmal durch den kopf gehen zu lassen. aber hantig ist er, der gottfried. und er hasst leute wie mich. trotzdem: ich hab mich an manchen stellen krank gelacht, vor allem über den reporter. beim essen.
womit wurde das besteck gespült?
göttlich.



2.6.13

le update

scheiss drauf, ich möcht wieder posten. normal meine ich. und so wie früher. mal bunt, mal schwarz, mal senffarben. vorzugsweise schwarz, ist ja klar. aber! whatever... dieses humorlose gewollt gothicmässige kann ich nicht mehr ausstehen! genau deshalb hab ich damals ja die szene verlassen. es war laaaangweiliiig!!! ich will mein blog zurück! mein gammliges thing next door. denn ich liebe es. noch fragen? *g*

yayyyyyy!!!!!!!

ich habe heute die kleinen, gemeinen und genialen larvae entdeckt. nun soll'n die hier rein. doch so edel sind die ja nich. was für n' dilemma. sie müssen nämlich hier rein. also muss das hier falsch sein. das ganze konstrukt. denn wenn man net mehr posten kann, was man möchte, weil man schiss hat, dass es nicht reinpasst, dann kann man den blog quasi in die tonne klatschen, ohne den deckel aufzumachen. darum muss es back to se roots, wie der lateiner sagt.


mein flickr account war dann auch mal ein fall für die tonne. sollte jemand den account suchen, weil er sich an meinen pix delektieren möchte (scherzchen am rande), dem muss ich leider mitteilen, dass ich ihn vor einigen tagen gelöscht habe. die bratzen von tumblr haben manche meiner photos so arg gemocht, dass sie doch glatt vergessen haben, mir credit zu geben. soll heissen, sie haben sie in ihren blogs gepostet, ohne mich namentl. zu erwähnen. und das war das ende meines flickr accounts. tja. so kann's gehen. normalerweise sag ich echt nix, wenn jemand meine photos bloggt. mein name muss halt drunterstehen, sonst will ich nix weiter. aber das. war. gemein. mein photo "hail dark water" hatte über 700 notes. was sehr sehr viel ist. aber nichts davon ging an mich. alle dachten, das mädel, das mein bild geklaut hat, hätte es gemacht. und ich war sauer, sehr sauer.
das photo ist nur ein schnappschuss. ein ganz guter, muss ich sgen, aber halt nichts wirklich besonderes. dass das dann so tierisch weh tun würde, dass sie mir so ein bild klauen, das wusste ich nicht. ausserdem war ich so wütend, dass ich fast ausgetickt wäre.
wollte noch tumblr ein hatemail schicken, hab's aber dann doch gelassen. bringt ja nix. die plattform hat nie schuld. und das mädel, das das gemacht hat, war etwas einfach, möcht mir scheinen. die hätt mich nicht mal verstanden.

tumblr gehört seit kurzem ja yahoo, und wir haben gerade eine art yahoo-phobie entwickelt, die aber durchaus witzig ist. egal, was grad bei uns schiefgeht (und tumblr ist ja berühmt dafür, dass irgendwo immer was schiefgeht) - yahoo ist dran schuld. die yahooligans, das böse in suchmaschinengestalt. mann, wer kann sich eigentl. an yahoo erinnern? ich nicht wirklich so gut. hab's nie so sehr gemocht. die suchergebnisse waren oft ziemliche scheisse. andere maschinen haben einfach viel mehr gefunden. ich kann mich erinnern, dass ich damals netscape extrem mochte. es gab bei uns netscape-cafes, also internet cafes, die das netscape logo hatten. und das netscape logo war legendär. ein abenteuer. ne reise. so war das netz damals halt. bisschen schon, oder?
yahoo schiesst sich jetzt grad die bluterfrischung tumblr und wir amüsieren uns prächtig, obwohl wir ununterbrochen rummotzen, aber diese dauermotzerei ist halt unsere art. (hallo yahoo, willkommen!! *fahne hisst* macht uns bloss nicht kaputt. lasst uns leben, dann versuchen wir sogar, euch zu mögen. und versucht nicht, uns "familienfreundlich" [nach euren worten] zu gestalten. wir scheissen auf eure "familienfreundlichkeit". tumblr war vor allem eins niemals: familienfreundlich!! NIEMALS! dieses wort im zusammenhang mit uns...yahoo...bitch, please. lasst uns einfach so wie wir sind. und passt ihr euch an uns an LOL). so sieht's grad aus bei uns drüben auf tumblr. nicht übel, obwohl wir sicher schon bessere zeiten hatten. aber auch schlechtere *lol*

ich weiss, es ist echt nicht viel für nen tumblr, aber für's archiv: meinen tumblr haben 450 leute abonniert, was mich doch einigermassen froh stimmt. obwohl's schon mehr sein könnten. ich arbeite dran.:)

flickr hat üble zeiten vor sich. wer die website gesehen hat, der weiss, dass ich recht hab. mann, wer hasst flickr so sehr, dass er das interface dermassen verschissen hat? dieses design drückt einem die augäpfel ein. was für ein frust. meine pix waren noch nie so dermassen hässlich wie auf flickr. bin zwar eh weg jetzt, aber irgendwie hat mir dann das design auch den rest gegeben und den ausschlag, dass ich jetzt endlich von dort wegmuss. zuerst die bilderklauerei, und dann das üble design und die unübersichtlichkeit der page dort. NÄH.

ich hab einige meiner bilder hier in diesem blog geparkt. und dann gibt's natürlich noch das photoblog ...hehehehehe....ja, ich bin schon eine... hier sind die bilder gut aufgehoben. denn ich sehe noch keinen button auf der seite kleben, auf den man einfach nur klicken muss, um jedes bild auf der seite auf tumblr bloggen zu können. ok, auf tumblr gibt's ein sogenanntes bookmarklet, das ist ein winziges programm, dass medienfiles jeder art aus jeder website schneidet und dann an die diversen blogs schickt. dort kann man die files entweder gleich posten, in den queue stellen oder draften, also in die entwürfe verschieben. nur manchen usern ist dieses dings nicht geheuer. die warten lieber drauf, dass eine page...so wie flickr...das posten der dateien für sie noch einfacher macht.
gehört flickr nicht auch yahoo? doch, oder? und tumblr jetzt auch noch, wie schön, wie passend. da könnte man dann gleich ne gemeinsame plattform errichten. denke mal, dass genau das das ziel sein wird. das ganze wird mal ein ding. war es eigentlich eh schon länger.. ich kann mich erinnern, dass flickr schon seit längerem den tumblr-blogs besseren zugang gewährte als den anderen plattformen. anscheinend war der tumblr deal von yahoo schon seit längerer zeit geplant. natürlich. ne spontisache war das sicher nicht. mann. tumblr ist ein konzern. wir vergessen das immer. wir vergessen, was bei konzernen tatsächlich wichtig ist. wir eumel.

p.s.

sollte der fisch das hier lesen, was ich doch sehr hoffe: ich hab glitzerkleber gefunden. deine briefe werden dementsprechend aussehen. ebenso wie meine haare, hände und pullover. nur dass du es weisst. denn briefe sind immer noch nicht ausgestorben, vor allem, wenn sie in alle farben glitzern. schönen sonntag noch, leute!

24.5.13

es ist arschkalt. ich geh tot.

eine frühlingsnacht. kalt wie eis



Una furtiva lagrima negli occhi suoi spuntò... quelle festose giovani invidiar sembrò... Che più cercando io vo? M'ama, lo vedo. Un solo istante i palpiti del suo bel cor sentir!.. Co' suoi sospir confondere per poco i miei sospir!... Cielo, si può morir; di più non chiedo.


Sepolcro degli Stuart Monumento Oneto Angelo del dolore Tomba Burrano Ultimo bacio Tomba Ribaudo Père Lachaise e cimiteri dell'est


Narsilion (Nerbeleth, 2004) Dreams About The Eternity

eine nacht, die den tag ganz verdrängt hat, und es ist eiskalt. heute nacht soll schnee fallen, hört man in den medien. in einigen gegenden deutschlands soll es schon schneien (in der eifel,z. b. mischka hat davon erzählt).  schnee, jetzt, im mai.
hoffentlich sterben die blumen nicht. und vor allem mein gemüse am balkon. blumen sind ja schön, aber auf meine tomaten freu ich mich jetzt schon.

ich befinde mich gerade auf einem virtuellen erinnerungstrip durch die friedhöfe. mukkemässig. auf youtube. es ist ein wahnsinn, wie viel schwarzes zeug es dort gibt. man dreht fast durch.
es gibt so viele infos, viel mehr als damals. mühe macht es trotzdem. wie ein puzzle fügt man teil um teil zusammen, und endlich fühlt man sich als teil des ganzen. (k., ich bin nicht mehr traurig. es war nur so, dass ich mich irgendwie verlaufen hatte und nicht mehr heimgefunden habe. zu viel alltag, zu viel arbeit, u know. ich bin ein sonderbares wesen. ein teil von mir ist der tod. der andere der ozean. warum auch immer. beides muss ich dauernd spüren, sonst tut mir alles weh. und ich zieh euch mega runter. tut mir leid, dass du dir auf tumblr sorgen gemacht hast. solche dinge wie melancholie hab ich manchmal, das ist bei mir normal. und es geht nach einigen stunden wieder weg, bis zum nächsten mal)

11.5.13

dieses blog mag ja einigermassen hübsch sein, aber es ist tot. alles fühlt sich tot an. es steht hier nur drinnen, was ich bloggen kann. bloggen darf. könnte ja jemand zu viel lesen. jemand, der sich drüber lustig macht. leute, die mein zeug lesen, aber mich nicht leiden können, aus diversen und absolut verständlichen gründen. :)
ich hab nachgedacht. es wäre schade drum. mein blog existiert schon seit 2008 und feiert am 18. mai seinen geburtstag. ich hatte so geile urls im kopf, so wahnsinnig edle dinge, so schön das alles, aber nix für uns. mein blogchen und ich bleiben so, wie wir eben sind. was anderes passt nicht zu uns. ob ich nun will oder nicht. eigentlich will ich eh. ein thing next door hat (und ist) nicht jeder.

was noch erfreulich ist, ist die tatsache, dass es jetzt mit meiner diät endlich klappt und dass ich abgenommen habe. die grösse 36 ist in reichweite und dann bleib ich auch dabei. nie wieder dicker. aber auch nie wieder grösse 32 wie früher als jugendliche, als ich wirklich das limit überschritten hatte, und zwar um einiges. ich erinnere mich noch ganz gut daran. ich hab mich eigentlich ausschliesslich über mein gewicht definiert. im prinzip ist es jetzt noch genauso, aber es ist nicht mehr so wild. ich fühl mich wohler, wenn ich dünn bin. das ist alles. aber es ist nicht mehr so, dass ich mich 2 mal pro tag wiegen muss und kalorien zähle und in mein diätbuch scheibe. ich hab gar keins mehr und die waage hab ich weggeworfen. keine ahnung, wie viel ich genau wiege. grösse 38 wird jetzt langsam zu weit für mich. ganz langsam. ich hab diesen furchtbar langsamen metabolismus bekommen, seit ich nicht mehr rauche. ausserdem spielt sicher auch das alter eine rolle. vor 15 jahren ging abnehmen noch schneller.

ich freu mich schon auf die neuen klamotten. es fühlt sich so gut an. so sauber und frisch. einige der alten sachen, die noch gut aussehen und nicht so oft getragen wurden, werde ich zur altkleidersammlung bringen und den rest einfach wegschmeissen.

hab es damals gar nicht über's herz gebracht, die goth-klamotten wegzuschmeissen. die liegen noch immer am dachboden bei den eltern daheim. und die roben und schleier hängen dort oben von der decke, mit schutzhüllen aus plastik drüber. die besten sachen würden sicher einigermassen kohle einbringen, aber ich brauch momentan keine kohle. ich brauch die erinnerungen. und das gefühl. wie es ist, wenn man ein bodenlanges schwarzes kleid mit schwarzen federn am ausschnitt anfasst. es transportiert einen irgendwie in eine andere zeit. das einzige, was mich echt dran stört ist, dass es manchmal so weh tut. nicht oft, aber manchmal, wenn man an bestimmte events zurückdenkt, dann hält man es kaum aus vor sehnsucht. man möchte alles wiederhaben, ganz sicher. es würde doch gehen, zusammen mit dem job (den jobs)..klar, ich hab weniger zeit als damals, aber wenn das timing passt, dann geht doch alles...denkt man. nur ist leider zuviel kaputt gegangen. durch das ganze feeling zieht sich ein blutroter schnitt. irgendwann war es aus, und irgendwann bricht man auf und will ncht mehr zurückschauen. das ist immer dann so, wenn man etwas wahnsinnig liebt, und wenn einen ganz plötzlich etwas stört. wie schmeissfliegen im paradies. ein hundehaufen im spiegelsaal von versailles. ein eingeworfenes fenster in einer kirche. man sieht sich das eine zeitlang an. dann will man es reparieren. schafft man es und ist wieder zufrieden, kann man sicher sein, dass es am nächsten tag exakt gleich aussieht wie vorher. man versucht es noch ein paarmal zu reparieren und den vorherigen zustand wiederherzustellen, aber irgendwann kann man selbst nicht mehr und bevor man seelisch draufgeht, geht man lieber weit weg. das ganze bezieht sich auf eine szene, genauso wie es sich auf menschen beziehen könnte. das feeling ist gleich. wenn man liebt, dann liebt man.
ich würde mich aber immer noch als schwarz bezeichnen. als tiefschwarz sogar. nur zelebriere ich mein schwarz-sein inzwischen allein, das ist der unterschied.
ich bin normalerweise nicht traurig. nur wenn ich diese wunderschönen klamotten sehe, leicht über federn und perlen und feine stoffe streiche, das parfum rieche, das ich damals gern hatte und das noch immer im stoff hängt, dann treibt es mir oft die tränen in die augen. ich denke, so ergeht es sicher einigen. denen, die weggegangen sind. aber ich glaube, es geht uns immer noch besser als denen, die noch dabei sind und die bestimmte dinge nie verkraftet haben, es aber müssen. weil sie es ununterbrochen miterleben. würg. ich würd mich ja eher vorn zug schmeissen. öhrlich.

ich werd jetzt so gut wie alles in schwarz kaufen, wenn ich endlich grösse 36 habe. und es kann gut sein, dass sich einige totenköpfchen als stoff-applikationen oder als anhänger in meiner garderobe wiederfinden. nur leider ist das natürlich zu wenig, wie jeder weiss, der mal das vergnügen hatte, so richtig im goth outfit rumzuwandeln. wenn man mal die seele nach draussen gekehrt hat und aussen genau so ausgesehen hat wie innen, dann weiss man, dass es nie besser wird. es sei denn, man läuft nackt rum wie adam und eva. entweder im goth outfit oder nackt. dazwischen gibt es nix für uns.

4.5.13

komm nach hause

irgendwann, im lauf des lebens, verliert man sich. vielleicht ist man zu schnell gelaufen, oder es waren hindernisse zu überwinden, die einfach zu hoch waren. hat man es dennoch geschafft, freut man sich nicht darüber und geht einfach weiter, sondern man blickt wie gelähmt und todmüde das hindernis an, das ja schon eigentlich hinter einem liegt, oder man blickt die strasse hinunter, über die man gerade eben erst gekommen ist. man setzt sich nieder und blickt stumm vor sich hin, und ganz plötzlich beginnt es. das licht beginnt sich zurückzuziehen. es wird weniger. es wird dunkler in dir. und ein seufzer enststeht in deiner brust, den du nicht kanntest. solche seufzer können jahrelang in deiner brust existieren und es kann gut sein, dass sie immer grösser und schwerer werden. dann sollte man gut auf sich aufpassen, denn dann ist man in gefahr.

ich bin gerade an diesem punkt angekommen: ich sitze auf einer endlosen strasse und habe keine ahnung, warum ich sie entlanggelaufen bin, und noch dazu in diesem höllentempo. ich bin anscheinend vor etwas davongelaufen, doch so sehr ich mich auch anstrenge, ich sehe den verfolger nicht. ich sehe überhaupt nicht mehr viel. vor allem keine zukunft. ich sehe nur ein kleines schimmern von gold, wie eine winzige kerze, in der dunkelheit. dieses schimmern stammt aus meiner vergangenheit und ich glaube, es war einmal sehr stark. ein leuchten, als ich kind war. jetzt ist kaum mehr etwas davon übrig. aber es reicht aus, dass ich diesen seufzer, der sich in meiner brust gebildet hat, immer wieder zurückdrängen kann. dieses schimmern reicht aus, so wenig es auch ist.
und ich sehe noch etwas. so, als würde ich durch ein umgekehrtes fernrohr schauen, alles ist so klein und so extrem weit weg. ich kann sehen, wie ich damals die welt wahrgenommen habe. und ich fühle, dass ich sie einmal sehr geliebt habe. ich fühle plötzlich heimweh. ich würde gern dorthin zurückgehen, aber ob es möglich ist, weiss ich nicht. es sind viele jahre vergangen.

aber vielleicht sollten wir  dorthingehen, wo dieses goldene schimmern schon auf uns wartet. es ist wie eine kerze, die man einmal auf das fensterbrett gestellt hat, damit sie uns den weg nach hause weist. wenn auch sonst nichts mehr da ist. die kerze wird leuchten. sie sagt: komm nach hause.

sonderbare nachtgeschichte






im traum war ich glücklich. ich war allein unterwegs, in der stadt. viele lichter glitzerten um mich, die waren fremd und seltsam. ich dachte daran, dass so der tod sein muss und dass die lichter seelen von verstorbenen wären. der gedanke bedrückte mich nicht.. im gegenteil. ich traf keine lebende menschenseele, alle lagen tief schlafend in ihren betten. wie ich. alle gingen allein in der stadt spazieren, begleitet von glänzenden lichtern, und waren glücklich, allein zu sein. wie ich.

manchmal verwechsle ich traum und realität. manchmal schlafe ich auch mitten am tag ein, um dort zu sein, bei den lichtern, in der stadt, die sich endlich so anfühlt, als wäre ich in ihr zuhause.